Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Golden Doodle lieb, bellt, knurrt, tobt nur bei blonden großen Hunden

  Hessen
wolfskine schrieb am 09.04.2014   Hessen
Angaben zum Hund: Golden Doodle, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo, Momel, 4 Jahre alt hat ein sehr liebes Wesen, ist friedlich bei Kindern, unserem Kater, besucht auch eine Hundetagesstätte, verträgt sich mit Rüden und Hündinnen. Nur mit großen blonden Hunden ist es uns ein Rätsel. Wir haben 2 im Ort und wenn er einen nur von weitem sieht, bellt, grollt er, auch aus dem Auto heraus. An der Leine ist er dann kaum zu halten, wenn man einen blonden großen Hund, Retriever, z. B. trifft. Was hat das zu bedeuten? Wie können wir die Situation dann händeln, ohne dass er mich Leichtgewicht, samt Leine umreißt???? Er beißt aber keinen der blonden Hunde...Und läuft sonst prima bei Fuß. Danke für die Antwort.

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Antworten(6)

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 10.04.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    das kann eine negative Verknüpfung mit blonden Hunden sein. Oder er mag gerade diese beiden Hunde nicht. SIE sollten sich in diesen Situationen durchsetzen, indem SIE mit der Einstellung rangehen....ich will nicht das du diese Hunde anpöbelst...
    Schon wenn der Hund die anderen Hunde anschaut und körperlich steif wird sollten Sie streng NEIN sagen ( oder ein anderes Abbruchsignal) und zügig weitergehen. Sollte der Hund positiv reagieren und Sie anschauen sofort loben. Immer darauf achten, dass der Hund nicht mehr angespannt ist. Streng verbieten wenn er angespannt ist ( wenn er schon bellt ist es zu spät) und loben wenn er entspannt ist. Er soll lernen, das SIE es nicht dulden, dass er randaliert. Beim Nein immer streng und selbstbewusst rüber kommen.
    Viel Erfolg...

  • wolfskine
    wolfskine
    schrieb am 10.04.2014

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich glaube, dass es eine negative Verknüpfung ist, da er von einem der beiden Hunde als dieser noch Welpe war, angepöbelt wurde. Unser Hund ist eher ängstlich von Anfang an und nicht stabil in sich, reagiert sehr schnell auf Hektik, schimpfen, lautes Knallen usw. Da ich ganz unbedingt gegen Gewalt bin, habe ich hier noch eine Frage: Wie streng sollte das Nein sagen aussehen, ohne dass ich ihm in irgendeiner Form Gewalt antue, ihm schade, bzw. zu viel Angst einflöße. Was tue ich, wenn der Punkt drüber ist und er macht sich steif und bellt und zieht? Da er 45 Kg wiegt, lasse ich dann die Leine los, denn ich halte ihn eh nicht. Er steht auch im Auto aufrecht und legt los, wenn wir im Ort diese Hunde sehen bzw. er einen sieht. Dazu möchte ich sagen, dass das Beschriebene ganz selten vorkommt, er sonst ein so lieber toller Hund ist, sozial verträglich zu Kindern, und Hunden, unserem Kater, Menschen. Und er leise Töne und nonverbale Kommunikation versteht. Also er ist kein Pöbel.... Viele Grüße

