Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Hündin aus dem Tierschutz kotet manchmal in die Wohnung

  Bayern
Sappaline schrieb am 20.09.2017   Bayern
Angaben zum Hund: Mischlinge ab 45 cm, weiblich, kastriert, Alter 4-10 Jahre

Guten Tag,
bei uns wohnt seit April eine Hündin aus dem Tierschutz. Sie ist eigentlich stubenrein (bellt wenn sie muss und wir uns in einem anderen Raum befinden). Zwischenzeitlich hat sie, vermutlich aus Angst in die Wohnung gemacht, wenn wir sie alleine gelassen haben. Das Problem haben wir mit einer Hundehütte im Garten gelöst, wenn sie im Garten alleine ist, kommt sie ganz entspannt in die Wohnung, sie schläft auch oft in ihrer Hundehütte. Heute Nacht gab es bei uns Sauwetter und sie durfte in der Wohnung schlafen - sie hat uns in der Vergangenheit bewiesen, dass sie das kann. Heute die Ernüchterung: 3 riesige Haufen im Wohnzimmer! Die Haufen (auch die aus der Vergangenheit) haben immer eine andere Konsistenz als die Gassi Haufen. (viel größer, dunkler + fester) Tierärztlich ist alles ok, sie trägt dzt. ein Adaptilhalsband Zyklene hatten wir in der Vergangenheit gegeben + langsam ausschleichen lassen...
Ich bin ratlos und bitte um eine Meinung, einen Rat..

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Antworten(6)

  • Sappaline
    Sappaline
    schrieb am 21.09.2017

    da sich hier noch niemand geäußert hat, die ganze Geschichte, wie ich sie Anfang August in einem Hundeforum gepostet habe, und dafür digital gesteinigt wurde. Sina hat heute die halbe Nacht in der Wohnung schlafen dürfen und mir dafür 4 Haufen und eine riesige Pfütze ins Wohnzimmer gemacht. Aber hier die ganze Geschichte, die ich gestern aus Zeitgründen nicht schreiben konnte. Ich bitte dringend um Hilfe!! Der Winter kommt und ich weiß nicht, ob ich sie schnell genug an den Balkon gewöhnen kann.

    Guten Tag,

    seit Anfang April wohnt eine Hündin aus dem TS bei uns. Angeblich 7,5 Jahre alt (sie hat tw schon weiße Haare) angeblich ein Setter-Mischling, Ende 2016 in Serbien eingefangen, 1/2 Jahr in einem ungarischen Tierheim verbracht, wir haben sie, ohne sie vorher kennen zu lernen als Pflegestelle genommen und danach fix übernommen.

    Sie ignoriert Katzen, ist verträglich mit Rüden, andere Weibchen mag sie nicht so gerne, tut ihnen aber nix, wenn ich mich zwischen sie und die anderen Hündin stelle. Sina fährt mit dem Auto mit, kann ins Restaurant mit genommen werden, ist zu jedermann freundlich, bellt aber brav, wenn wer Fremder bei der Terrassentür rein will. Und: sie musste von Anfang an jede Woche 2 Nächte alleine in der Wohnung verbringen, weil wir da gearbeitet haben. Sie mochte es nur nicht, wenn wir sie am Tag alleine gelassen haben, da hat sie in die Wohnung gemacht. Also haben wir sie, wenn wir es nicht vermeiden konnten, mit Wasser und Korb im Garten gelassen. Sie zieht nicht an der Leine (dazu hab ich aber 1,5 Stunden mit dem Hundetrainer gebraucht)

    Sie ist allerdings ein seltsamer Hund: geht freiwillig (alleine) nicht in den Garten. Möchte, vor allem mir, wie ein Schatten folgen. Mag keinen Schnee, keinen Regen, keine Hitze (da sitzt sie dann im Haus) und geht niemals freiwillig ins Wasser. Sie trinkt nicht mal aus offenen Gewässern. Sie spielt auch nicht, weder mit Bällen, nicht mit einem Kong, mit nichts. Selten trägt sie ein Holzstück ein paar Meter weit. Sie hat aber 2 Plüschbären, die sie bei Aufregung schüttelt. Und als sie mich das 1. Mal mit einem Wischmop kommen sehen hat, war sie mit einem Satz auf dem Sofa.

    Sie machte von Anfang an keine Probleme nur ein paar "Unfälle" mit der Stubenreinheit ganz am Anfang.

