Plötzlich Probleme mit Alleinsein - Phase der Pubertät?

  
melanie_kakor schrieb am 06.09.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Guten Tag,
unser 9 Monate alter Labrador hat seit ca. 1,5 Monaten Probleme allein zu bleiben. Davor waren bis zu 6 Stunden ohne Bellen, Jammern oder anderen Problemen möglich. Er hat einfach geschlafen. Seit ca. 1,5 Monaten wimmert oder bellt er anfangs, bis meine Mutter (sie wohnt über uns) runter geht uns kurz nach ihm schaut. Dann legt er sich hin und schläft. Seit ca. 1 Woche ist es noch extremer. Er fängt an die Wände anzunagen wenn er allein ist und ist sehr unruhig. Bellt immer wieder mal. Es handelt sich beim Alleinsein nur um mal 1 Stunde, Max. waren es einmal 4 Stunden. Wir trauen uns kaum mehr. Es ist nichts vorgefallen, was das hätte konkret auslösen können. Wir können ihn es aber auch nicht aushalten lassen (bis er aufhört zu bellen), weil wir keine netten Nachbarn haben. Meine Frage ist nun, ob das eine Phase/Angst durch die Pubertät sein könnte. Denn es kam von jetzt auf gleich. So hat er auch immer mal wieder Angst vorm Treppenlaufen, einfach so und dann geht es wieder. Wobei es sich hier nur um Tage handelt. Wir sind aber darauf angewiesen ihn immer mal alleine zu lassen und meine Mutter kann sich nicht dauerhaft um ihn kümmern in dieser Zeit. Sollen wir nun einfach abwarten, dass es vorbei geht und je älter er wird es sich wieder legt, die Phase vorbei ist. Oder können wir konkret etwas tun? Vielen Dank. Verzweifelte Grüße Melanie K.

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 11.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Melanie,
    Ihr Hund hat sich das jetzt angewöhnt, warum auch immer. Der Grund könnte sein, dass er herausgefunden hat, dass bei diesem Verhalten Ihre Mutter nach ihm schaut. Man kann da nur raten.
    Wichtig ist auf jeden Fall, dass Ihre Mutter erst zu ihm rein geht wenn er ruhig ist und auch diese Zeit steigert. Also zuerst wartet, bis er eine Sekunde ruhig ist, dann 10 Sekunden, dann eine Minute usw.. Auch sollte sie dann nur scheuen und sofort wieder, ohne was zu sagen, gehen.
    Des weiteren ist es wichtig, dass Sie sich nicht von ihm verabschieden, auch kein z. B.: "Sei schön brav, ich bin gleich zurück" oder Ähnliches. So etwas ist für viele Hunde das Zeichen zum Jammern und sich immer weiter rein zu steigern. Es sollte aber normal für den Hund sein, dass Sie auch mal weg gehen. Deswegen gehen Sie einfach, auch, ohne ihn anzuschauen.
    Sollte das Ihnen jetzt nicht weitergeholfen haben, kontaktieren Sie mich gerne nochmal, entweder hier oder, besser noch, telefonisch oder über meine Website.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • melanie_kakor
    melanie_kakor
    schrieb am 11.09.2021

    Guten Morgen,

    danke für die Antwort. Werden wir auf jeden Fall versuchen. Nachdem ich hier noch etwas gelesen habe könnte ich mir auch vorstellen, dass er diese Probleme hat, weil er mich nicht mehr kontrollieren kann, wenn ich weg bin. Er folgt mir in der Wohnung und fordert vor allem am Abend auf penetrante Art sein Futter ein. Ersteres war zwar schon immer so, aber vielleicht hat die Pubertät sein Verhalten bzw. seine Denkweise verstärkt. Seit ein paar Tagen schließen wir also jede Tür wenn wir in einen Raum gehen und er bekommt erst dann essen und es wird erst gespielt wenn wir wollen. Um sein Generve zu umgehen, gehen wir von Raum und Raum und räumen auf. Er legt sich in dieser Zeit bereits immer, Ich würde sagen entspannt, in den Flur. Für ihn natürlich immer noch der beste Aussichtspunkt. Ich hoffe es wird ihm nach Wochen mal zu blöd und er bleibt da wo er ist und folgt gar nicht mehr. Ich hoffe in Summe lässt ihn das auch beim Alleinsein wieder entspannter werden. Auch fange ich demnächst an das Alleinsein wieder in kleineren Zeitspannen zu üben. Anders habe ich sonst einfach kein gutes Gefühl.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 11.09.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Morgen Melanie,
    ja, die Angst vor Kontrollverlust kann auch zu diesem Problem beitragen.
    Dass SIE die Kontrolle übernehmen ist ein sehr wichtiger Schritt. Wichtig dabei ist das vollständige Ignorieren der Forderungen. Schauen Sie weg, reden Sie nicht, gehen Sie weg. So lernt der Hund am Schnellsten, dass er mit diesem Verhalten das Gegenteil von dem erreicht, was er möchte.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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