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 11.04.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    auch ich bin ein Freund der nonverbalen Kommunikation und auch der leisen Töne ( denn Hunde können sehr gut hören) :-)
    Ich bin mir nicht sicher was SIE genau schon als Gewalt ansehen? Aber auch bei der Kindererziehung muss man diese manchmal stoppen und da ist ein konsequentes und auch strenges NEIN auch sinnvoll. Sie merken an der Reaktion des Hundes ob ein NEIN streng genug ist. Wenn er in dieser Situation, schon beim Schauen und Anspannen , sich ablenken läßt und Sie nur kurz anschaut sind Sie richtig. In diesem Moment sollten Sie ihn sofort mit Worten loben. Sollte er über diesen Punkt drüber sein, brauchen Sie nichts mehr machen, denn er wird Sie nicht mehr wahrnehmen. Das einzige ist dann schnell aus er Situation gehen. Auch im Auto streng sein. Und noch ein Tipp: gerade Angsthunde brauchen einen Menschen der den Hunden sagt wo es langgeht. An denen sie sich orientieren können. Und Angst ist eine Form der Unsicherheit mit der Sie sehr selbstbewusst umgehen sollten. In Situationen z.B. knallen zeigen Sie ihm das dieses knallen nicht schlimm ist seien Sie selbstsicher. Das überträgt sich auf den Hund und auch er wird sicherer. In diesen Situationen nur nicht trösten....das deutet er als Unsicherheit von Ihnen und wird noch ängstlicher. Ich lese das er beim schimpfen unsicher wird.....schimpfen Sie auch genau in der Situation in der er etwas nicht richtig macht? Weil wenn er etwas nicht richtig zuordnen kann, kann es auch eine Beschwichtigungsgeste sein die er zeigt.
    Und glauben Sie mir konsequenter und selbstbewusster Umgang mit dem Hund ist keine Gewalt sondern gibt dem Hund Sicherheit und er kann sich an uns orientieren und wird dadurch eher glücklicher. Ich hoffe, ich konnte Sie überzeugen, dass es keine Gewalt ist, wenn man mal etwas stenger ist. Denn ich habe es in Ihren Zeilen deutlich gelesen, dass SIe damit ein großes Problem haben.
    Weiter viel Erfolg mit Ihrem Momel!

  • wolfskine
    wolfskine
    schrieb am 11.04.2014

    Liebe Frau Heese,
    vielen Dank, mir hat Ihre ausführliche Antwort sehr weitergeholfen. Ich werde es genauso umsetzen. Danke auch, dass Sie auf meine Sorge bezüglich Gewalt eingegangen sind. Ich weiß nicht, ob ich hier kurz ein 2. Anliegen schildern kann, was sehr aktuell ist. Mein Mann geht abends im Dunkeln mit Momel ohne Leine um den Block hier. Eine Frau kommt von hinten und will meinen Mann überholen. Mein Mann bleibt stehen, nimmt Momel zu sich, lässt ihn sitzen, lobt ihn. Alles gut. Momel ist entspannt. Frau geht vorbei, ist ca. 20 m weiter entfernt, die Straße hoch, mein Mann hebt das Sitz auf, lobt ihn und sagt: "Geh bei Fuß". Wollte seinen Spaziergang fortsetzen. Momel und er gehen los. Plötzlich setzt Momel an, rennt zu der Frau hin, stellt sich bellend vor sie, Schwanz nach oben gestellt? Frau und mein Mann erschrecken sich? Was bedeutet das???? Denn die Situation hat er doch gut gelöst und alles war entspannt?

  • Elke Heese
    Elke Heese (Hundetrainer)
    schrieb am 12.04.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    schwierige Frage, wenn man die Situation nicht selber gesehen hat. Aber es könnte sein, dass Ihr Hund vielleicht doch nicht so entspannt war und Ihr Mann vielleicht eine Unsicherheit zeigte, die der Hund so deutete, das er dachte die Situation selber zu entscheiden und die Frau nochmal zurecht zu weisen. Da sollte man aufpassen, das der Hund nicht die Entscheidungen trifft, sondern der Mensch. Und ein Hund glaubt uns das nur, wenn wir sehr selbstsicher und selbstbewusst durch die Welt gehen. Und dem Hund sagen, wo es langgeht. Allerdings sollten Befehle die man gibt auch konsequent durchgesetzt werden. Also auch immer wieder einfordern, auch wenn der Hund diese selber auflöst.
    Wie gesagt, ich kann nur spekulieren, da ich nicht weiß wie Ihr Mann in diesen Situationen reagiert.

  • wolfskine
    wolfskine
    schrieb am 12.04.2014

    Danke, ich glaube, dass Sie da schon richtig liegen. Vielleicht war mein Mann auch nicht voll konzentriert.
    Vielen Dank, es hilft mir weiter. Ein schönes Wochenende.
    Viele Grüße
    Runa Hanus

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