Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Probleme Dobermann Welpe

  Saarland
Moe89 schrieb am 04.01.2018   Saarland
Angaben zum Hund: Dobermann, männlich, nicht kastriert, Alter 2-5 Monate

Hallo,

wir haben uns bewusst für einen Dobermann entschieden und uns auch ausgiebig mit dessen "Wesen" und Anforderungen beschäftigt. Wir wissen um die Rasse und den Charakter des Hundes. Seit 2 Wochen haben wir nun einen Welpen bei uns und sind einfach ratlos was wir im Bezug auf "beißen" tun können. Wir lasten den Welpen gut ( was im Welpenalter möglich ist) aus und gehen mind. 3x 15 Minuten mit Ihm Spazieren. Zuhause wird gespielt, meistens mit dem Ball, und geübt. Sitz, Platz, Pfötchen und Bleib klappen schon sehr gut. Leider hat der Welpe mindestens 2x am Tag seine "5-Minuten" und kommt aus dem beißen nichtmehr raus. Wir haben alles versucht; lautes Quietschen und gehen, Nackengriff, auf den Rücken drehen etc. ich muss zugeben, dass ich eventuell etwas hart mit Ihm umgegangen bin ( keine Schläge) und mache mir deswegen Sorgen, ihn in die falsche Richtung zu lenken. Der Hund jault im Auto, beim Spazieren gehen und wenn er in seiner Box bleiben muss ( das wird aber bestimmt das Unbekannte sein). Jedenfalls suchen wir Rat, was wir tun können um solch einem sensiblen Charakter nicht zu schädigen. Bis jetzt hat es nur geholfen die Hände mit Essig einzureiben ( was verdammt weh tut, da sie total zerkratzt sind :) ). Wir hoffen, Sie können uns ienen Tipp geben.

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Antworten(7)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 05.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    der Kleine ist noch ein Baby und muss noch nicht in dem Sinne ausgelastet werden. Er kann dann sehr schnell überfordert werden, gerade diese Rasse wird dann schnell übernervös.
    Bitte wenden Sie nicht den Nackengriff an. Das tun Hunde nur bei ihrer Beute, es kann beim Welpen Angst auslösen.
    Auch auf den Rücken drehen sollte man einen Hund nie, schon gar nicht einen Welpen. Hunde werfen sich, um sich zu unterwerfen, auf den Rücken. Das machen sie freiwillig. Sie dazu zu zwingen, kann sie aggressiv machen.
    Alle Welpen beißen, weil sie noch nichts von der Beißhemmung wissen. Das bringen Eltern und Geschwister den Kleinen bei. Ansonsten müssen wir das übernehmen.
    Normalerweise beißen die Kleinen beim Spiel oder wenn sie gestreichelt werden. Am besten zeigt man ihnen, dass das nicht erwünscht ist, indem man laut "AU" ruft und sofort mit dem Spiel aufhört, evtl. weg geht. Wenn das nicht hilft, legen Sie die Hand quer ins Mäulchen des Kleinen und halten sanft Zunge und Unterkiefer fest, bis es ihm unangenehm wird. Sehr wichtig ist, dass Sie es dem Kleinen NIE erlauben, zu beißen, also nicht einmal darf er, das andere Mal nicht.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Moe89
    Moe89
    schrieb am 05.01.2018

    Hallo Frau Mayer,

    vielen Dank für die Antwort. Ich habe mir insbesondere wegen des Nackengriffs und auf den Rücken drehen sorgen gemacht, deswegen die Frage. Wir werden dies ab sofort komplett einstellen. "Au" und weggehen bringt leider kein Erfolg, wenn müssen wir Ihn für ein paar Minuten in ein anderes Zimmer bringen damit er sich beruhigt. Ist es sinnvoll eine Wasserspritze ( Zerstäuber - kein harter Strahl) einzusetzen wenn er sich gar nicht beruhigt?

