Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie kann ich das Anknurren fremder Personen und Hunde vermeiden?

Xabi schrieb am 01.03.2016
Angaben zum Hund: Sheltie, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo,
unser Sheltie-Rüde (6 Monate) knurrt andere Hunde und Menschen an. Ganz besonders an der Leine - zieht dabei auch immer in die Richtung (hier hauptsächlich Hunde). Ohne Leine rennt er mittlerweile auch zu fremden Menschen (auch ohne Hund) und baut sich vor diesen auf und knurrt/bellt. Logischerweise kann er deshalb kaum mit anderen Hunden spielen, da wir ihn einerseits für dieses Verhalten nicht belohnen wollen, und andererseits die anderen Menschen "Angst" vor unserem Hund haben.
Ich bin mir allerdings sicher, dass er nichts machen würde. Gegenüber anderen Menschen ist er sonst sehr schüchtern und ängstlich. Andere Hunde findet er, wenn sie sich denn mal beschnuppern können auch immer ganz in Ordnung.
Zuhause ist es auch ganz schlimm mit fremdem Besuch (z. B. Handwerker o. ä.). Hier knurrt er auch extrem.

Es hilft weder der Versuch ihn abzulenken (Leckerlis) noch ihn festzuhalten oder auf den Arm zu nehmen (knurren geht weiter). Auch schimpfen oder ähnliches hilft nicht.

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 03.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    weder schimpfen noch ablenken oder festhalten ersetzt eine souveräne Führung. Das ist es nämlich, was ein Hund braucht. Wenn Sie ihn auf den Arm nehmen, bestätigen Sie sein Verhalten. Führung heißt, Sie bestimmen die Richtung und das Tempo. Wenn der Hund, womöglich noch an straffer Leine, vor Ihnen geht, führt er und muss auch regeln. Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen. Wenn Sie den Hund führen statt umgekehrt, wird sich dieses Problem von alleine lösen.
    Auch zuhause sollten Sie die Führung übernehmen. Das heißt, dass der Hund Grenzen braucht. SIE bestimmen, nicht der Hund.
    Meistens bellen oder knurren Hunde so viel, wenn sie überfordert sind mit dem Führen eines "Rudels". Sie werden in diese Rolle gedrängt, indem niemand ihnen zeigt, was sie tun und lassen sollten. Geredet wird viel, aber wie soll so ein Hund das verstehen? Also ist er ununterbrochen im Stress und knurrt oder bellt. Was sonst soll er machen?
    Grenzen sind z. B., dass der Kleine nur mit Erlaubnis von Ihnen auf Sofa oder Bett darf. SIE bestimmen, wann gefüttert, gespielt und gestreichelt wird. Alles Aktionen gehen von Ihnen aus, Sie entscheiden. Dann muss der Hund nichts entscheiden und regeln und kann sich auf Sie verlassen. Er überlässt es Ihnen, Besucher zu regeln und kann entspannen.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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