Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund bellt in Wohnung bei jeder Gelegenheit !

  Schleswig-Holstein
Sandra81 schrieb am 19.02.2015   Schleswig-Holstein
Angaben zum Hund: Spitz & Chihuahua, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo , wir haben ein riesen Problem ...das wir selbst sicherlich verursacht haben ,durch total misslungener Erziehnung . Unsere zwei Hunde (Chihuahua 2 Jahre und Spitz 1 Jahr alt - beides Rüden) bellen mitlerweile wirklich bei jeder Gelegenheit im Haus , ich denke nicht das es Angstbellen ist sondern eher "Chefsache" , da sie auch gerne (sehr zu unserem ärgerniss ) markieren im Haus - beide verstehen sich aber gut . Rassentypisch haben ja beide die Neigung zum bellen ,das war uns ja bewußt . Aber mehr und mehr nimmt es Maße an die unerträglich werden und die Familie sehr belastet . Besonders der Spitz , kläfft bei jeder Gelegenheit , erst nur wenn es an der Tür klingelt , und nun ist es schon soweit das er kläfft sobald man von Sofa oder Stuhl aufstehen möchte . Oder sobald man die Jacke anzieht ,sobald er hört das man die Haustürschlüssel in die Hand nimmt , sobald man am Telefon "Tschüß" sagt , sobald man das Wohnzimmer verlässt und in den Flur will . Der Chihuahua ,steigt dann gerne mit ein . Manchmal reicht es schon wenn mein Mann seine Tasche für die Arbeit packt . Oder es reicht wenn wir Besuch haben und die vielleicht mal etwas lauter reden oder lachen . Man könnte meinen er hat sowas wie Angst alleine gelassen zu werden ,aber ich bin HAusfrau ,und sogut wie immer zu Hause ...außer Kinder zu Schule bringen/abholen oder mal einkaufen . Aber sie sind nie über Stunden allein zu Hause . Ich denke er will bestimmen wann wir zu gehen haben und wann nicht , denn komischerweise wenn ich Futter aus der Abstellkammer hole ist er ruhig und wartet freudig an der Tür im Wohnzimmer . Muss dazu sagen das die Hunde nur im Wohnzimmer/Küche/Esszimmer dürfen ( ist ein Raum ,wo alles ineinander über geht) Flur, und alle anderen Zimmer sind Tabu . Das Körbchen ist an einem Platz wo er nicht alles im Blick hat und auch nicht in Türnähe.Ich hätte kein Problem wenn ein Hund anschlägt weil es mal an der Tür klingelt , aber wir trauen uns kaum noch das Wohnzimmer zu verlassen ,denn es gibt einen riesen Aufstand , ich möchte das es besser wird ...bislang wurden sie von allen verhätschelt ,allein wegen der kleinen Größe ist die knuddelgefahr riesengroß. Sie durften immer mit auf's Sofa aber das ist jetzt vorbei , wir untersagen es seit zwei Tagen strikt , und wollen es bei behalten . Aber wir wissen nicht wie wir das bellen minimieren können ,vielleicht können sie uns weiter helfen !?

Mfg Sandra Müller

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 19.02.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Sandra,

    Sie haben das Problem erkannt: die Hunde sind total verhätschelt und fühlen sich als Chef. Deswegen wollen sie alles bestimmen und maßregeln Sie, wenn ihnen was nicht passt. Ganz sicher ist ein Großteil der Kläfferei auch Unsicherheit und Hysterie, weil die Hunde überfordert sind. Die Kleinen wissen ganz genau, dass sie kein Rudel führen können, wurden aber in diese Rolle gedrängt und sind dadurch unsicher. Dass sie jetzt nicht mehr aufs Sofa dürfen,ändert daran überhaupt nichts.
    Ändern können Sie das Ganze, indem Sie ganz einfach das Ruder übernehmen. Das heißt, SIE bestimmen alles, z. B. wann gespielt wird (Spielzeug weg, wird nur genommen, wenn SIE spielen wollen), Futter, das nicht gefressen wurde nach einer halben Stunde weg (kein Futter immer zur Verfügung), Streicheln und Knuddeln, wenn SIE es wollen, nicht wenn die Hunde sie auffordern.
    Zusätzlich bauen Sie Gehorsamsübungen (wie Platz und bleib) in den Tagesablauf ein, wobei sehr wichtig ist, dass Sie nicht aufgeben, wenn die Hunde die Kommandos nicht befolgen. Wenn Sie sich durchsetzen, nehmen Ihre Hunde Sie als Rudelführer ernst. Wenn Sie nicht auf Durchführung bestehen, ist alles, was Sie sagen, für die Hunde nur Blablabla.
    Die Bellerei können Sie abstellen, indem Sie nicht darauf reagieren, auch nicht mit Schimpfen oder auch nur ansehen der Hunde. Provozieren Sie Situationen, bei denen die Hunde bellen. Sobald sie nur eine Sekunde aufhören, gibt es eine Belohnung. Geben Sie sonst keine Leckerchen mehr, nur noch, wenn die Bellerei aufhört.
    ALLE Aktionen gehen von Ihnen aus, NIE von den Hunden. Wenn Sie das durchführen, haben die Hunde keinen Grund mehr, Sie zu maßregeln.
    Sehr wichtig ist auch, dass Sie nie die Geduld verlieren oder laut werden. Dazu besteht kein Grund denn die Hunde machen nur, was sie gelernt haben. Bleiben Sie immer souverän und ruhig, setzen Sie sich aber durch.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer

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