    Vielen Dank

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 05.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Bitte beschreiben Sie doch das weg gehen etwas genauer. Schimpfen Sie dabei? Was macht der Hund dann? Wie reagieren Sie danach? Sind jetzt ein paar vielleicht unverständliche Fragen aber Hunde reagieren immer auf unser Verhalten :-)

  • Moe89
    Moe89
    schrieb am 05.01.2018

    Hallo Frau Mayer,
    wir haben eigentlich kaum Probleme wenn er "normal" drauf ist. Ein "Stop" reicht dann meistens und es wird nicht weiter geknappt. Vorhin hatte er wieder seine "5-Minuten", wenn er dann zuschnappt gibt es ein "Stop", direkt dann knappt er wieder zu. Ich habe Ihren Tipp befolgt und die Hand quer zum Maul in den Mund gelegt - er beißt dann weiter auf der Hand herum wie auf einem Kauknochen. Ich stehe noch dem "Stop" auf und gehe, meistens knappt er dann in die Beine und lässt nicht los. Ich schicke Ihn dann vor die Tür oder in einen anderen Nebenraum. Nach 2-3 Minuten hole ich ihn wieder raus und ignoriere Ihn. Wenn ich merke, dass er wieder wild wird, führe ich Ihn meistens zum Spazieren aus oder versuche Ihn durch Ballspiele abzulenken.

    MfG und vielen Dank für Ihre Hilfe

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.01.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hmm, spielen oder spazieren gehen, wenn er so wild ist, könnte ihn auf den Gedanken bringen, dass er nur verrückt spielen muss und schon geht es Gassi oder man spielt mit ihm, also er wird belohnt. Der Dobermann ist ja ein sehr intelligenter Hund und gerade diese Hunde haben so etwas sehr schnell heraus gefunden.
    Wichtig bei allem, was Sie tun ist, es kommentarlos zu tun. Schimpfen, auch "Aus"; "Nein" und ähnliches, regt aufgeregte oder aufgedrehte Hunde nur noch mehr auf. Ihn vor die Tür zu schicken oder in einen anderen Raum, bis er sich beruhigt hat, ist gut. Sie können auch versuchen, einfach aufzustehen und ruhig stehen zu bleiben, ohne ihn weiter zu beachten. Oder Sie gehen selbst aus dem Raum. Bei all dem hat er nicht erreicht, was er wollte, nämlich Aufmerksamkeit.
    Wenn er auf Ihrer Hand herum kaut, ist es einfach nicht unangenehm genug. Es soll nicht richtig weh tun, aber es soll richtig unangenehm sein. Sie merken das, wenn er mit allen Mitteln versucht, die Hand raus zu bekommen.
    Wichtig bei allem ist, dass Sie es IMMER tun. Manche Hunde versuchen immer wieder auszutesten, deshalb ist es mit einem Versuch nicht getan. Manche Hunde sind dickköpfiger, dann muss man noch sturer sein.
    Gerne können Sie mich auch anrufen für weitere Fragen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Grace2018
    Grace2018
    schrieb am 14.09.2018

    Hallo Moe89,
    Wir haben seid zwei Wochen eine Doberfrau (Dobermann), Sie ist jetzt 3 Monate alt. Wir haben genau das gleiche Problem, so wie du es beschreibst.
    Wie hat sich die Situation bei euch entwickelt?
    Hast du deinen Hund das beißen abgewöhnen können? Was war der Schlüssel zum Erfolg?
    Gruß Grace2018

  • Moe89
    Moe89
    schrieb am 14.09.2018

    Hallo Grace,
    also es hat bei uns wirklich nichts gebracht Ihn zu ignorieren oder die Hand in den Mund zu stecken. Bei uns hat nur die 0 Tolleranz-Regel geholfen. So bald geknappt wurde , Spiel unterbrochen und ihn verbal komplett in die Schranken gewiesen und ab in die Box. Umso mehr wir uns aufgeregt haben desto mehr hatte er "Spaß" daran und hat es als Spiel gesehen. Wir mussten wirklich 2-3 Monate sehr streng sein! Kein raufen, kein Spielen ohne unser "Okay" und kein knappen. So bald er sich daneben benommen hat haben wir die oben genannten Steps durchgezogen. Wir haben auch gemerkt, dass er anfangs nicht auf uns bzw. mich fixiert war... man hat das ganz deutlich auf dem Hundeplatz gesehen. Er hat sich für alles interessiert nur nicht für mich und erst seitdem wir daran arbeiten ist es viel besser geworden. Bindung heißt hier das Zauberwort (zumindest für uns). Ich kann dir leider keine Lösung schreiben, die innerhalb von 3 Tagen wirkt. Ich kann dir nur sagen : MIR GING ES GENAUSO! Nicht die Nerven verlieren und ruhig und bestimmt auf die Situationen reagieren (auch wenn es schwer ist).... so bald die Phase vorbei ist, der Hund auf dich fixiert ist und seinen "Platz" kennt, ist die Rasse einfach weltklasse!

    Viele Grüße und weiterhin viel Durchhaltevermögen :)

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