Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Unverhofftes Springen in die Leine bei sonst guter Leinenführigkeit

Thema: Leinenzug
  Bayern
Gartenzicke12 schrieb am 26.06.2017   Bayern
Angaben zum Hund: Rhodesian Ridgeback, männlich, nicht kastriert, Alter 6-12 Monate

Wir führen ein Rhodesian Ridgeback Rüden, jetzt 10 Monate alt. Ohne Ablenkung geht er ständig und sehr gut an lockerer Leine. Sobald aber z.B. ein Wild hoch geht, springt er heftigst in die Leine. Natürlich trainieren wir ständig daran, aber das dauert halt noch eine Weile bis er wirklich sicher leinenführig ist. Einen Vorgängerhund habe ich DUAL geführt. Also immer ein Geschirr und zusätzlich in „riskantem“ Gebiet ein langgliedriges Kettenhalsband ziemlich weit oben am Hals befestigt. Zu MEINER Sicherheit! Selbstveständlich NICHT auf Zug, sondern einfach relativ eng anliegend, damit er im Ernstfall auch wirklich zu stoppen ist, bis die Leinenführigkeit noch besser geworden ist. Ein normales Halsband unten am Hals verfehlt die Wirkung. Nun mache ich mir aber Gedanken über die Einwirkung an dieser sensiblen Stelle des Halses bezüglich Schilddrüsen- und Kehlkopfquetschungen. Natürlich möchte ich ihn nicht verletzen, aber wie gesagt, meine Sicherheit ist mir auch wichtig! An ein Halti gewöhne ich ihn langsam und vorsichtig, aber das dauert noch und wie gehe ich in der Zwischenzeit mit ihm SICHER spazieren??? Wir wohnen auf dem Land und hier gibt es sehr oft aufspringende Hasen und Rehe. Es gibt Ketten, die im Kehlkopfbereich eine Lederpolsterung haben. Was halten Sie davon? Oder können Sie mir einen anderen Tipp geben, den jungen Wilden wirklich sicher zu halten, bis er vernünftiger geworden ist?
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Antworten(6)

  • Sabine Busch
    Sabine Busch (Hundetrainer)
    schrieb am 26.06.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Gartenzicke,
    so habe ich jetzt auch noch niemanden angeschrieben. :-) Arbeiten Sie grundsätzlich an der Leinenführigkeit, auch unter Ablenkung. Um eine Notbremse zu haben, würde ich von einer Kette so hoch am Hundehals angebracht, absehen. Ich bevorzuge Haltis, Aber nicht die handelsüblichen, mit denen man den Kopf schief zieht. Ich arbeite, bei so einem ungleichen Kräfteverhältnis gern mit dem Canny Collar und kann es nur empfehlen. https://www.cannyco.com/de/shop/184-canny-collar
    Vielleicht hilft es Ihnen bei der Lösung des Problems.
    Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
    Liebe Grüße
    Sabine Busch
    www.mobile-hundeschule-hinterland.de

  • Gartenzicke12
    Gartenzicke12
    schrieb am 26.06.2017

    Hallo Frau Busch,
    na ja, der Name ist Programm ;-))) – in meinem Garten bin ich halt die Zicke (sonst NIE!)
    Natürlich arbeite ich weiter an der Leinenführigkeit. Ich schrieb ja auch, dass er eigentlich sehr gut läuft für sein Alter. Mir geht es NUR um die unverhofften Situationen: Hunde die plötzlich um eine Ecke kommen, Wild, Radler von hinten angesaust etc. Eigentlich dachte ich immer, dass ein Halti gerade deshalb sinnvoll ist, WEIL es den Kopf zur Seite des HF und weg vom Objekt der Begierde lenkt. Man zerrt ja nicht daran wie ein Verrückter. Ich habe mir eine spezielle, zweifarbige 4 m lange Leine anfertigen lassen, dann weiß ich sofort ohne zu überlegen: Aha, an rot darf ich keinesfalls heftig ziehen (schwarz ist am Geschirr).
    Kann ich mit dem Canny Collar genau so dual führen oder rutscht der Riemen dann von der Nase?
    Danke nochmal und liebe Grüße

  • Sabine Busch
    Sabine Busch (Hundetrainer)
    schrieb am 26.06.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Sie können und sollten mit dem Canny Collar dual führen. Die Leine des Haltis sollte nur nicht ganz durchhängen. Wenn Sie es die meiste Zeit locker lassen wollten, kaufen sie es knapp von der Größe her.
    Das zur Seite ziehen des Kopfes ist nicht in allen Situationen sinnvoll. Wenn Ihr Rüde voll nach vorn zieht und Sie dann den Kopf schief ziehen, wirken starke Kräfte auf Atlas und Axis. Da ist eine gerade Bremse deutlich besser.
    LG Sabine Busch

  • Sabine Busch
    Sabine Busch (Hundetrainer)
    schrieb am 26.06.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Ah, Entschuldigung, ganz vergessen, es ist wohl schon zu spät! ;-) Die Aufmerksamkeit sollten sie natürlich auch unterbrechen. Nicht nur durch abwenden des Kopfes. Drehen sie sich um, gehen in die andere Richtung, bis er wieder bei Ihnen ist, dann setzten Sie erneut an usw.
    LG Sabine Busch

  • Gartenzicke12
    Gartenzicke12
    schrieb am 26.06.2017

    Vielen Dank! Sehr hilfreich Ihre Antwort. Ich werde es ausprobieren. Ist ja nur für die Übergangszeit, dann habe ich etwas in der Hand, bei unverhofften Sprüngen.

  • Sabine Busch
    Sabine Busch (Hundetrainer)
    schrieb am 26.06.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Dankeschön!
    Und wenn Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich einfach!
    LG Sabine Busch
    www.mobile-hundeschule-hinterland.de

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