Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie läuft mein Hund ruhig an der Leine ohne dauerhaft zu bellen?

  Thüringen
Flori248 schrieb am 26.01.2017   Thüringen
Angaben zum Hund: Chihuahua, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo
Und zwar bellt mein Hund alles an was sich draußen bewegt. Menschen, hunde, ja sogar Mülltonnen. Wenn ich mich zu ihm herunterbeuge und versuche ihn zu beruhigen hört er mit der Zeit auf aber das ist bei einem Chihuahua auf Dauer ziemlich anstrengend. Was ich persönlich komisch finde ist das es nicht immer so ist. Manchmal ist er auch total ruhig nach 1-2 mal bellen und dann kommt nichts mehr. In der Wohnung ist er total verschmust und gibt keinen laut von sich. Was kann ich tun damit das spazieren gehen endlich entspannt wird? Vielleicht ist es auch noch wichtig zu sagen das es meistens so ist das er wenn er nah an Hunden ist sich relativ schnell wieder ein kriegt sobald er an ihnen geschnuppert hat und will dann spielen. Bei manchen Menschen will er sogar regelrecht hin gehen und läuft schwanzwedelnd auf die zu. Es ist alles ziemlich kompliziert deswegen freue ich mich schon auf eine Nachricht von Ihnen und hoffe sie bringt mich weiter.
Liebe Grüße Flori :)

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 30.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    je nachdem, was die Ursache für das Verhalten ist (Unsicherheit/Frust etc.) ist eine systematische Desensibilisierung gepaart mit dem Aufbau eines Alternativverhaltens sinnvoll.

    Dazu stellen Sie sich eine Trainingssituation (befreundete Hundebesitzer, Menschen etc.)
    Sie beginnen dann das Training in einer sehr großen Distanz zum Auslöser.
    Nimmt er den Auslöser wahr, aber zeigt noch kein schlechtes Verhalten, markern Sie das Verhalten (Clicker, Lobwort) und belohnen Ihren Hund (Futter, falls er es gern nimmt, auch gern hochwertig oder Spielzeug etc.). GLEICHZEITIG bauen Sie NOCH MEHR Distanz zum Auslöser auf, falls Ihr Hund das Verhalten aus Unsicherheit zeigen sollte. Ist es Frust, da er zum Hund hin möchte, um bspw. Kontakt aufzunehmen, dann ist die gleichzeitige Belohnung die Annäherung zum Auslöser.
    Wenn Ihr Hund verstanden hat, dass es eine Belohnung gibt, wenn er den Auslöser anguckt, können Sie kleinschrittig die Distanz zum Auslöser verkleinern.
    Achten Sie dabei auf die Körpersprache Ihres Hundes. Zeigt er doch wieder unerwünschtes Verhalten oder ist nicht ansprechbar etc., war der Schritt zu groß und Sie müssen wieder auf größeren Abstand gehen.
    Zusätzlich hilft ein Entspannungssignal (hier nachzulesen: http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/gastautor/dr_ute_blaschke_berthold/konditionierte_entspannung/konditionierung_der_entspannung.html)

    Ich empfehle Ihnen, das Training von einem Experten begleiten zu lassen. Unter http://www.hundeschulen.de/menschen-mit-hund/hundeschule-finden/hundeschulen-verzeichnis.html oder https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche finden Sie qualifizierte Hundetrainer und/oder Verhaltensberater, die mit Ihnen ein gezieltes Training durchführen können.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten

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