    Seit 4 Wochen befinden wir uns aber in einem Ausnahmezustand: Als wir wieder mal in der Nacht von der Arbeit nach Hause gekommen sind, hat sie auf dem Sitzplatz von meinem Mann (auf der Küchenbank) einen hübschen Haufen abgelegt. Den hab ich kommentarlos entfernt. Tags darauf war mein Sitzplatz am Sofa mit ein paar Spritzern markiert. Ich habe hier auf Wuff einen Artikel gelesen, dass man in so einem Fall die Rangordnung noch mal klären sollte. Also bekommt sie ihr Futter nur mehr indirekt, es steht plötzlich da, ohne dass sie sieht wer es ihr gibt. Beim Spazieren gehen, darf sie nur mehr hinter mir gehen, das funktioniert auch gut, sie lässt sich leicht dominieren. und sie darf mir auch nicht mehr wie ein Schatten folgen. Und wir kuscheln oder gehen spazieren, wenn ich es will und nicht, wenn sie mich dazu auffordert.

    Woche darauf: 1 Haufen Kacke auf einem ihrer 2 Schlafplätze, Küchenbank auf einem "neutralen" Platz durchgepinkelt. Ich hab wieder alles kommentarlos sauber gemacht. Tags darauf: Haufen mitten im Wohnzimmer, mein Sitzplatz am Sofa vollgepinkelt. Zuletzt haben wir nicht mal mehr schlafen gehen dürfen (wir schlafen in einer anderen Etage, sie darf sich frei in der Küche und im Wohnzimmer bewegen und hat in jedem dieser 2 Räume einen Schlafplatz) ohne dass sie uns eine Pfütze oder einen Haufen gemacht hat. Tierarzt konsultiert. Adaptil Halsband und Zylekene Kapseln erhalten. Und die Empfehlung, dass wir sie in eine Box sperren sollen, wenn sie alleine lassen. Das machen wir nicht, weil sie alleine das Training (eine Minute bei unserer Anwesenheit zu) so sehr stresst, dass sie wie verrückt sabbert. Ich hab ihr zusätzlich noch Bachblüten gekauft.

    In die Box geht sie freiwillig, da wird sie für den Winter auf den beheizbaren Balkon trainiert. So, jetzt war ein paar Nächte Ruhe…

    Sina ist frisch entwurmt. Sie bekommt von Anfang an das selbe Futter (steinige mich - Royal Canin, das hat mir der TS so empfohlen und als Leckerli Frolic (ich weiß, noch schlimmer)

    das mit der Dominanz ist nicht auf meinem Mist gewachsen siehe https://www.wuff.eu/wp/hilfe-mein-hu...zlich-im-haus/ ich war ratlos und ich muss sie ja nicht mit Gewalt hinter mich drängen, es reicht, wenn ich mein Bein seitlich hinstelle :-) ich hab Sina übrigens auch noch nie angeschrien oder gar auf den Rücken geschmissen, sie schmeißt sich gerne selbst auf den Rücken, wenn man ihr den Bauch kraulen soll

    dass sie eine extrem schlimme Vorgeschichte hat, will ich nicht ganz glauben. Ich glaube eher, sie ist in Serbien entlaufen und allzu schnell im TS gelandet. Warum ich das glaube? Weil sie sich insgesamt so verhält, als ob sie als Wohnungshund gehalten worden wäre. (Sprung aufs Sofa bei Wischmopsichtung), sie mag kein schlechtes Wetter, kein Wasser, siehe weiter oben. Sie trinkt Wasser ausschließlich dann, wenn man es ihr in einem Napf hinstellt. Die würde wahrscheinlich neben einem Bach verdursten. Sie hat von Anfang an Geräusche, wie sie in einem Haushalt vorkommen, ignoriert (Staubsauger, Mixer, etc.) Und: es hat sich offensichtlich mal jemand Mühe gegeben, ihr Erziehung angedeihen zu lassen. Sie hat von Anfang an die üblichen Sichtzeichen gekannt und befolgt.

    ich habe auch geschrieben, dass sie völlig problemlos ist, solange jemand da ist. Sie hat auch *alleine* *keine* Probleme gemacht, ist ja seit einigen Monaten bei uns. Das mit dem in die Wohnung machen tut sie ja erst seit ein paar Wochen...

    die Box hat sie auch gekannt, sie geht ja freiwillig rein. Und zumachen tu ich die immer nur für Minuten.

    Sie kennt Alltagsgeräusche, sie steigt freiwillig ins Auto ein. Sie geht freiwillig in die Box und mag auch drinnen liegen.
    Die Box war vorübergehend der Schlafplatz im Garten, wurde mittlerweile durch eine Hundehütte ersetzt, in die sie gerne und freiwillig geht.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 25.09.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    vielen Dank für die ausführliche Beschreibung des Problems. Leider kann ich aber keine Ursache für das Verhalten der Hündin erkennen. Haben Sie es schon mit der Box im Schlafzimmer versucht? Wenn Sie nicht zuhause sind, schreiben Sie ja, dass die Hündin sich gerne im Garten aufhält.
    Gerne können Sie mich auch anrufen, vielleicht lässt sich manches am Telefon klären.

