Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Leicht ablenkbar und folgt kaum

  Bayern
Lisa gmeinder schrieb am 04.07.2016   Bayern
Angaben zum Hund: Ridgeback Mischling , männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Guten abend,
Ich habe das Problem, dass mein Hund sehr stark auf reize reagiert. Z.b. Kinder, andere Hunde, Vögel und Geräusche. An der Leine zieht er dann sehr stark in Richtung des Reiz Einflusses und folgen auf kein komando mehr. Wenn wir ohne Leine trainieren, ist er oft nicht abrufbar und rennt, entweder im Kreis um mich herum oder eben auf andere Personen, hunde oder andere Tiere zu. Was kann ich tun damit seine Aufmerksamkeit auf mich und die befehle die ich gebe lenkt?
Danke vorab

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 20.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Lisa,
    wenn Ihr Hund oft zu anderen Hunden, Kindern u.s.w. hinzieht, macht er das wahrscheinlich, weil er damit schon Erfolg hatte.
    Wenn er sich im Kreis um Sie herumdreht, drehen Sie sich wahrscheinlich mit.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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