Was tun beim Anrempeln fremder Besitzer?

  
Lenahundefrage schrieb am 12.02.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Liebe Hundetrainer,


meine 1,5 jähriger (vermutlich) Retriever-Mischlings Hündin ist ein recht aufgeregter Typus.


Im Spiel mit anderen Hunden liebt sie Jagdspiele, vor allem wenn sie gejagt wird. Im Weglaufen peilt sie extrem gern die Beine anderer Besitzer an und hat mittlerweile auch schon den ein oder anderen zu Fall gebracht (was bei 25 Kg schon nicht mehr lustig ist).
Wenn die anderen Hunde nicht rennen wollen, geht sie dann auch super gern zu den fremden Besitzern und schmiegt und rempelt sich an ihre Beine, oder springt sie sogar an. Ich habe dabei aber immer eher das Gefühl, dass sie unsicher ist. Sie wedelt viel beschwichtigend, guckt viel umher und bewegt allgemein recht viel.


Wir sind auch viel im Training und arbeiten an diversen anderen „Baustellchen“, aber dieses Problem scheint bisher nur schlimmer zu werden. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen.
Liebe Grüße Lena

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Antworten(2)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 15.02.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Lena,

    tatsächlich kann das Verhalten Ihrer Hündin - v. a. wenn dabei eine andere Person hinfällt und sich eine Verletzung zuzieht - recht unwillkommene Folgen haben. Daher ist in möglichen problematischen Situationen natürlich entsprechend Vorsicht geboten.

    Konkret zu Ihrem Problem:
    Zum einen könnten Sie ein entsprechendes Management betreiben, d. h. ganz auf solche Hundekontakte inkl. der Menschenkontakt zu verzichten. Zum anderen könnten Sie versuchen, ein Spiel mit anderen Hunden zuzulassen, wenn alle beteiligten Personen bspw. durch einen Zaun vor den Rempeleien gesichert sind.

    Da ich annehme, dass dies nicht Ihr Ziel ist, habe ich für Trainingsideen noch einige Rückfragen:
    - Gibt es nur die Spielsituationen mit Rempeleien, oder gibt es auch Spielsituationen ohne Rempeleien? Falls letzteres der Fall ist: können Sie einen Unterschied erkennen (bspw. Art der Spielpartner, Anzahl der Spielpartner, Umgebung, ...)?
    - Wie würden Sie den Rückruf Ihrer Hündin auf einer Schulnotenskala (1=sehr gut; 6=ungenügend) einschätzen - ohne Artgenossen, beim Spaziergang mit Artgenossen und im Spiel mit Artgenossen?

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

  • Lenahundefrage
    Lenahundefrage
    schrieb am 16.02.2021

    Hallo Frau Dr. Ott,
    vielen Dank, dass Sie sich meiner Frage angenommen haben.
    Das Spielen mit unbekannten Hunden vermeiden war auch unser erster Impuls und auch Tipp von der Hundeschule. Das klappt auch soweit gut. Aber ich würde mich schon freuen, wenn ich das Problem abtrainiert bekomme.

    Es gibt auch Spielsituationen ohne Rempeleien. Die gibt es vor allem mit Hunden, die sie kennt, wir öfter sehen und das Spiel auch schon schön ausgewogen scheint. Ich würde aber nicht ausschließen, dass man da nicht vor Rempeleien aufpassen muss.

    Bei Unbekannten Hunden würde sie am liebsten direkt drauf zu preschen um dann von den anderen gejagt zu werden. (Das können wir mittlerweile ganz gut unterbinden in dem ich sie so lange bei mir lasse, bis wir nah an den anderen herangekommen sind.) Trotzdem rennt sie gern den letzten Meter drauf zu um dann ganz schnell wegzulaufen. Wenn das nicht klappt wiederholt sie das ganze. Wenn dann die anderen Hunde sie Maßregeln oder ihr der andere Hund zu grob wird ist das Anrempeln besonders heftig.

    Sehr groß ist der Unterschied im Verhalten, wenn uns eine Gruppe Hunde entgegen kommt, besonders bei größeren Hunden. Da ist sie sehr zurückhaltend. Läuft gern einen Bogen und läuft manchmal ein paar Schritte hinterher.

    Ich habe auch das Gefühl, dass besonders die „schwächeren“ Besitzer gern angerempelt werden.

    Auch ist mir vermehrt aufgefallen, dass sie wenn der Spielpartner nicht mehr mitspielt zu den Besitzern rennt und die einmal anspringt oder sich gegen die Beine drückt.

    Ohne Artgenossen und keiner großen Ablenkung wie Wild ist unser Rückruf eine 1. Mit Artgenossen ohne Spiel würde ich uns auch mit einer 1 einschätzen. Mit Artgenossen im Spiel ist es tagesformabhängig und spielformabhängig (wenn sie in der Rolle des jagenden bei kleineren Hunden ist, passiert es, dass sie ins Herzen kommt, da versuche ich sie rechtzeitig rauszurufen, wenn ich zu spät bin, muss ich meisten einige Augenblicke warten bis sie ansprechbar ist, das klappt dann aber auch 90% der Fälle) aber im Durchschnitt wahrscheinlich eher ein 3.

    Meine Gegenmaßnahmen bisher sind in der Situation wütend nein rufen und sie aus dem Spiel holen (das aber nicht sehr konsequent). Was bisher aber eher wirkungslos war.

    Viele Grüße
    Lena

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