Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Leinenfürigkeit

  
Chrissill schrieb am 21.03.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
Ich habe eine 18 Wochen alte Huskyhündin und übe zurzeit die Leinenführigkeit (mit einem Halti an dem die Leine an der Brust befestigt wird). In der Hundeschule habe ich gelernt an der Leine zu ruckeln sobald sie zieht bis sie sich korrigiert, sowie das umdrehen sobald sie dich überhohlen will, obwohl dies laut Hundeschule nur zur Aufmerksamkeitsübung zählen soll und nicht zur Leinenführigkeit! Aufjedenfall zieht sie und zieht sie und zieht sie. Ich spüre keine Erfolge. Gibt es eventuell noch eine andere Methode?
Liebe Grüße

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 23.03.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,
    meistens, wenn man, gerade bei der Leinenführigkeit, keinen Erfolg hat, liegt es meiner Meinung nach an der fehlenden Konsequenz. Egal, nach welcher Methode Sie trainieren, sollten sie es IMMER tun. Also JEDESMAL umdrehen und/oder JEDESMAL an der Leine ruckeln.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE der Hündin folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hündin richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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