Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie verliert Levi seine Angstaggressionen gegenüber anderen Hunden?

  Baden-Württemberg
TightropeWalker schrieb am 12.05.2016   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Mischlinge bis 44 cm, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Liebe/r Hundetrainer/in,
im Dezember 2015 habe ich Levi, einen rumänischen Straßenhund ohne Sozialisation, adoptiert. Er ist mein erster Hund und mittlerweile 10 Monate alt. Von Beginn an war er extrem verängstigt, insbesondere Menschen, Hunden und Geräuschen gegenüber. Leider hat er auf den Spaziergängen ein paar mal die Erfahrung gemacht, dass unangeleinte Hunde bellend auf ihn zugestürmt kamen - anfangs duckte er sich und versteckte sich hinter mir, während ich versuchte, den anderen Hund von ihm fernzuhalten und ihn gleichzeitig zu beruhigen, weil er total panisch wurde. Inzwischen hängt er sich kläffend und mit aufgestellter Bürste in die Leine, wenn er Hunde erblickt. Er ist dann wie im Wahn und lässt sich von mir nicht unterbrechen - weder mit Strenge noch mit beruhigenden Worten. Das macht er aber nur beim Spazierengehen, in der Hundeschule zeigt er überhaupt kein aggressives Verhalten. Wie kann ich ihm das Gefühl geben, dass ich ihn beschützen kann, damit er sein angstaggressives Verhalten ablegt?
Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe!
Liebe Grüße
Hannah Herz

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 12.05.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Frau Herz,
    wenn Sie versuchen, den Kleinen zu beruhigen oder gar schimpfen, erreichen Sie das Gegenteil. Sie reagieren auf die Angst und verstärken sie dadurch weil der Hund nicht versteh, was Sie meinen. Wie sollte er auch? Das Gefühl der Sicherheit geben Sie ihm, wenn Sie Sicherheit und Ruhe ausstrahlen. Wenn Sie den anderen Hund von Ihrem fernhalten, ist das sehr gut, allerdings nicht, wenn Sie Ihren Hund versuchen, zu beruhigen. Sie strahlen dann wahrscheinlich Stress pur aus. Er hängt sich kläffend in die Leine, will den anderen Hund vertreiben weil er das Gefühl hat, SIE und sich selbst beschützen zu müssen.
    Das Problem liegt wahrscheinlich, wie in den meisten Fällen, an der Leinenführigkeit. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und der Hund muss nicht regeln wenn z. B. ein anderer Hund kommt.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihren Hund nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von Ihrem Hund wohin ziehen, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. SIE führen und regeln alles, auch Richtung und Tempo. Wenn er zieht, bleiben sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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