Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Unser Golden Retriever knurrt unsere 6jährige Tochter an?

  
tanja schrieb am 10.12.2011   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo, unser Murphy ist jetzt 19 Monate alt. Leider haben wir mit ihm immer wieder in Abständen, dass er in folgenden Situationen unsere 6jährige Tochter anknurrt. z.B. er liegt auf dem Boden (schläft aber nicht), sie geht hin u. möchte ihn streicheln. Erst ist es ok, dann fängt er an zu knurren, woran kann das liegen? Ausserdem ist uns aufgefallen, dass er Jungs in ihrem Alter gar nicht mag, bellen und knurren??? Wie kann man daran was ändern?

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Antworten(3)

  • Gabizerull
    Gabizerull
    schrieb am 12.12.2011

    Hallo Tanja,


    eure 6-jährige Tochter hat keinerlei Rudelstatus....den kann sie erst mit ca. 12 Jahren erhalten, sondern sie steht unter eurem Schutz als Oberhaupt.


    Gebt dem Hund eine Rückzugsmöglichkeit, z.B. sein Körbchen- dort darf ihn kein Kind oder erwachsene Besucher streicheln.


    Ich gehe davon aus, das Murphy vor dem knurren schon Zeichen zeigt, das ihm diese Situation unangenehm ist, nur sie nicht gesehen werden....dann ist knurren der letzte Ausweg vorm zuschnappen !


    Hier ein Beispiel:


    Eure Tochter umarmt ihn (für viele Hunde unangenehm) und er dreht den Kopf weg oder leckt sich über die Schnauze oder gähnt oder blinzelt mit den Augen....alles Beschwichtigungssignale des Hundes, nach dem Motto ich will dir nichts tun, aber lass es bitte.


    Das gleiche kann er zeigen, wenn eure Tochter ihn über den Kopf streichelt (unter Hunden eine Dominanzgeste), frontal auf ihn zugeht (ebenfalls Dominanz) oder von hinten kommt und er sie gar nicht wahr genommen hat.


    Zeigt Murphy das ihr seine Signale erkennt und erklärt eurer Tochter warum es schöner ist, wenn sie sich anders verhält (im Bogen auf den Hund zu gehen, sich bemerkbar machen/reden, den Hund seitlich streicheln oder unter der Schnauze).


    Sollte er knurren, bekommt er ein klares "nein" von euch und er wird mit freundlicher Stimme  zu seinem Rückzugsort gebracht.


    Das gleiche was für eure Tochter gilt, ist auch für alle anderen Kinder die Richtschnur.


    Unter der Vorraussetzung das die Kinder keine Angst vorm Hund haben hat sich auch folgendes bewährt:


    Das Kind/Kinder kommt/kommen rein, bleiben stehen und der Hund darf erst einmal an ihnen schnuppern (Hundegerecht kennen lernen), die Kinder gucken ihn dabei nicht an.....dann geben sie ihm ein Leckerli- also Kinder mit was schönem verbinden....keine Gefahr für den Hund.


    Ich hoffe ich konnte euch helfen


    Gruß Gabi

  • tanjare
    tanjare
    schrieb am 13.12.2011

    Hallo Gabi,


    vielen Dank für die Antwort. Wir werden den Rat beherzigen und unserer Tochter nochmal deutlich klar machen, wie sie sich und andere Kinder verhalten soll. Aber ein Anliegen haben wir noch auf dem Herzen: Man kann mit Murphy (fast)alles machen, Futter wegnehmen, er frißt aus der Hand, Spielzeug oder ähnliches gibt er mit Kommando AUS auch (fast) immer ab. Aber sobald er einen großen Kauknochen, Ochsenziemer oder Schweineohr hat (wir geben ihm solche Sachen deshalb sehr selten) dreht er ab. Er geht ein paar Schritte von uns weg, guckt auch schon ganz schief, legt sich ab und fängt an zu knabbern. Sobald man dann zu nah kommt, fängt er an zu knurren, er hat auch schon geschnappt. Eigentlich kann ich ihm das nur abnehmen, wenn ich ein super leckeres Stück Wurst zum Tausch hinhalte. Aber mit diesem Verhalten kommen wir gar nicht klar, weil er ansonsten ein Schaf ist... Wie kann man hier Abhilfe schaffen? Solche Sachen nur in der Hand behalten und ihn knabbern lassen? Sind um Ratschläge echt dankbar!


    Liebe Grüße Tanja 

  • Gabizerull
    Gabizerull
    schrieb am 14.12.2011

    Hallo Tanja,


    genau....die Teile fest halten und er darf knabbern, ab und zu weg nehmen und so tun, als wenn man selbst dran nagt. Er darf nur noch mal dran knabbern, wenn er geduldig wartet, ohne knurren etc.- tut er knurren, dann aufstehen und das Teil gut weglegen und den Hund dabei nicht beachten. Er soll lernen, das der Kauknochen euch gehört und ihr ihm aus reiner Freundlichkeit etwas ab gibt.


    Mit wuffigen Grüßen Gabi

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