Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

nicht sozialisiert & freilauf

  
Nadine-Duke schrieb am 16.02.2013   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo.
Habe eine nicht sozialisierte mischlings dame (dalmatiner mix) namens Tiffi aus dem tierheim. Geschätzt wird ihr alter auf 5-6jahre.
Sie ist zu anderen hunde sehr unsicher. Bellt und bei annäherrungen schnappt sie. Also wirklich keine erfahrung zu hunden gehabt :-(. Wilde hunde und spielende hunde sind ein no go für sie. Da ist es aus. Bei ruhigeren hunden bleibt sie freundlicher.

Jetzt wollte ich in eine hundeschule gehen um es zu ändern.
Die hundeschul trainerin meinte ich sollte daheim einfach ableinen und die hunde machen lassen.
Mein hund würde sich dran gewöhnen mit hunde umzugehen wenn beide freilauf haben.
Doch nur? wenn ich sie ableinen würde, würde es nicht gut ausgehen. Sie ist ja sozusagen aggressiv. Da bringt mir das gar nichts.
Hab dann sofort abgelehnt in die hundeschule zu gehen. Vorallem in diese.
Jetzt war ich in einer anderen. Sie meinte ich soll erst mal sie dran gewöhnen wie zb mit hunde gruppen wanderungen. Und den umgang mit der leine richtig üben. Das andere würde dann nach und nach trainert werden.

Wer hat recht? 1 oder 2?
Ich würde 2 sagen. Aber eure meinung zählt!

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 16.02.2013
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Nadine,
     
    ich kann Dich in Deiner Entscheidung unterstützen, und möchte Dir das sogar begründen:
     
    Wenn Deine Hündin anderen Hunden gegenüber aggressiv reagiert, dann zeigt sie dadurch, dass sie keinen Hundekontakt haben möchte. Sie möchte sogar vielmehr damit erreichen, dass andere Hunde Abstand halten oder sogar verschwinden.
     
    Oftmals steckt dahinter, dass ein Hund Angst vor seinen Artgenossen hat. Wenn Deine Hündin schlecht sozialisert wurde, dann kann das der Grund sein. Eine schlechte Sozialisation bedeutet ja, dass ein Hund in den sehr wichtigen ersten Wochen seines Lebens nur sehr wenige Erfahrungen gemacht hat. Für die Dinge, die er in dieser Zeit nicht kennengelernt hat, fehlt ihm ein Referenzsystem, und er wird sie erst einmal als bedrohlich / beängstigend einordnen. Und wenn ein Hund nun Angst vor etwas hat, dann kann es sein, dass er versucht zu flüchten - oder aber sein Gegenüber anzugreifen, damit das Gegenüber verschwindet.
     
    Wenn ein Hund nun diese wichtigen Erfahrungen nicht gemacht hat, dann kann man sicherlich versuchen, ihm ein wenig von seiner Angst zu nehmen. Hierzu ist es aber wichtig, sehr dosiert und in ganz kleinen Schritten vorzugehen.
     
    Ich würde Dir raten, anfangs nur mit einem oder zwei anderen Hunden spazieren zu gehen und dabei ggfs. einen größeren Abstand einzuhalten. Wichtig ist, dass Dein Hund dabei keine Stresszeichen zeigt. Wenn Du über diese Stressanzeichen mehr erfahren möchtest, dann schreib mir doch einfach eine Email (Adresse siehe auf meiner Homepage).
     
    Viele Grüße,
    Stefanie Ott

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