Hein Hund knurrt und schnappt nach meinem Partner, was kann ich tun?

  
carmen_schneider schrieb am 31.05.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
ich habe eine 10 Jahre alte Chihuahua Dame zuhause. Seit knapp über einem Jahr habe ich einen neuen Partner, aber die beiden hassen sich. Sobald er den Raum betritt, knurrt sie und ab und zu versucht sie ihn auch zu beißen (was einmal sogar beim Finger nähen geendet hat). Wir waren schon in diversen Hundeschulen und haben alte Angewohnheiten abtrainiert bzw. neue angelernt. Auch die Schilddrüse wurde untersucht - ohne Befund. Ich bin langsam ziemlich ratlos... Sie wird jetzt auch bald noch kastriert (auch aus gesundheitlichen Gründen) und ich habe gehört, dass Hunde danach evtl. auch ruhiger werden? Aber was kann ich noch tun, wenn das alles nicht hilft? Es ist wirklich sehr belastend.

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Deine Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(5)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 31.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Carmen,
    welche Angewohnheiten haben Sie abtrainiert und welche neuen angelernt?
    Wie reagieren Sie auf das Knurren? Darf die Hündin unaufgefordert auf Sofa und Bett? Fordert sie z. B. Streicheleinheiten von Ihnen?

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • carmen_schneider
    carmen_schneider
    schrieb am 31.05.2021

    Hallo Ellen,
    Wir haben ihr das Bett und die Couch abtrainiert. Von allein kommt sie da auch nicht mehr rein. Wir haben ihr stattdessen Körbchen im Wohnzimmer und wahlweise im Schlafzimmer aufgestellt, welche sie auch ohne Probleme annimmt. Auch dass sie nicht mehr in Küchen darf hat sie gelernt.
    Ansonsten haben wir ihr endlich Mal Sitz beigebracht und auch beim Fressen trainieren wir sie, dass sie uns nicht beißt, wenn wir uns nähern. Aber da haben wir noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns.
    Streicheleinheiten fordert sie wenn dann nur von mir wenn ich von der Arbeit heim komme oder mein Partner nicht da ist. Wenn er da ist, bleibt sie im Körbchen liegen und beobachtet jeden seiner Schritte. Nur wenn er sich ab und zu auf den Boden setzt, dann kommt sie zu ihm, aber mit gesenktem Kopf und eingezogenem Schwanz.
    Wenn sie knurrt, dann Versuche ich sie mit einem etwas schärferen "aus" zu stoppen. Aber sinnlos... Mein Freund bleibt dann so lange in ihrer Nähe, bis sie aufgehört hat. Wenn es immer lauter wird, dann greift er mit 2 Fingern in ihren Nacken um sie zu unterwerfen. Aber selbst das klappt nicht mehr...
    LG
    Carmen

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 31.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Carmen,
    einen Hund zu unterwerfen macht keinen Sinn. Entweder er unterwirft sich von selbst weil er den Menschen als ranghöher anerkennt oder er tut es nicht. Ihm das aufzuzwingen bringt nichts. Er bekommt dann nur Angst.
    Wenn das AUS sowieso sinnlos ist würde ich es einfach lassen. Es ist meistens sinnlos, denn es wird überstrapaziert indem es bei allen Gelegenheiten benutzt wird und von den meisten Hunden deswegen nur noch als lästiges Hintergrundgeräusch empfunden wird. Normalerweise sollte es benutzt werden wenn der Hund etwas im Maul hat und AUS lassen soll.
    Dass die Kleine mit gesenktem Kopf und eingezogenem Schanz zu Ihrem Freund geht zeigt, dass sie Angst hat. Deshalb wäre es sicher sinnvoller, wenn er sie eine Zeit lang vollkommen ignoriert, sich nicht versucht, anzubiedern oder sie zu locken, aber auch nicht zu versuchen, die Kleine zu "unterwerfen".
    Wenn sie Streicheleinheiten fordert ist es gleich, ob ihr Partner dabei ist oder nicht. Grundsätzlich sollte man auf Forderungen eines Hundes, mit dem man Probleme, egal welcher Art, hat, nicht eingehen. SIE sollten bestimmen und fordern, nicht die Hündin. Schauen sie kommentarlos weg, gehen Sie weg wenn sie fordert. Sie können sie so oft streicheln wie Sie wollen. Aber eben wie SIE wollen.
    Manche Menschen meinen, dass der Hund nicht auf Couch oder Bett darf, obwohl sie das gerne hätten, wäre eine gute Erziehungsmaßnahme. Wenn SIE wollen, dass die Kleine z. B. mit Ihnen auf der Couch kuscheln darf, dann lassen Sie sie drauf. Der Unterschied ist, dass sie NUR drauf darf, wenn Sie sie dazu rufen.
    SIE bestimmen, NIE die Hündin.
    Was verkehrt läuft beim Füttern kann ich leider erst sagen wenn ich weiß, wie Sie das handhaben. Sehr hilfreich wäre, wenn sie mir über meine Website ein Video zukommen lassen würden.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • carmen_schneider
    carmen_schneider
    schrieb am 31.05.2021

    Hallo Ellen,
    Wir werden dann Mal weiter probieren indem er sie ignoriert. Evtl kommt sie dann auch Mal runter.
    Beim Essen geht es primär darum, dass wir uns nähern können bzw ihr irgendwann auch was "wegnehmen" können, wenn sie was verbotenes isst. Das machen wir aber noch nach Rücksprache.
    Primär ist uns das Verhalten zu meinem Partner wichtig. Wir werden jetzt Ihre Tipps Mal versuchen :)
    Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüßen
    Carmen Schneider

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 31.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Wie sieht diese Rücksprache aus?

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deiner Erziehungsfrage?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Unser Dackel hat uns attackiert, wie gehen wir jetzt damit um?

Guten Tag,
als wir gestern unserem Dackel die Augen etwas

... mehr

Was tun, wenn ich keine Impulskontrolle bekomme und mein Hund territoriale Aggressionen hat?

Meine fast 2 1/2 jährige Altdeutsche Schäferhündin ist super lieb

... mehr