Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund hat Stress bei höheren Geschwindigkeiten

  Berlin
dobilein2008 schrieb am 26.07.2015   Berlin
Angaben zum Hund: Biewer Yorkshire Terrier, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Wir haben einen Biewer Yorkshire Terrier, 11 Monate. Er ist zu uns gekommen, als er 7 Monate alt war. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde er wie ein "Kuscheltier" gehalten, mit Welpenklo und fast keinen Auslauf.
Er kannte kein Auto, hat sich aber schnell an die Einkaufs-, Ausflugsfahrten gewöhnt in seiner nach oben offenen Box auf der Rückbank.
Nun haben wir zwei Kurzurlaube hinter uns und mußten feststellen, dass er , sobald wir auf der Autobahn sind und schnell fahren, sehr hechelt, extrem unruhig ist und aus jedem Fenster schauen will. Er läßt sich nicht beruhigen, fängt auch an zu fiepen und bellen und ist nur mit "starker Hand" am Platz zu halten. Versuche, ihn dann im Fußraum zu befördern, scheiterten.
Sobald wir im Stau stehen oder wieder in eine Ortschaft kommen und "langsam" fahren, beruhigt er sich und entspannt sich.
Die vorhandene Transportbox wollten wir nicht ausprobieren, da er darin bisher nur 2x gesessen hat ( Abholung vom Züchter und Transport zu uns).













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Antworten(1)

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 27.07.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Ja schön dass Sie schon eine geschlossene Transportbox haben.
    Wichtig ist der Aufbau der Gewöhnung an die Box. Sie räumen zuerst alle Körbchen und Decken in der Wohnung weg. In der Box liegt dafür eine gemütliche, weiche Decke. Nach dem Spielen oder Spazierengehen wird der Hund in die Box gelockt und dort mit einem Kauknochen belohnt. Sie achten darauf, dass der Kauknochen aber nur dort gefressen wird. Will sich der Hund damit aus dem Staub machen und an einem anderen Ort fressen, nehmen sie ihm den Knochen wieder weg.
    Legen Sie etwas Leckeres, wie z.B. getrockneten Pansen in die Box und schließen Sie die Tür. Der Hund bleibt draußen und hat nun das Bedürfnis hinein zu gelangen. Nach 2 – 3 Minuten machen Sie die Tür auf und lassen den Hund in die Box. Nun kann er den Pansen fressen, allerdings auch nur dort. Bei allen Aktivitäten bleibt die Box noch geöffnet.
    Das Futter des Hundes wird für die nächste Zeit nur in der Box des Hundes verfüttert. Entweder stellen Sie den Napf hinein oder – besser- Sie füttern ihn aus der Hand während er in der Box ist.
    Ist der Hund in der Box, wird er gestreichelt und gelobt.
    Die Tür schließen Sie erstmalig, wenn der Hund allein hineingegangen ist. Fängt er jetzt an zu fiepen und zu jammern, ignorieren Sie das. Warten Sie bis er mindestens 10 Sekunden ruhig ist. Dann öffnen Sie die Tür, ohne den Hund zu loben oder ihm anderweitig Aufmerksamkeit zu schenken.
    Wenn Sie ihn die ersten Male einsperren, achten Sie darauf, dass der Hund sich gelöst hat und er müde vom Spazieren oder Spielen ist. Der Hund darf auf keinen Fall zur Strafe in die Box eingesperrt werden!
    Der Standort der Box sollte sich in einem Bereich der Wohnung befinden, an dem wenig Frequenz herrscht. So kann der Hund wirklich zur Ruhe kommen.
    Wenn der Hund positiv an die Box gewöhnt ist, nehmen sie sie mit ins Auto. Der Hund rein, Box zu. Fahren Sie zunächst langsam und später steigern Sie die Geschwindigkeit. Achten Sie darauf ruhig zu fahren. Vermeiden Sie ruckartigs Fahren. Die Box sollten Sie Sie auf dem Rücksitz am Rand fixieren. Viel Erfolg

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