Was tun, wenn der eigene Hund nicht mehr hört, sobald andere Hunde anwesend sind?

  
Nancy0 schrieb am 08.05.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Eine meiner Hündinnen, fast 3 Jahre, zieht und ist völlig unruhig, sobald andere mit Hund, mit uns Gassi gehen. Da wird auch jeder Hund der kommt 1-2 mal angebellt.
Gehen wir alleine (nur sie oder sie mit meinen anderen Hunden, alle 3 zusammen) ist alles kein Problem, ob an lockerer Leine, an anderen Hunden vorbei, ohne Leine, Begegnungen mit anderen Hunden im Freilauf, sind kein Problem. Sie hört, kein Ziehen, kein vorn Laufen, kein unruhiges Fiepen. Sie ist ansprechbar und hört.


Sobald aber andere mit uns gehen, ist bei ihr alles wie weg. Noch nie gehört. Locker Fuß laufen, geht nicht. Auch nicht wenn sie eine Schleppleine hat, ich wollte es nur mal sehen, wie sie dann läuft. Da läuft sie hektisch hin und her und versucht vor zu laufen, aber selbst ganz vorn kam sie nicht zur Ruhe (diente 1x nur zum Test um zu schauen, was sie macht) aber auch an der kurzen/normale Länge der Leine wird permanent gezogen, höchstens 2-5 min klappt es, dann geht es von vorne los und ist zum Teil sehr unruhig. Sie kann sich auch völlig rein steigern, dann wird die ganze Runde über zusätzlich gefiept. Da geht dann nichts mehr. An den anderen Hund und Person, die mit uns gehen, lass ich sie nichtmal ran, wenn wir das üben. Änderte aber leider auch nichts.
Ich weiß nicht weiter. Nur eine meiner Hündinnen macht das. Bisher half nichts, was ich ausprobierte.

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 10.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    durch die Anwesenheit der anderen Hunde scheint die Erregungslage Ihrer Hündin zu steigen, was oft dazu führt, dass Hunde es nicht schaffen, an lockerer Leine zu gehen.

    Um das zu verändern, können Sie an zwei Stellschrauben drehen:

    1. Schauen Sie, dass der Kontakt zu anderen Hunden nicht immer aus Toben und wildem Rennen besteht (falls das nicht sowieso so ist). Zusätzlich könnten Sie fördern, dass Sie mehr Ruheübungen in Anwesenheit anderer Hunde machen. Z.B. eine Deckenübung oder die Hunde bekommen in etwas Abstand zueinander eine Kaustange, einen gefüllten Kong oder eine Schleckmatte etc. So etwas senkt die Erregung.

    2. Üben Sie diese Dinge das an der lockeren Leine laufen gezielt, zuerst nur mit Ihrer Hündin und einem anderen Hund.
    Dazu üben Sie zunächst in so großer Distanz, dass Ihre Hündin es schafft, an lockerer Leine zu gehen.
    Die Übung "lockere Leine" kann auf viele Weisen aufgebaut werden, hier sehen Sie eine Variante: https://4pfoten-on-tour.de/laufen-an-lockerer-leine-trainingsaufbau/
    Üben Sie gerade nicht, weil Sie eine Zufallsbegegnung haben, weil Ihre Hündin müde ist oder oder oder, sollte es ein Unterscheidungsmerkmal geben, z.B. die Schleppleine am Geschirr.

    Zur Unterstützung lassen Sie auch gern eine(n) Trainer:in draufschauen.
    Qualifizierte (!) Hundetrainer:innen in Ihrer Nähe finden Sie unter https://www.trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche .
    Einige Kolleg:innen dürfen in der aktuellen Lage Einzeltraining anbieten.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg :)

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten
    www.ostseepfoten.com

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