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wie helfe ich einen ängstlichen hund, bei dem es ein beissvorfall gab?

tiziana schrieb am 30.03.2013
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Rasse: border collie
Geschlecht: Männlich
Alter: 4 jahre
kastriert: ja

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Hallo, ich habe ganz frisch eine Patenschaft im Tierheim übernommen für einen Border collie der allerdings verhaltensgestört ist. Er wurde im Tierheim abgegeben nachdem sein vorbesitzer ihn nicht gut behandelt hatte und daraufhin gebissen wurde. Er ist ein sehr ängstlicher Hund. Er hat zwar seit er im tierheim ist nicht gebissen, aber als ich seine vorgeschichte gehört habe, bin ich etwas erschrocken und hab angst bekommen. Wollte keinen Problemhund als patenhund. Aber ich möchte helfen und übernehme als Patin jetzt auch die Verantwortung. Wie wann ich sein vertrauen gewinnen? Wie nähere ich mich am besten an? Würde clickertraining helfen? Wie mache ich es, dass er nicht merkt dass ich ein bisschen Angst habe? Er hat schließlich seinen Vorbesitzer mitten ins gesicht bebissen.
Danke.

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 30.03.2013
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Tiziana,
     
    ich finde es toll, dass Du Zeit und Energie opferst und Dich um einen Hund im Tierheim kümmerst. Ebenfalls sehr gut finde ich, dass Du Dir solche Gedanken um den Hund machst und überlegst, wie Du sein Leben besser gestalten könntest. Bitte pass dennoch auf Dich auf - der Hund hat - wie Du schreibst - schon einen Menschen gebissen; je nachdem aus welcher Motivation heraus und in welcher Situation das geschah, muss man immer damit rechnen, dass so etwas sich wiederholt.
     
    Ich beantworte der Reihe nach einmal Deine Fragen. Wenn weitere Fragen aufkommen, dann kannst Du Dich gerne wieder melden.
     
    Das Vertrauen eines Hundes erhält man insbesondere, wenn man konsequent und vorhersagbar (d.h. keine plötzlichen extrem negativen oder auch positiven Ausbrüche) im Umgang mit dem Hund ist und Regeln für das gemeinsame Zusammenleben aufstellt, wobie man hier aber die Vorgeschichte und den Trainingsstand des Hundes berücksichtigen muss.
     
    Bei der Annäherung solltest Du freundlich und nicht bedrohlich mit dem Hund interagieren. Hier ist es schwer, Dir Tipps zu geben, denn was ein Hund als bedrohlich empfindet und was nicht, das hängt stark von seinem bisherigen Leben und den gemachten Lernerfahrungen ab. Am besten spiegelt Dir der Hund selbst dies wieder, d.h. wenn Du Dich bspw. mit dem Buch von Frauke Ohl (Körpersprache des Hundes) oder dem von Dorit Feddersen-Petersen (Ausdrucksverhalten beim Hund) ein wenig einliest, dann kannst Du erkennen, wie Du bei Deinem Gegenüber ankommst.
     
    Klickertraining ist letztlich nur ein Überbegriff für eine Trainingsmethode. Das angenehme daran ist, dass der Hund viel über positive Verstärkung lernt und man mit ein wenig Übung sehr effektiv - weil mit guten Timing - trainieren kann. Viel wichtiger als die Frage "Klicker ja oder nein" wäre die Frage: was möchtest Du trainieren (welches Verhalten) und wie ist Dein genauer Weg dahin (welche einzelnen Trainingsschritte würdest Du üben)?
     
    Wenn Du noch etwas Angst vor dem Hund hast, dann wäre es vielleicht hilfreich, fürs erste mit einem Maulkorb (Drahtgitter, aus Plastik oder Metall) zu arbeiten. Dies gewährt keine 100%ige Sicherheit, könnte aber dazu führen, dass Du etwas entspannter mit dem Hund umgehen kannst. Vielleicht hilft es auch, wenn Du Dir hier vorerst Hilfe bei einem verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarzt holst, der Euch für ein paar Trainingsstunden begleitet, Dir das Ausdrucksverhalten erklärt und den Hund insgesamt beurteilt.
     
    Viele Grüße,
    Stefanie Ott

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