Ist eine Rudel Trennung sinnvoll?

  
cheyenne_rapsch schrieb am 09.05.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Guten Morgen,
ich habe zwei Hunde einmal die Bailey 5 Jahre und ihren Sohn Benji 3 1/2 Jahre alt. Leider gibt es große Schwierigkeiten gerade was Gassi angeht oder auch wenn Besuch zu uns kommen möchte. Sie bellen immer und Benji fängt seit einiger Zeit an dass er beißt. Wir trainieren seit Monaten und geben alles, aber wir gehen jedes Mal einen Schritt vor und dann wieder zwei zurück.


Mit Bailey klappt jedes Training super: sie lernt sehr schnell und hört. Allerdings bei Benji kommen kaum Erfolge bzw. klappt es eine Weile und dann wieder gar nicht und Bailey schließt sich dann meist seinem Verhalten an. Langsam bekomme ich das Gefühl nicht los der Sache mit zwei Hunden nicht gewachsen zu sein und dass ich für Benji nicht autoritär genug bin. Deshalb bin ich am überlegen Benji jemanden anderen zu geben mit mehr Zeit und Erfahrung. Ich hätte jemanden im Bekanntenkreis, aber ich weiß nicht ob das gut ist, wenn wir uns immer wieder antreffen. Ob es Benji verwirrt oder sogar verletzen würde genauso wie uns.


Ich hoffe sie können mir helfen denn ich bin total ratlos.

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 10.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    an fehlender Autorität wird das Verhalten sicher nicht liegen. Meistens sind die Menschen zu autoritär, sind streng, schimpfen viel, was manche Hunde dazu veranlasst, diese Menschen nicht ernst zu nehmen.
    Vielleicht könnte ich Ihnen besser helfen, wenn Sie mir einmal genau beschreiben würden, was Sie eigentlich wie trainieren.

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • cheyenne_rapsch
    cheyenne_rapsch
    schrieb am 10.05.2021

    Hallo,
    Zum Thema Besuch üben wir das ich sie in ihr Körbchen ( jeder hat sein Lieblingskörbchen) schicke, lasse den Besuch rein das sie erst uns begrüßen und die Hunde dürfen erst hin zur Begrüßung wenn sie eine ruhige Haltung einnehmen. Klappt leider nur teilweise da sie meist so aufgeregt sind und dadurch nicht ruhig sitzen bleiben. Allerdings wenn ich sie nicht fernhalte bellt Benji den Besuch an das dieser sich kaum vorwärts bewegen kann und Bailey versucht ( bei fremden ) denen ins Hosenbein zu zwacken. Begegnungen draußen versuchen wir auf Distanz zu gehen aber so das wir Beispiel den anderen Hund trotzdem sehen dann Stelle ich mit meinem Körper wie eine Art Mauer her und sowie sie sich beruhigen und ruhig weiter laufen bekommen sie eine Belohnung. Doch auch das funktioniert nicht bei allen Hunden denen wir begegnen bei einigen flippt Benji so aus das er rumspringt bellt und auch bei allem zubeißt was sich in dem Moment seiner Schnauze nähert dies hat Bailey sowie auch mich selbst schon getroffen. Er beißt nicht gewaltsam zu also es kam keine schwerwiegenden Verletzungen deswegen aber es belastet sehr. In solchen Momenten lässt er sich auch nicht beruhigen. Mittelweile gehen wir mit einem Trainingsmaulkorb Gassi damit lässt er sich wenigstens wieder beruhigen aber das sollte ja eigentlich keine Dauer Lösung sein.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 10.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Am besten trainieren Sie das Verhalten bei Besuch mit eingeweihten Besuchern. Im "Ernstfall" sollte man mit Hunden nie üben, dann hat man einfach nicht die Nerven dazu weil man sich ja um den Besuch kümmern muss. Ein Training mit Hund passt sicher nicht dazu.
    Üben Sie zuerst ohne Ablenkung mit dem Hund, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihr Hund den Platz verlassen will, bringen Sie ihn kommentarlos wieder hin. Wenn er dort bleibt, geben Sie ihm ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Sicher regt er sich schon beim Klingeln auf weshalb Sie, wenn es funktioniert, dass er an seinem Platz bleibt, jemanden bitten, zu klingeln und zu klopfen. Zuerst nur einmal kurz. WICHTIG: Sie reagieren nicht darauf, schicken den Hund, wie zuvor geübt, an seinen Platz. Hunde regen sich beim Klingeln meistens so auf weil dann etwas passiert. Passiert nichts, gewöhnen sie sich dran.
    Evtl. benötigen Sie etwas Geduld. Geben Sie aber nicht auf, lassen den Hund an seinem Platz und reagieren nicht auf das Klingeln. Wenn das bei einem Klingeln funktioniert, kann man das Geräusch steigern und wenn das dann klappt, den Besuch reinbitten. Sobald der Hund wieder bellt, gehen Sie einen Schritt zurück, bis dorthin, wo es noch funktioniert hat.
    Indem Sie draußen eine Art Mauer herstellen, reagieren Sie auf das Verhalten Ihres Hundes. Sie schreiben auch, dass er sich nicht beruhigen lässt, was mich zu der Annahme bringt, dass Sie auch mit ihm reden/schimpfen. Auch damit gehen Sie auf das Verhalten ein und verstärken es evtl..
    Besser wäre, den Hunden den Rücken zuzudrehen und zügig KOMMENTARLOS weiterzugehen. Auch umdrehen und wieder zurück zu gehen bis der Hund sich beruhigt hat, hilft oft. Dann kann man sich auch eine Stelle suchen, die etwas abseits vom Weg liegt und dort IN RUHE abwarten bis der andere Hund vorbei ist. In Ruhe heißt auch hier, nicht reden, beruhigen, schimpfen.
    Wichtig ist auch, dass man beim Anblick eines anderen Hundes nicht gleich die Leine kürzer nimmt und schon mit dem Beruhigen anfängt. All das ist für Ihren Hund das Zeichen zum Aufregen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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