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Unser Hund hat panische Angst vor meinem Lebensgefährten. Was kann ich tun?

nicole schrieb am 22.01.2013
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Machen Sie Angaben zu Ihrem Hund:

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Rasse: Berner-Sennen-Schäferhund-Mix

Geschlecht: männlich

Alter: 2

kastriert: ja



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Wir haben unseren Hund jetzt knapp 1 Jahr und er zeigt in der Wohnung und auf dem Grundstück seit dem er bei uns ist panische Angstzustände, wenn mein Lebensgefährte sich ihm nähert oder anspricht. Er zieht die Rute ein und rennt panisch weg, eine angelehnte Tür fliegt auf. Hindernisse werden umgerannt.

Das geht sogar soweit, dass er unter sich macht.

Ich muss aber sagen, dass sein Verhalten die ersten paar Wochen extremer war als heute. Damals haben wir unseren Hund einen ganzen Tag nicht gesehen, wenn er in Panik verfallen ist. Doch seit einen halben Jahr ist keine Veränderung mehr zu spüren.

Mein Lebensgefährte kann den Hund auch nur am morgen anleinen, nachmittags und abends geht es nicht.

Draußen, fern ab des Grundstücks, ist er völlig anders, geht zum Herrchen wenn man ihn ruft, nimmt Leckerlie und lässt sich streicheln (aber nur kurz) und zeigt, dass er spielen möchte.

Zur Vorgeschichte kann ich nur sagen, dass er bei einer Hobbyzüchterin aufgewachsen ist, danach in eine Familie kam, wobei er dort den ganzen Tag draußen war und vor uns bei einem Mann war, bei dem der Hund aus Panik 4 mal weggelaufen ist. Dann lebte er eine Weile im Tierheim und kam schließlich zu uns.

Zu mir hat er ein super Vertrauen aufgebaut, ich kann mit ihm alles machen, im Haus und auch auf dem Grundstück.

Bei fremden Männern ist sein Verhalten nicht so panisch, im Gegenteil, er geht zu ihnen und lässt sich streicheln.

Mein Lebensgefährte ist völlig verzweifelt und ich auch, da ich echt am Ende bin und nicht mehr weiter weiß.

Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann.

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Antworten(1)

  • Hundetrainer_Hannover
    Hundetrainer_Hannover
    schrieb am 22.01.2013

    Hallo Nicole,


    deine beschriebene Situation ist weder für deinen Hund noch für deinen Lebensgefährten entspannend. Dein Hund tut mir wirklich mehr als leid! Denn bis ein Hund unter sich macht, gehört einiges zu. Der Mann wo dein Hund vorher war und 4 Mal weggelaufen ist oder der Partner der Hobbyzüchterin sieht wahrscheinlich optisch genauso aus wie dein Lebenspartner. Zumindest vom typ her.. Höchst wahrscheinlich wurde dein Hund vorher von diesen misshandelt. Da du schreibst, dass dein Hund sonst zu anderen Männern geht, ist das die einzige Erklärung..


    Das Tierheim hat deinem Hund wahrscheinlich auch noch den Rest gegeben. Die Psyche hat anscheinend mehr als gelitten.


    Bei einem Hund, der etwas schlechtes erfahren hat, brauch man ganz viel Geduld und Zeit um sein Vertrauen wieder zu erlangen. Ich bin ehrlich zu dir, du solltest wirklich einen Profi zu dir rufen. Achte dabei bitte darauf, dass du einen ZERTIFIZIERTEN Hundeverhaltenstherapeuten oder Hundetrainer rufst der unbedingt gewaltfrei arbeitet. Der Profi wird die Körpersprache deines Hundes anders deuten als ihr das tut (einzelne Handlungen). Wenn ihr es unbedingt erst einmal alleine versuchen wollt, dann würde ich euren Hund nicht per Napf, sondern ausschließlich nur noch von der Hand füttern. Wiegt dazu sein Futter ab. Dann ist dein Lebensgefährte gefragt. Er sollte deinen Hund immer dann füttern und somit loben, wenn sein Verhalten gewünscht ist. Euer Hund sollte definitiv nicht gefüttert werden, während er Angst hat. Ihr könnt hierbei wirklich viel falsch machen, indem ihr ihn falsch belohnt, deshalb noch einmal mein Tipp: Bitte ruft einen Profi!


    Viel Erfolg!


    LG

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