Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Fiept, winselt, bellt aus Dominanz zunehmend beim Auto fahren

Riedlinger schrieb am 13.03.2015
Angaben zum Hund: Havaneser/Coton, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Liebes Team von Agila!

Seit ca. 2 Jahren fiept Sunny (Havaneser/Coton Mischling Hündin 4 Jahre) im Auto. Dieses Problem wird immer stärker! Sie hat einen sturen Kopf und will ihren Willen durchsetzen. Das Fiepen ist so eine hohe Frequenz, kaum auszuhalten. Der Tierarzt meint ignorieren und Radio lauter, bzw. Ohrstöpsel für mich. Alles schon ausprobiert! Auch ein ausgedehnter Spaziergang vor der Autofahrt bringt keine Abhilfe. Wenn es zu neuen Orten geht ist es ganz schlimm. Der tägliche Weg zu mir ins Büro klappt meist zu 75 %. Ist es Abend, und wir kommen von einem langen Tag heim ist meist Ruhe und sie schläft. Von Anfang an war dies nicht so. Würde ich sie im Auto zu mir auf den Schoß als Beifahrer nehmen wäre alles ok. Das habe ich fälschlicherweise bei ihr als Welpe getan - mein Fehler! Sie sucht immer die Nähe zu mir, Frauchen, besonders. Jedoch auch wenn andere, die sie kennt, betreuen und mit ihr im Auto fahren fiept sie rum, und sie hat darin Ausdauer. Die Töne werden immer höher und unerträglicher bis auch zu bellen. Sie ermahnen, anschreien oder sonstiges hat nur einen Erfolg von wenigen Sekunden. Zwischendurch gähnt sie. Wir haben eine lange Autofahrt in den Urlaub von 650 km dieses Jahr vor uns - GNADE!!! :- (( Es wäre schön, wenn Sie mir da helfen könnten, denn ich will ihr eigentlich kein Beruhigungsmittel vom Tierarzt geben lassen, doch 7-8 Std. mit einem so fiependen Hund geht auch an unsere Substanz. Wenn sie bekommt was sie will - alles gut, wenn nicht - bellen, winseln. Sie kann ja anders wenn sie will, doch die Betonung liegt auf - WENN SIE WILL!!! Sie will Beachtung und im Mittelpunkt stehen. Sie steht in einer offenen Box, an einen Hundeautogurt gehalten mit Möglichkeit sich zu legen, sitzen, alles nicht zu eng hinter dem Fahrer auf dem Rücksitz. Habe die Leine des Gurtes auch schon mal ganz kurz gemacht, sodass sie nur auf der Rückbank hinter mir nicht groß die Möglichkeit hatte aus dem Fenster zu schaun. Da war das Theater noch größer! Sie will Freiheit, die sie auch haben könnte, eben angeschnallt was nicht das Problem ist, nur eben hinter mir als Fahrer auf dem Rücksitz passt ihr überhaupt nicht. Sie kann auch aus dem Fenster schaun und im Sommer den Kopf raus strecken, alles kein Problem für mich, doch das Fiepen – geht gar nicht! Habe mich auch schon mal als mein Mann fuhr zu ihr nach hinten gesetzt. Half auch nur halbherzig und kann nicht die Lösung meines Problems sein.

Ich würde ja auch zu einem wirklich guten Hundetrainer gehen, doch die Auswahl ist groß und ich weiß nicht wer da wirklich kompetent ist, denn ich will nicht zig ausprobieren, vom Geld her ganz zu schweigen.

Es wäre toll wenn Sie mir da helfen könnten, und ich danke Ihnen schon vielmals im Voraus.

Ganz liebe Grüße

Birgit Riedlinger

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 13.03.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Frau Riedlinger,
    vorweg habe ich bitte ein paar Fragen. Macht sie dieses Theater nur, wenn es weg geht, oder auch auf der Heimfahrt?
    Fahren Sie nur mit ihr ins Büro, oder auch zu Spaziergängen?
    Haben Sie es schon einmal mit einer geschlossenen Transportbox versucht, in der sie unangeschnallt mitfahren kann?
    Sie schreiben, sie will Beachtung und im Mittelpunkt stehen. Will sie das auch zu Hause oder auf der Arbeit, oder nur im Auto?
    Wann fängt das Theater an, gleich am Anfang?
    Wenn Sie mir diese Fragen beantworten könnten, können wir bestimmt eine Lösung finden.

    Trotzdem schon mal ein paar Tipps, die Sie ausprobieren könnten.
    Legen Sie Ihrer Hündin ein getragenes Kleidungsstück von Ihnen in die Box, so hat sie den Geruch direkt bei sich.
    Geben Sie ihr eine Beschäftigung während der Autofahrt, z.B. etwas zum Kauen oder Schlecken.
    Loben Sie Ihre Hündin für das Ruhigbleiben und ignorieren Sie das Gefiepe. Ich weiß, dass das keine akzeptable Lösung auf Dauer ist, aber mit Schimpfen geben sie Ihr Aufmerksamkeit, und damit Erfolg.
    Auch ein Thundershirt oder der Geruchsstoff Adaptil könnte weiterhelfen.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

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