Was tun, wenn Hund nach Unfall Angst vor Autos an der Straße hat?

  
michael_b. schrieb am 08.01.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage


Hallo,
meine Frau ist heute beim Gassi gehen bei einer Kreuzung vom Auto angefahren worden. Sie hatte grün und die Autofahrerin hat sie und unseren Welpen nicht gesehen. Unser Welpe ist 6 Monate alt und ein Schäferhund, vor dem Unfall hatte er keine Angst, ist schon im Auto gefahren. Beim Unfall hat er sich aus dem Geschirr gezogen (die Verbindung hat er zerrissen) und ist den ganzen weiten weg zurück nach Hause gelaufen (ca. 3km und musste über Straßen alleine gehen dabei. Die Polizei hat ihn gesucht und er war bei uns vor dem Hauseingang. Ich bin dann ca. 2 Stunden danach Gassi gegangen. Ein ganz anderer Hund wie davor. An der Straße hatte er Angst diese zu queren und er zieht um noch schnell da weg zu kommen. Das alles hat er davor nie gemacht. Er hat durch diesen Unfall ein richtiges Trauma. Auch wenn Autos vorbei fahren zuckt er richtig. Was kann ich jetzt machen, damit er wieder der alte wird? Wir haben schon sehr viel erfahren, weil es ist nicht der erste Welpe, aber so eine Situation hatten wir noch nicht.


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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 10.01.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Michael,

    es tut mir sehr leid zu lesen, dass Sie mit Ihrem noch so jungen Vierbeiner diesen Unfall hatten.

    Das sinnvollste in einer solchen Situation ist für alle beteiligten Zweibeiner und Vierbeiner, wenn nun zunächst etwas Ruhe ins Leben einkehrt und vorerst niemand mit übermäßig stressigen Situationen konfrontiert wird.

    Konkret bedeutet das: Suchen Sie zunächst Spazierwege aus, die so weit weg vom Verkehr (von Gerüchen, Geräuschen & Bewegungen von Fahrzeugen) sind, dass Ihr Hund vollkommen entspannt bleiben kann.

    Nach und nach können die Spazierwege in kleinsten Schritten wieder näher am Verkehr stattfinden. Der Abstand muss dabei so gewählt werden, dass Ihr Hund weiterhin ganz entspannt bleiben kann.

    Der lerntheoretische Hintergrund, den man hierbei nutzt, ist die so genannte Desensibilisierung.

    In manchen Fällen ist es sehr hilfreich, sich für die ersten Tage an einen verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarzt zwecks Unterstützung bspw. beim Herausfinden der richtigen Distanz zu Verkehr oder hinsichtlich möglicher weiterer Bausteine für eine erfolgreiche Problemlösung zu wenden. Bitte lassen Sie es mich wissen, wenn ich Ihnen hierzu einen Ansprechpartner vor Ort nennen soll.

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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