Angstbeller Angstbeisser

Aggressivität
Hannah K. schrieb am 20.07.2014
Mein 7 jährige Cocker- Spaniel war immer freundlich und unterwürfig ist als Welpe auch sozialisiert worden. Jetzt hat sie so oft schon schlechte Erfahrungen gemacht und wurde gebissen. Seit zwei Jahren bellt sie Hunde an der Leine an. Sie wurde vor ein paar Wochen so doll gebissen das sie operiert werden musste. Für sie und mich ein schlimmes Erlebnis. Ich habe das Gefühl das sie jetzt zum Angst-beller und - beißer wird denn zweimal hat sie als erstes gebissen. Dazu kommt noch unser Umzug Im letzten September, seit dem schlägt sie ständig an. Das hat sie vorher nie gemacht. Was kann ich machen?
2 Antworten
Andrea Winter | Hundetrainer/in
schrieb am 21.07.2014
Es tut mir sehr leid, was Ihnen und Ihrem Hund passiert ist. Das ist immer für beide schwer zu verarbeiten. Hier ist jetzt Ruhe, Geduld und Sicherheit gefragt. Suchen Sie Hundebegegnungen erst mal aus deutlicher Entfernung, so dass Ihr Hund sicher sein kann, es passiert ihm nichts. Nehmen Sie ihn neben sich und loben Sie ruhiges Verhalten. Erst wenn das gut funktioniert, gehen ein Schrittchen näher. Ruhiges Schauen wird belohnt, alles andere ignoriert. Ggf. nehmen Sie Ihren Hund hinter sich, um ihm die Sicherheit zu geben, dass Sie die Situation regeln. Auch im Haus, wenn es ein reines "Anschlagen" ist, also ein kurzer Beller und dann Ruhe, loben Sie den Hund sehr kurz und zeigen ihm damit, dass Sie die Situation nun übernehmen. Bringen Sie Ihren Hund dazu auf seinen Platz und loben Sie dann nur noch ruhiges Verhalten. Im Zweifelsfall nehmen Sie ihn an die Leine und bringen ihn kommentarlos auf seinen Platz. Dort sollte dann Ruhe herrschen. Also loben Sie da auch nur ruhiges Verhalten. Es wird sicher eine Weile dauern, aber wenn Ihr Hund erkennt, dass Sie die Situationen im Griff haben, wird der sich beruhigen. Viel Geduld.
War diese Antwort hilfreich?
Andrea Winter | Hundetrainer/in
schrieb am 26.07.2014
Danke für Ihre Rückinfo. Es ist sicher schwierig. Versuchen Sie mal im ersten Schritt die Runden zu sehen, die gut geklappt haben - so wie die Fahrradrunde. Vielleicht haben Sie eine Möglichkeit, sich für eine Weile vor Ort einen Trainer zu Rate zu ziehen, der Ihnen - wenn er dabei ist und die Situationen einschätzen kann - die Ruhe und Sicherheit geben kann, die es braucht, um Ihrem Hund Ruhe zu geben. Es ist sicher so, dass Ihr Hund Ihre Unruhe und Probleme spürt, umso wichtiger, dass Sie die Momente in den Vordergrund stellen, wo Ihr Hund ruhiges Verhalten gezeigt hat. Es tut mir leid, dass ich Ihnen aus der Ferne nicht mehr raten kann. Nur noch eines, Sie wollen Ihrem Hund helfen und suchen Rat, das ist schon so viel, alles weitere wird noch klappen.
War diese Antwort hilfreich?