Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie nehme ich die Angst /Unsicherheit gegenüber fast allem beim Gassigehen ?

  
lars-hattasch schrieb am 05.12.2012   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Machen Sie Angaben zu Ihrem Hund:
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Rasse: Labrador
Geschlecht: Rüde
Alter: 3
kastriert: nein

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Hallo,wir haben seit 2 Wochen einen 3jährigen Labrador.Seitdem er bei uns ist,fällt auf,dass er Angst/Unsicherheiten gegenüber allen möglichen hat.Er zieht die Rute unter dem Bauch und versucht auch oft zu fliehen.Dabei fällt auf,dass auch Dinge dabei sind,die er den Tag zuvor ganz souverän gemeistert hat, den nãchsten Tag schon wieder Flucht auslöst (z.B.Buswartehäuschen) Wir sind uns schon bewusst,dass die Eingewöhnung noch sehr lange dauert,aber wir sind unsicher,was wir bei diesen "Anfällen" tun sollen. (Gut zureden?,Ignorieren?,Flucht unterstützen?) Man muss auch dazusagen,dass er vorher in dörflicher Gegend gewohnt hat und jetzt mit uns in der Stadt. Unsere Angst ist eben,dass wir durch unser vielleicht falsches Verhalten, die Angst bestärken,anstatt zu nehmen. Über gute Tipps würden wir uns sehr freuen.
Liebe Grüße

Familie Hattasch

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Antworten(1)

  • Hundetrainer_Hannover
    Hundetrainer_Hannover
    schrieb am 06.12.2012

    Hallo Lars,


    du hast dein Problem wirklich gut geschildert, vielen Dank dafür!


    Wenn Hunde von ländlichen Gegenden in die Stadt ziehen müssen -egal ob mit neuem Besitzer oder den bisherigen- dann sind die meisten Hunde nicht mehr wieder zu erkennen. Sie haben Angst und verhalten sich so wie du es beschreibst. Deine Zeilen könnten quasi im Lehrbuch stehen :)


    Ganz wichtig dabei ist, dass ihr in dem Moment keines Falls mit ihm reden dürft. Ihr verstärkt sonst seine Angst! Auch streicheln oder oder die Flucht zu unterstützen ist völlig falsch! In diesen Momenten musst du als Halter ganz souverän sein. Es ist eine selbstverständliche Situation, indem du auch ganz selbstverständlich reagieren solltest. Du hältst die Leine kurz und gibst deinem Labrador ein knackiges Kommando wie z.B. Sitz. Dein Hund muss sich nunmal an diese Situationen gewöhnen, da hilft Mitleid leider nichts.


    Zu dem Bushäuschen: Geht öfter am Tag dort hin, lasst ihn dort "sitz" machen und geht dann wieder weiter. Er soll merken, dass das Warten an einem bestimmten Ort nicht immer ein für ihn negatives Erlebnis mit sich zieht. Desto öfter er an einem bestimmten Ort ist und desto öfter er die Situation meistert, desto schneller wird er sich daran gewöhnen. Ich will dir keinen Schrecken einjagen, aber man sagt, dass ein Hund die Situation min 4.000 mitgemacht haben muss, damit er diese vollständig verstanden und akzeptiert hat. Das sage ich dir, damit ihr wirklich die Situationen, die euch am Herzen liegen (wie z.B. das Busfahren) oft übt und damit ihr an euch selber nicht verzweifelt.


    LG 

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