Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Welpe pullert plötzlich immer unter sich beim Anleinen oder Hochnehmen

  Berlin
niqua schrieb am 24.07.2015   Berlin
Angaben zum Hund: Malteser/ Shihtzu, weiblich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo,

wir haben unseren Malteser/Shihtzu jetzt 2 Monate. Sie ist jetzt 17 Wochen alt. Bei der Züchterin durfte sie auf's Katzenklo, das haben wir gleich gelassen und den üblichen Weg mit Sofort raus nach Schlafen, Spielen, Fressen und Freuen wie Bolle, wenn's draußen klappt, beschritten. Sie darf mit ins Büro, da trägt sie vorsorglich eine Windel, da dort Teppich ist und ich eben manchmal telefoniere, wenn sie sich meldet. Da gab es wenige Unfälle, zuhause auch recht selten. Aber alles in allem klappte es ganz gut, nachts war sie schon 8-9 Stunden trocken. Nun haben wir (vermutlich) den Fehler gemacht, mit ihr in den Urlaub zu fahren. Hier haben wir nur eine Wohnung, keinen Garten und sie pullert wieder unglaublich viel. Bescheid gibt sie selten. Das Schlimmste aber ist, dass sie immer, wenn man sie anleinen will oder auch nur hochnehmen, plötzlich unter sich pullert, manchmal auch richtig viel. Auch wenn ich schimpfe - sie hat heut Nacht um 3 einen Bellanfall bekommen und gab bei ruhigen Kommandos keine Ruhe -, rennt sie schwanzwedelnd geduckt vor mir weg und hinterlässt Bäche. War wirklich die Fahrt in eine fremde Umgebung der Grund und fange ich nun ganz von vorne an? Und was tue ich dagegen, dass sie so Angst vor mir hat vorm Rausgehen? Nehme ich sie zwischendrin hoch, passiert nichts, offenbar nur, wenn die Blase voll ist. Mit Leckerchen rauslocken bringt auch nichts, sie pullert trotzdem. Draußen verhält sie sich normal, pullert und kackert.

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Antworten(3)

  • Carolin Borchardt
    Carolin Borchardt (Hundetrainer)
    schrieb am 25.07.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Liebe Hundehalterin,
    gut, dass Sie sich melden!
    Das beschriebene Verhalten hat nichts mit Stubenreinheit zu tun. Ihr Hund hat schlicht Angst vor Ihnen, deshalb setzt er Harn ab!!!
    Also: nicht schimpfen, nicht bedrohen. Erwünschtes Verhalten verstärken, unerwünschtes ignorieren - nicht ansehen gehört dazu, wenn man ignoriert - wenn der Hund indoor sein Geschäft macht, waren Sie zu langsam.
    Weiterhin: Mit der Windel züchten Sie sich Unsauberkeit. Nehmen Sie den Mobilteil Ihres Geschäftstelefons und marschieren Sie mit Hund hinaus, sobald er sich "meldet".

    Beste Grüße,
    Carolin Borchardt
    Trainerin und Coachin für Menschen und Hunde
    Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin IHK|BHV
    Berlin - allbezirklich

  • niqua
    niqua
    schrieb am 25.07.2015

    Hallo, und vielen Dank für die schnelle Antwort.

    So etwas in der Art habe ich befürchtet, möchte aber dazu ausführen, dass Emmi keineswegs grundsätzlich vor uns Angst hat.
    Wenn sie nicht merkt, dass es raus geht, kommt sie unproblematisch und schwanzwedelnd und kuschelt und spielt. Und zuhause gab es derartiges gar nicht, wobei wir hier natürlich schon mehr geschimpft haben, denn eine Küchenrolle am Tag Verbrauch und ständig Pfützen (in der Ferienwohnung) können einem dem Urlaub schon verleiden.
    Und ich dachte, man soll streng nein rufen, wenn man den Hund beim Pullern erwischt?
    Sie meldet sich halt wesentlich seltener, sodass es auch häufiger wieder Pfützen gibt. Ich gehe also wieder direkt nach dem Aufwachen und Spielen.
    Und reines Ignorieren bei unerwünschtem Verhalten (Möbel anknabbern oder nachts um 3 bellen) geht halt nicht, wir haben auch noch ein kleines Kind, das nun nachts nicht wach werden muss, und die Möbel sind auch nicht unsere.

    Und im Büro klappte es recht zuverlässig, es rechtzeitig zu merken, nur habe ich auch kein Mobilteil beim Telefon. Und ich kann einem Geschäftspartner nicht sagen, dass ich wegen meinem Hund später zurückrufe. Da passiert nahezu nichts mehr, eine Windel hält 3-4 Tage und dann ist meist auch nur ein Tropfen drin, weil sie sich beim Rausgehen so freute.

    Also, was mache ich nun, damit sie keine Angst mehr hat beim Rausgehen? Ich kann sie zwischendrin einfach schnappen und rausgehen, aber beim Aufstehen morgens und beim Nachhausekommen klappt das halt nicht, weil es dann natürlich pressiert.

    Danke

  • Carolin Borchardt
    Carolin Borchardt (Hundetrainer)
    schrieb am 26.07.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    wir verstehen uns richtig: die Hündin hat keineswegs grundsätzlich Angst. Aber eben vor dem Hochnehmen oder Schimpfen. Wenn der Hund geduckt und schwanzwedelnd wegläuft und dabei unter sich macht, hat er Angst. Das Wedeln hat hier nichts mit Freude zu tun. Es ist der Versuch, den Stress der Situation in Spiel umzuwandeln, kann auch Übersprungshandlung sein oder schlicht die Erregung/der Stress wiederspiegeln.

    "Und ich dachte, man soll streng nein rufen, wenn man den Hund beim Pullern erwischt?", Nein, auf keinen Fall!

    Das Ignorieren genügt natürlich dann nicht, wenn so etwas passiert wie Möbel anknabbern etc.. Dann müssen so genannte Management-Maßnahmen her, die den Hund nicht bestrafen, aber sein Zun zunichte machen - verhindern, dass er Erfolg damit hat.

    Stellen Sie komplett auf Positive Verstärkung um. Nicht zischen, Schimpfen, Druck aufbauen oder Ähnliches, damit verschlimmern Sie das Problem: Emmis Angst.

    Ich hoffe, ich konnte helfen,

    Carolin Borchardt
    Trainerin und Coachin für Menschen und Hunde
    Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin IHK|BHV
    Berlin - allbezirklich

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