Hündin dreht durch, wenn sie anderen Hund sieht

  
Rosafranzi schrieb am 13.12.2016   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Meine Schäferhündin ist eigentlich eine ganz liebe. Sie lebt mit uns ( Mann, Kind und ich) und mit zwei weiteren Hunden und zwei Katzen in einem Haushalt. Wenn ich mit ihr laufen gehe, an der Leine, dann klappt das soweit super, bis dann irgendwo ein anderer Hund ins Blickfeld von meiner Anni kommt. Sie zieht mich dann förmlich über die Straße, laut bellend und das Fell gestellt. Ich weiß mir keinen Rat, weil sie in dem Moment wirklich nichts um sich herum wahrnimmt. Ausser eben den Hund. Was kann ich tun? Ach und wenn wir mit allen drei Hunden raus gehen, dann hört sie auch kaum. Ausser wenn mein Mann den Ton erhebt. Bei mir funktioniert das leider nicht.
Liebe Grüße Franziska

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 13.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    gewinnen Sie das Vertrauen Ihres Hundes zurück:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.Brechen Sie einen Blickkontakt sofort ab!
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Partner: Hundewelt, siehe meine Artikel 1/2017
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt


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