Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Extremes Revierverhalten im Haus!

  Niedersachsen
Awsomom44 schrieb am 19.06.2015   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Podenco-Mix, weiblich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

Mein Hund schlägt extrem an, wenn jemand klingelt oder klopft. Den Postboten "meldet" sie schon, wenn er noch 3 Häuser entfernt ist. Da bei uns die Postboten häufig wechseln, bringt ein Training, bzw Absprachen mit Denen nicht sehr viel. Besuch, den sie nicht kennt, "bewacht" sie. Sobald der Besuch sich bewegt, wird gebellt....besonders stark tritt dieses Verhalten bei fremden, oder ganz bestimmten Männern auf. Sie ist nicht aggressiv, gut verträglich mit anderen Hunden und auch ansonsten ein freundlicher Hund!

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Antworten(1)

  • Michaela Wolf
    Michaela Wolf (Hundetrainer)
    schrieb am 20.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    für Begrüßgungssituationen & Türklingeln raten ich zu einem Deckentraining: Der Hund lernt, auf Klingeln hin seinen Platz aufzusuchen und dort entspannt zu warten.
    Zunächst bauen Sie das Signal ohne Klingeln auf. Kann Ihr Hund entspannt auf Wortsignal auf seinem Platz bleiben, bitten Sie jemanden, an der Tür zu klingeln, der aber nicht reinkommt. Sobald es geklingelt hat, schicken Sie Ihren Hund mit Ihrem Hörzeichen auf seinen Platz. Belohnung nicht vergessen! Sie werden schnell merken, daß Sie Ihr Hörzeichen nicht mehr brauchen, sondern das Klingeln zum Auslöser für Auf- den-Platz gehen wird.
    Klappt auch das, gehen Sie zur Haustür, öffnen diese aber nicht. Usw. usf. - bis Ihr Hund auf seiner Decken bleibt, auch wenn Personen die Wohnung betreten.
    Kleinschrittigkeit ist hier wichtig - und immer gut belohnen, wenn der Hund richtiges Verhalten zeigt.

    Für Besuchersituationen schlage ich eine Desensibilisierung vor, in der kleinschrittig eine positive Gewöhnung an Personen im Haus aufgebaut und die negativen Emotionen abgebaut werden. Hierzu sollten Sie sich an einen versierten Trainer wenden, der Ihnen bei der Umsetzung behilflich ist.

    Ich würde das Verhalten eher als Angst einstufen, denn als Bewachen.

    Solange das Training noch läuft und das Verhalten nicht sicher sitzt, können Sie Ihrem Hund einen Entspannungsort anbieten - z.B. ein Zimmer mit Kindergitter, so daß der Hund zwar teilnehmen kann, aber niemand ihn stört oder bedrängt.

    Beste Grüße,
    Michaela Wolf

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