Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund ist stur und hat trennungsängste

  Nordrhein-Westfalen
Kikisophie schrieb am 25.02.2016   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Lsnrador terrier mix, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hi, mein 1 jähriger Rüde hört ungerne und lässt sich draussen nicht mit leckerlies locken. Er kann 2std gassi gehen und sobald es nach hause egal von welcher richtung ich komme, er tockt völlig aus, beisst und zerrt die leine und knurrt und hört überhaupt nicht und das ist echt peinlich wenn leute das sehen.
Zuhause ist rr durchgehend am fiepen für aufmerksamkeit und sobald ich aus dem Haus gehe dann bellt und fiept er.
Ich bin echt am verzweifeln.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 26.02.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    Ihr Hund ist sehr wahrscheinlich nicht sturer als andere Hunde. Er hat nur einfach gelernt, sich durchzusetzen und hat Sie voll im Griff.
    Wenn er fiept und Aufmerksamkeit bekommt, wird er natürlich immer weiter fiepen. Auch Schimpfen bedeutet Aufmerksamkeit. Versuchen Sie es einmal mit Ignorieren, den Hund dabei auch nicht anschauen. Wenn er sich nicht gibt, gehen Sie aus dem Zimmer. Gehen Sie NIE auf Forderungen des Hundes ein, auch nicht, wenn er gestreichelt werden will. Er trainiert Sie dadurch und wenn Sie dann mal nicht wollen, fiept er oder bellt sogar.
    Wenn er draußen so ausrastet, bleiben Sie stehen und ignorieren ihn kommentarlos. Sobald er aufhört, bekommt er ein Lob und/oder Leckerchen und es geht weiter. Locken Sie ihn nicht mit einem Leckerchen, das macht Sie unglaubwürdig.
    Üben Sie mit ihm das Alleinebleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, einfach rausgehen und reinkomen. Der Hund soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen lanweilig finden, erst dann kann er entspannen. Wenn Sie merken, dass er entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn er sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt der Hund, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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