Deine Hundetrainer-Sprechstunde

hund zieht an der leine

Thema: Leinenzug
  
kristina piecha schrieb am 28.05.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

schon beim halsband anlegen dreht er schon durch und mit seinen kilos wird der Spaziergang jeden tag zur kraft aufgabe wr zieht sehr stark an der leine und wenn er andere hunde sieht dreht er durch er tut nix aber nur sein aussehen lässt die anderen besitzer panisch reagieren wenn er das tut und ich als frau wo der hind fast genauso viel wiegt wie ich ist es jedes mal ein horror spaziergang was kann ich tun

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.07.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Kristina,
    nehmen Sie tagsüber immer mal wieder das Halsband, legen es KOMMENTARLOS an und nehmen es wieder ab. Kommentarlos deshalb, weil viel Gerede Hunde oft nur aufputscht. Wenn ein Hund sich schon beim Halsband anlegen aufregt, lässt man das Reden.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal. Nehmen Sie die Leine in beide Hände, drehen Sich, auch hier kommentarlos, um und nehmen Ihren Schwung in die Bewegung mit. Dann können Sie ihn besser halten.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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