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Sappaline
    Sappaline
    schrieb am 25.09.2017

    Liebe Ellen Mayer, danke für die Antwort, ich dachte schon, hier liest niemand mit.... Box im Schlafzimmer ist deswegen keine Option, weil ich die Box nicht versperren darf (das regt sie auf) - bei unversperrter Box würde sie sofort bei uns im Bett liegen - und das geht mir - bei aller Liebe, zu weit. Wenn ich sie nachts in den Garten sperre, ist sie für gewöhnlich sehr entspannt wenn ich sie morgens wieder rein lasse. Manchmal bellt sie aber auch mitten in der Nacht, was über kurz oder lang Probleme mit den Nachbarn geben wird. Sie bellt allerdings nicht vor der Haustüre, sondern sitzt auf einer Treppe und "bellt die Welt an" Das mit dem Garten war eine gute Option für Frühling - Herbst, im Winter hat es da draußen aber innerhalb von Stunden 2 Meter Schnee... (und da übertreibe ich nicht, wir wohnen auf ca. 1000 Metern Seehöhe) Zwischenzeitlich hatte es ja den Anschein, als ob alles Gut werden würde - akut wurde es vergangene Woche. Ich trau mich den Hund nachts nicht mehr in der Wohnung lassen - weil überall Laminatboden und wenn ich Pech habe, hab ich in ein paar Wochen ein paar Meter Schnee. Bitte lachen Sie mich nicht aus - in meiner Not hab ich schon eine befreundete Energetikerin um Hilfe gebeten. Und ich habe auch den Eindruck, als ob Sina auf die extra ausgependelten Bachblüten gut reagiert. Als jetzt im Herbst das Unheil seinen Lauf nahm, hatten wir Neumond....

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 25.09.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo,
    die meisten Hunde regen sich auf, wenn man die Box versperrt. Allerdings bin ich mir sicher, macht es einen Unterschied, ob die Box außerhalb oder im Schlafzimmer bei Ihnen steht.
    Ob ein Hund ins Bett geht oder nicht, ist Erziehungssache. Meine z. B. dürfen ins Bett wenn ich es ihnen erlaube. Sie kämen gar nicht auf die Idee, "ungefragt" ins Bett oder aufs Sofa zu springen.
    An die Box, auch mit verschließen, kann man Hunde gewöhnen. Man sollte es nur in kleinen Schritten tun. Den ersten Schritt, dass die Hündin gerne in die Box geht, können Sie ja schon mal überspringen.
    Ganz sicher lache ich Sie nicht aus. Auch ich selbst bin sehr "mondempfindlich". Wenn die Bachblüten helfen, würde ich sie weiter geben.
    Ansonsten kann ich Ihnen nicht weiterhelfen, fürchte ich. Das, was ich oben geschrieben habe, würde ich in dem Fall tun. Entweder an die verschlossene Box im Schlafzimmer gewöhnen oder Bett als Tabuzone.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Sappaline
    Sappaline
    schrieb am 12.12.2017

    Liebe Frau Mayer, ich wollte mich für den Rat mit der Box im Schlafzimmer bedanken, es hat funktioniert. Zuerst haben wir 2 Tage lang im Arbeitszimmer geübt, dass es nichts Schlimmes ist, wenn die Box versperrt wird. Ich habe dann auch immer wieder den Raum verlassen. Während dieser 2 Tage hat Sina im Garten geschlafen. Dann haben wir die Box hinter einem Paravent ins Schlafzimmer gestellt und Sina hat bei uns geschlafen. Mittlerweile ist sie nachts in der Box wieder im Arbeitszimmer nebenan, das wurde wegen einer Dysbakterie und der damit einhergehenden Geruchsbelästigung notwendig. Sina geht nach wie vor freiwillig in die Box, jetzt müssen wir noch das alleine in der Wohnung bleiben üben. 3 Stunden haben wir schon geschafft, sie bellt dann aber zwischendurch. Aber Rom wurde ja bekanntlich auch nicht an einem Tag gebaut, wir werden das schon schaffen :-)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 12.12.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Liebe Dank für die Rückmeldung über die ich mich sehr gefreut habe. Super, dass es so gut funktioniert.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und vor allem viel Freude mit Ihrer Sina :-)

    Ellen Mayer

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