Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund scheint plötzlich (unbegründet) Angst zu haben und pinkelt auf Boden

jackrussellhündin schrieb am 18.01.2016
Angaben zum Hund: Jack Russell Terrier, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Liebe Hundtrainer,

ich würde Sie sehr gerne bitte dringend um Ihren Rat bitten - wir wissen gerade einfach nicht mehr weiter.
Unser 4 Jährige Jack Russell Hündin ist nicht mehr wegzudenken, aber gerade ist es sehr schwer mit ihr leider - da sie vermehrt (1 mal alle paar Tage, manchmal 2 mal an einem Tag...) für uns unbegründet einfach in die Wohnung pinkelt. Alles war super, kann sein dass wir mit ihr getobt haben, gerade zwei Stunden im Schnee waren, sie ausgepowert haben etc. und plötzlich scheint für sie alles schrecklich zu sein und sie sitzt aufm Boden, zieht den Schwanz ein, legt die Ohren an und zittert ... und wenn man sie aus der Situation nicht "rauskriegt" dauert's meist nicht mehr lange und sie pinkelt eine riesige Pfütze auf den Boden.
Wir haben sie erst seit 1,5 Jahren. In ihrem früheren Rudel ging's ihr nicht so gut leider, wurde gebissen etc. hat sehr lange gedauert bis das Herrchen sie an sich gewöhnt hat und ihr Ängste vor Plastiktüten, Flaschen, Schirmen, allem eigtl. genommen hat ... dann kam die Phase wo sie mehr auf andere Hunde auch wieder zugegangen ist etc. Heute ist sie eigtl. total toll, sie liebt es draußen rumzufetzen, fängt derzeit an mit kleinen Hunden mini-bisschen zu spielen etc., kuschelt gerne auf der Couch mit uns, kriegt bestes Futter, ist bei uns super erzogen, hört etc. ... Und hat ab und an so Schiss-Phasen wo sie vor irgendwas Angst hatte. Das dauert dann bis man sie da in Ruhe wieder rausbekommen hat nur bis dato hatte sie nicht gepinkelt. Und jetzt seit einigen Wochen eben mit Pinkeln ... und des geht einfach nicht auf Dauer, wenn wir nicht rausfinden wovor sie vermeindlich Angst hat und man ihr das nicht nehmen kann und zusätzlich ihr dann ständig hinterherputzt und den Paket retten muss.
Wir wissen leider einfach nicht weiter was wir machen können. Tierarzt Termin ist ausgemacht aber wir denken nicht dass es etwas organisches ist - da es augenscheinlich ist, dass sie Angst hat und dann pinkelt.

Wenn Sie eine Idee hätten was man ausprobieren könnte, wären wir Ihnen wirklich sehr sehr dankbar! Wir tun alles für sie, erziehen sie gut, gehen viel und lang mit ihr raus, tranieren mit ihr, werfen mal Ball, mal Frisbee, mal Stock ... und sind da jetzt an einer Grenze.

Vielen Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

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Antworten(4)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.01.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    Sie schreiben, wenn sie solche Angstphasen hat, bekommen Sie sie da mit Ruhe raus. Wie machen Sie das?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • jackrussellhündin
    jackrussellhündin
    schrieb am 19.01.2016

    Liebe Ellen Mayer,

    Das ging ja fix - vielen Dank schon mal für das Annehmen des Anliegens!

    Wir versuchen ihr aus der Angst zu helfen, wenn sie auf dem Schwanz sitzt, den vorsichtig auf die Seite zu bringen, setzen uns zu ihr, streicheln sie aber während dessen nicht, denn sonst denken wir würde das das Angst-haben bestätigen. Und nach einer Zeit (das kann dauern... Minuten, halbe h, Stunde...) wenn sie aufgehört hat zu Zittern bzw. je nachdem dann kann sie sich wenn wir am Boden sitzen bei uns auf den Schoss setzen/legen um sich zu entspannen, dann streicheln wir sie aber nicht sondern legen mehr die Hand drauf dass sie ruhig wird. (Würde man ihr dann da nicht helfen oder was machen dann würde sie entweder noch weiterpinkeln wenn man nicht in die Situation geht oder sich ins Körbchen verziehen und dort stundenlang weiter Angst haben und unsicher immer mal wieder rausgucken und kurz rauskommen unsicher, geduckt, aus dem Körbchen)
    Alternative manchmal wenn wir merken sie hat Angst, versuch ich auch dass man sie doch noch dazu bekommen mit einem Spielzeug zu spielen z.B. also sie abzulenken, dass sie vergisst, dass sie gerade Angst hat - klappt aber nur selten.
    Wenn sie schon Angst hat, mag sie ihr Futter auch nicht fressen ... dann probieren wir manchmal sie mit einem kleinen Stückchen Wurst etc. was sie sonst nicht bekommt sie rauszulocken und zum Fressen zu bringen und dann wenn sie gefressen hat, hat sie's auch vergessen dass sie Angst hatte.
    Nach einer Angst Phase wenn sie zwar nicht mehr Angst hat und Zittert sondern noch bisschen geduckt unsicher ist, hilft es wenn man sie ein bisschen am Rücken massiert.

    Hoffe die Beschreibung hilft - so in der Art probieren wir das eben auf ruhige Art und Weise nach bestem Wissen und Gewissen ihr zu helfen. Ist wahnsinnig Kräfte- und Zeitzehrend natürlich. Würden ihr das gerne ganz nehmen können, das aus scheinbarer Angst (vor was ist nicht ersichtlich, keine Geräusche, keine Sache auf die sie reagieren würde...) gepinkelt wird.

    Vielen Dank!

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.01.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    das ist jetzt sehr schwer zu beurteilen, ohne die Hündin und die Situationen gesehen zu haben.
    Rein aus dem Bauchgefühl raus würde ich sagen, dass Sie trotzdem immer noch zuviel auf die Angst eingehen. Das mit dem Spielzeug ist schonmal eine gute Idee. Dass die Kleine nicht frisst, wenn sie Angst hat, ist klar. Wenn Sie sie versuchen, zu locken, ist das auch ein Eingehen auf die Angst. Aber Sie schreiben ja, wenn Sie das nicht machen, pinkelt sie immer weiter.
    Deswegen kann ich Ihnen nur zu einem Verhaltensberater aus Ihrer Nähe raten. Eine "normale" Hundeschule kann da auch wenig ausrichten.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • jackrussellhündin
    jackrussellhündin
    schrieb am 19.01.2016

    Ok vielen Dank! Ist trotzdem schon mal gut zu hören, dass der Weg zu versuchen nicht auf die Angst einzugehen ein guter ist und man das noch ausbauen könnte.
    Dann werden wir uns da mal umsehen! Vielen Dank :)

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