Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Aggresivität bei Verbot

  Rheinland-Pfalz
rpstfloh schrieb am 07.07.2014   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: Labrador Retriever, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo,
wir haben einen Labradorrüden, der jetzt 6 Monate alt ist. Er befolgt sehr gut alle Anweisungen und Befehle und ist auch sehr gelehrig. Leider aber gibt es einen Punkt, der bei uns selbst als erfahrene Hundebesitzer Fragen aufwirft, weil wir das bisher von unseren anderen Labradoren nicht kennen. Und zwar ist es so, das der Hund bei Verboten so reagiert, indem er knurrt, die Lefzen hochzieht und auch versucht, zu beißen, nicht sehr fest aber man spürt es schon. Wir weisen Ihnen dann sehr streng mit einem lauten "Nein" zurecht. Das hilft dann auch in manchen Fällen aber ab und zu macht er dann weiter und steigert sich dann in die Situation rein und macht einfach weiter. Dann haben wir es schon mit Ablenkung durch ein Spiel versucht und wenn alles nicht geholfen hat, mit einem kurzen Aussperren mit dem vorangegangenen Befehl "Nein". In beiden Fällen hat dies dann auch geholfen. Ich hoffe wir machen das so richtig oder gibt es noch einen anderen hilfreichen Tipp, den wir bei Auftreten dieses Verhaltens befolgen können.
Vielen Dank.

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Antworten(4)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 07.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, Ablenkung durch Spiel halte ich auf jeden Fall für falsch, weil er damit für sein Verhalten belohnt wird. Das Aussperren,denke ich, ist schon besser, allerdings würde ich es ohne Kommentar machen. Mir ist schon oft aufgefallen, dass das "Nein" überstrapaziert wird und irgendwann nur noch ein Hintergrundgeräusch für den Hund ist oder ihn irritiert.
    Allerdings ist es schwer, solches Verhalten und Ihre Reaktion darauf aus der Entfernung zu beurteilen. Deshalb empfehle ich Ihnen, wenn Sie nicht weiterkommen, einen Hundetrainer aus Ihrer Umgebung, der sich alles vor Ort ansehen und Ihnen sicher weiterhelfen kann.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer

  • Andrea Winter
    Andrea Winter (Hundetrainer)
    schrieb am 07.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, mit 6 Monaten ist Ihr Hund natürlicherweise in einem Alter, in dem man als Junghund mal so versucht, wie weit man gehen kann. Ich würde es nicht auf eine körperliche Konfrontation ankommen lassen. Machen Sie Ihren Standpunkt sehr klar, achten Sie aber darauf, dass es zu keinem Biss kommt. Hier hat sich eine Hausleine bewährt. Dies ist ein einfaches Stück Kordel (bitte unbedingt ohne Schlaufe), die am Halsband oder Geschirr (je nachdem was der Hund trägt) befestigt wird. Dies dient dazu, den Hund aus einer Situation heraus oder von etwas wegzuführen, ohne ihn selbst anfassen oder ansprechen zu müssen. Wenn Sie also in die Situation kommen, ihm etwas verbieten zu müssen, nehmen Sie kommentarlos die Hausleine und bringen Ihren Hund aus der Situation heraus z.B. auf seine Decke. Eine Ablenkung durch en Spiel oder Futter ist hier nicht förderlich, da es sein kann, dass der Hund das als Belohnung seines Verhaltens deuten könnte.
    Wichtig ist aber, bleiben Sie ruhig, aber bestimmt und zeigen Sie Ihrem Hund dadurch, dass Sie alles im Griff haben. Vielleicht schilder Sie mir auch nochmal, in welchen speziellen Situationen Ihr Hund das macht, dann könnte man noch genauer darauf eingehen.
    Grundsätzlich ist es aber nicht schlecht, ggf. einmal mit einem Trainer vor Ort zu sprechen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Geduld.

  • rpstfloh
    rpstfloh
    schrieb am 09.07.2014

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Die spezielle Situation ist z. B., wenn der Hund mit unserem Zweithund, auch ein Labrador (9 Jahre, Rüde) spielt, das Spiel dann zu heftig wird. In dem Fall weisen wir den Junghund zurecht. Dann kommt es zu den genannten Reaktionen. Mit heftig meine ich, daß der Junghund den älteren Hund doch schon recht heftig zwickt, so das dieser dann jault, sich aber nicht richtig wehrt.
    Vielen Dank.

  • Andrea Winter
    Andrea Winter (Hundetrainer)
    schrieb am 09.07.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Danke für die weitere Information. Das würde für mich noch mehr die Hausleine rechtfertigen, so dass der Hund lernt, dass er Konsequenzen erhält, wenn er zu grob wird. Bleiben Sie konsequent und geduldig

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