Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Mein neuer Hund hat null Respekt!!!

  Brandenburg
flottelotte schrieb am 08.10.2014   Brandenburg
Angaben zum Hund: Retromops, männlich, kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo mein Willy, ein Retromops 7 Monate alt, hat null Respekt.
Weder gegenüber dem Rüden meiner Mutter noch anderen Hunden und manchmal nicht mal uns Menschen gegenpüber.
Will man ihm etwas verbieten, motzt er rum und bellt uns an.
Verlassen wir die Wohnung, so jault und bellt er und zerstört vor Wut alles was er finden oder von Schränken, Regale, Tischen ect. klauen kann.
Er hat sogar schon die Tapete in der Küche von der Wand gerissen und unsere Küchenstühle angefressen.
Er springt unsere Tochter an (3 Jahre alt) und reißt sie zu Boden.
Außerdem ist er dermaßen verfressen, dass er das Essen sogar aus den Händen klaut, oder dem Hund meiner Mutter oder unseren Katzen aus dem Maul.
Er musste inzwischen auch kastriert werden, weil er frühreif war und überall in der Wohnung, bei Fremden und sogar an Menschen markiert hat.
Ich hatte schon vorher einen Rüden und davor einige Hündinnen, aber solche Chaoten waren nie dabei.
Er denkt echt er ist der König.
So langsam gehen mir auch die Kräfte aus, ich hab schon soviel versucht, aber nichts funktioniert.
Vielleicht können Sie mir ja ein paar Tipps geben, was ich noch machen kann....

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Antworten(7)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.10.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, Sie schreiben, er denkt, er ist der König. Kann es sein, dass Sie ihn auch so behandeln?
    Was genau haben Sie schon versucht?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer

  • flottelotte
    flottelotte
    schrieb am 08.10.2014

    Hallo zurück. ..zu Anfang vielleicht ein wenig verwöhnt weil er ein ängstlich war.
    Aber als er seine ersten Marotten an den Tag gelegt hat....so ungefähr 2 Wochen nach seinem Einzug da haben wir ihn konsequent das Futterklauen verboten haben in dem wir immer wieder NEIN gesagt und ihn weg geschoben haben. Das klappte zwischenzeitlich ganz gut. Das Dummheiten machen haben wir immer wieder verbal Bestraft mit PFUI....AUS und NEIN oder BÖSE aber es klappt nix.....wenn ich ihn dann in einem Raum separiere dann kratzt er Tür und Tapete kaputt oder baut sonst welchen Blödsinn :(

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.10.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Er ist jetzt in dem Alter, wo er seine Grenzen austestet. Alles Reden bringt da nichts, es bewirkt wahrscheinlich das Gegenteil, weil er Ihre Hilflosigkeit spürt. Wegsperren versteht er nicht, dann regt er sich auch nur noch mehr auf. Ich würde Ihnen raten, ihm eine Hausleine anzuziehen (ca. 1m lange Schnur) und jedesmal, wenn er sich danebenbenimmt, das Ende der Leine zu nehmen und ihn mit einem Kommando, z. b. geh an deinen Platz, an einen festen Platz bringen. Das dient nicht zur Bestrafung sondern dazu, dass er sich wieder beruhigt und ansprechbar wird. Er wird natürlich versuchen, den Platz zu verlassen, dann bringen Sie ihn ohne Kommentar wieder zurück. Da ist am Anfang Geduld gefragt, sind Sie einfach konsequenter als Ihr Hund. Er darf seinen Platz erst mit Ihrer Erlaubnis verlassen. Achten Sie darauf, dass Sie immer ruhig bleiben, aber setzen Sie sich durch.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer

  • flottelotte
    flottelotte
    schrieb am 08.10.2014

    Und wie kann ich ihm das bellen und jaulen abgewöhnen wenn wir das haus verlassen?
    Das mit der leine werde ich natürlich ausprobieren ;)
    Danke schonmal für den Tipp.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.10.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Vielleicht hat er nie richtig gerlernt, alleine zu bleiben. Das üben Sie am besten, indem Sie immer wieder tagsüber aus dem Raum gehen, die Tür schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder verlassen, Türe zu u.s.w., ca.10 Minuten lang. Wenn Sie merken, dass er sich entspannt, steigern Sie die Zeit draußen langsam. Sehr wichtig ist auch, dass das alles ohne Kommentar und ohne den Hund zu beachten verläuft. So lernt er, dass Sie gehen können wann immer Sie es wollen und er lernt, dass das was völlig normales ist.
    Es kann aber auch sein, das er nie gelernt hat, mit Frust umzugehen. Um ihn das zu lehren, nehmen Sie ein Lieblingsleckerchen in die Hand, und halten es ihm hin. Wenn er es nehmen will, schließen Sie die Hand. Er wird wahrscheinlich versuchen, an das Leckerchen zu kommen, bekommt es aber erst, wenn er ruhig und ansprechbar ist.

    Viel Erfog..
    Ellen Mayer.

  • flottelotte
    flottelotte
    schrieb am 09.10.2014

    Also zu Anfang blieb er ganz super alleine...ohne Kommentar ohne jaulen ohne bellen....das mitdem jaulen und bellen mmacht er erst seit 1 Woche....und die Dummheiten (Zerstörung der Wohnung ect.)macht er ja auch nur dann wenn er alleine ist bzw wenn er mit dem Hund meiner Mutter zusammen alleine in unserer Wohnung ist.
    Er ist (leider) muss ich schon fast sagen ein Frauchen-Hund.
    Er rennt mir ununterbrochen hinterher. ...so dass ich mich nirgends ohne ihn am Fuß in der Wohnung bewegen kann.....selbst wenn er schläft merkt er dass ich aufstehe und ist sofort hinterher.
    Er sucht auch ganz intensiv den Körperkontakt zu mir.
    Leider wurde er vom Züchter schlecht geprägt. ..hauste mit Elterntieren und Geschwistern in einer Gartenlaube und bekam alte Schuhe, Papier und Lumpen zum spielen und futter nur kurz reingeschmissen....egal was die kleinen racker angestellt hatten....

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 10.10.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo, genau das habe ich mir gedacht mit dem hinterherlaufen. Üben Sie deshalb wie ich oben beschrieben habe, damit er lernt, es auszuhalten, alleine zu sein und Sie nicht kontrollieren zu müssen.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer.

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