Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Jagdtrieb umleiten richtig,aber WIE??

  
oliver schrieb am 25.12.2012   
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Rasse: Jack Russel-West Highland Terrier

Geschlecht: männlich

Alter: 5

kastriert: ja



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läuft ohne Leine und ist abrufbereit ,sobald er Wild sieht was unser Auge noch nicht wahrnimmt ist er weg !Nichts hilft-weder Leckerlis,kein Rufen,in andere Richtung laufen,verstecken,erst wenn er das Wild aus den Augen verliert kommt er zurück

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 25.12.2012
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Oliver,


     


    leider ist es nicht sehr einfach, ein Jagdproblem in den Griff zu bekommen.


     


    Zunächst einmal ist es wichtig, dass der eigene Hund in den ersten Wochen bis Monaten keine (!) Chance mehr hat, jagen zu gehen. Wichtig ist dabei, dass man beachtet, dass das Jagen bereits mit Hinstarren bzw. Hinwittern beginnt. Daher muss man nun erst einmal in Gebieten spazieren gehen, in denen man keinerlei jagdbaren Tieren begegnet. Zudem sollte man seinen Hund vorerst immer an der Leine führen. Nichts ist schädlicher, als wenn der eigene Hund - während man ja an dem Problem arbeitet - Wildtieren hinterherhetzt. Das macht in der Regel einen sehr großen Teil des Trainings zunichte.


     


    Während man nun Problemsituationen meidet, ist es wichtig, mit dem Hund gleichzeitig einige Dinge zu trainieren. Dazu zählen z. B. ein "normaler" Rückruf, ein Anhaltesignal (Sitz oder Platz), ein Notrückruf und anderes mehr. Nach einigen Monaten des Trainings baut man dies dann allmählich in Situationen ein, die den Problemsituationen nahe kommen.


     


    Leider ist man als Halter hier oft sehr ungeduldig und geht dann viel zu schnell vor. Der Hund hat dann häufig keine Chance, das richtige Verhalten zu lernen und fällt in alte Verhaltensweisen zurück. Daher würde ich Ihnen empfehlen, für das schrittweise Training die Hilfe eines verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarztes in Anspruch zu nehmen. Ansprechpartner nenne ich Ihnen gerne.


     


    Viele Grüße,


    Stefanie Ott

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