Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Welpe 12 Wochen knurrt meinen sohn an

  Bremen
Tinka neu schrieb am 20.11.2017   Bremen
Angaben zum Hund: Dobermannmix, weiblich, nicht kastriert, Alter 2-5 Monate

Guten morgen. Wir haben seit 3tagen einen welpen. Wie sind eine 5 köpfige familie und alle liebt sie wenn auch nei den mädels etwas vorsichtig. Aber wenn mein sohn 4 jahre die treppe runter kommt knurrt sie sucht schutz bei mir und bellt. Versuche die beiden mit leckerchen zu bestechen also immer wenn er runter kommt gibt er ihr ein leckerchen. Was kann ich machen das es besser wird? Unsere tinka ist ein dobermann mix und somit als welpe schon nicht mehr ganz so klein und ich hsbe angst das sie irgemdwann aus angst vor meinem sohn ihn irgendwann beißt.
Liebe grüße

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Antworten(2)

  • Cian Lösch
    Cian Lösch (Hundetrainer)
    schrieb am 20.11.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo Tinka neu,
    herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Welpen.

    Ihr Welpe sendet klare Signale, bitte respektieren Sie diese!
    Knurren gehört zum normalen und gesunden Ausdrucksverhalten eines Hundes, er zeigt damit, dass er sich in der Situation unwohl fühlt und erstmal auf Abstand gehen möchte.

    Schließlich ist Tinka erst einige Tage bei Ihnen und muss sich an die neue Familie gewöhnen. Hat Ihre Hündin früher bereits Erfahrungen mit kleinen Kindern gehabt? Wenn ja, welche? Auch das gilt es zu berücksichtigen.

    In jedem Fall ist es wichtig, dass Sie ihren Wunsch nach Distanz zu Ihrem Sohn respektieren. Erzwingen Sie nichts, auch nicht durch Leckerligabe! Und lassen Sie bitte nicht Ihren Sohn die Leckerlis geben!

    Um Ihnen gezieltere Tipps geben zu können benötige ich mehr Informationen darüber:
    Warum befindet sich Ihre Hündin häufig direkt unter der Treppe?
    Hat sie vielleicht ihren Liegeplatz in der Nähe?
    Hatte Ihre Hündin schonmal Kontakt mit kleinen Kindern?
    Wie verhält sich Ihr kleiner Sohn in der Situation?
    Geht Ihr Sohn evtl. frontal auf Ihre Hündin zu und fühlt sich Ihre Hündin vielleicht dabei bedrängt?

    Hunde empfinden ein frontales aufeinander Zugehen als Bedrohung. In der hündischen Kommunikation begegnet man einander immer von der Seite.

    Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass kleine Kinder können die Signale eines Hundes noch nicht lesen können, wodurch es zu Missverständnissen in der Kommunikaton kommen kann.
    Daher müssen Kinder frühzeitig einen respektvollen und sicheren Umgang mit dem Hund erlernen, dann haben beide die besten Voraussetzungen später ein gutes Team bilden.

    Beide brauchen aber auch ihren eigenen Bereich, wo der jeweils andere keinen unkontrollierten Zugang hat (Hundebereich mit Korb etc./Kinderzimmer).
    Denn auch für den kinderliebsten Hund kann das Verhalten eines Kindes stressauslösend sein, wenn um ihn herum laut getobt, geschrien oder wild gespielt wird und er sich dem nicht entziehen kann.

    Beschäftigen Sie sich mit der Hundesprache bzw. dem Ausdrucksverhalten von Hunden und seinen Bedürfnissen. Ihre eigene innere Haltung spielt auch eine große Rolle. Ein entspannter, ruhiger und souveräner Umgang mit Tinka und Ihrem Sohn ist gefragt. Dann kann Ihre Hündin gut in ihr neues familiäres Umfeld hineinwachsen.

    Zu dem Thema kann ich Ihnen auch dieses Buch empfehlen:
    »Hund und Kind« ISBN: 978-3833817137

    Gerade am Anfang ist es empfehlenswert sich Unterstützung von einem guten Hundetrainer vor Ort zu holen.

    Gerne stehe ich Ihnen hier im Forum mit meinem Rat zur Seite und freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

    Viele Grüße,
    Cian Lösch
    www.zendogstraining.jimdo.com


  • Cian Lösch
    Cian Lösch (Hundetrainer)
    schrieb am 20.11.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    P.S. Ich habe mir noch ein paar grundsätzliche Gedanken über Ihre Situation gemacht.
    Ist Ihnen bewusst, dass Welpen- und Hundeerziehung zeitintensiv ist und gerade am Anfang täglich ca. 4 h allein für den Hund aufgewendet werden müssen (Gassi, Erziehung, Spielen, Stubenreinheit, Schmusen, nächtliches Aufstehen, ...).
    Da Sie bereits drei Kinder haben, könnte es zu einer Überforderung kommen. Daher sollten Sie ein mögliches Scheitern einkalkulieren.

    Dennoch, wenn Sie sich der Größe der Aufgabe bewusst sind, kann Ihr Hund zu einer wertvollen Bereicherung Ihrer Familie werden.
    Wenn alle an einem Strang ziehen, dann sind die besten Voraussetzungen für ein glückliches Familienleben mit Hund geschaffen.

    Viele Grüße,
    Cian Lösch

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