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FRAGE: Jagdverhalten wird immer stärker

  
nadja schrieb am 01.02.2013   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

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Rasse: belgischer schäferhund

Geschlecht: 4

Alter: m

kastriert: ja



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Guten Tag.



Mein Rüde wird gerade trainiert zu hören. Leider ungewisse vergangenheit. Vermute selten bis keine spaziergänge und keine zuneigung. Na gut. Er ist soweit das ich ihn paar meter ohne leine laufen lassen kann.seit ich das jetzt 1jahr trainiere und immer länger ohne leine laufen lasse, merke ich wie sein jagdinstinkt steigt. Sie schaltet dann ab und rennt. Schlimm sind katzen die zb auf strassen sitzen oder sich kurz zeigen und abhauen. Vögel jagd sie nur manche. Rehe sind auch sehr interessant sowie schafe und mäuse.



Habe ja das ohne leine laufen mit schleppleine trainert.

Kann ich dieses problem ohne beheben?

Bin nicht so der freund von schleppleine und bin froh sie nicht mehr zu brauchen.



Liebe Grüße, Nadja

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 01.02.2013
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Nadja,


     


    das Problem mit dem Jagdverhalten ist folgendes: Jagdverhalten ist, so nennt man das, selbstbelohnend.


     


    Das erkläre ich einmal etwas ausführlicher:


    Wenn wir etwas mit dem Hund trainieren, bspw. Sitz, Platz oder Komm, dann müssen wir den Hund belohnen, bspw. mit Futter oder Spielzeug, damit er dieses Verhalten häufiger zeigt. Der Hund zeigt also ein Verhalten und muss dafür "von außen" belohnt werden, damit er es wieder zeigt.


    Wenn ein Hund jagen geht, dann belohnt er sich selber dafür. Bestimmte Botenstoffe im Gehirn bewirken, dass der Hund sich beim Jagen enorm gut fühlt. Der Hund zeigt also ein Verhalten und wird dafür "von innen" über die Botenstoffe belohnt und zeigt das Verhalten immer wieder. Wenn es sich um Jagdverhalten handelt, ist das natürlich sehr unangenehm.


     


    Wenn man nun an diesem Problem arbeiten möchte, dann muss man zunächst einmal alle (!) Situationen vermeiden, in denen der Hund jagen geht. Sonst wird - wie oben beschrieben - das Verhalten schlimmer und schlimmer. Erst wenn das restliche Anti-Jagd-Training greift, kann man nach und nach auch in Situationen gehen, in denen der Hund Wildtieren begegnet - dies aber sehr dosiert und nur unter Anleitung eines verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarztes oder eines nach Tierärztekammer Niedersachsen zertifizierten Hundetrainers.


     


    Bedenken Sie stets folgendes: Ihr Hund geht jagen - ein Problem, da dies ein unerwünschtes Verhalten ist. Ihr Hund jagt andere Tiere - ein Problem, das Wildtiere unter enormen Stress setzt und, da es sich ja vermeiden lässt, problematisch im Sinne des Tierschutzes ist. Daher meine Bitte: suchen Sie qualifizierte Hilfe zum Ausarbeiten des Problems und vermeiden Sie Situationen, in denen Ihr Hund jagt!


     


    Viele Grüße,


    Stefanie Ott

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