Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Bellen in gegenwart anderer menschen

  Hessen
Onceiwaselevenyearsold schrieb am 26.12.2017   Hessen
Angaben zum Hund: Chinesischer Schopfhund, männlich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo!
Mein ruede neigt leider dazu menschen zu verbellen..heute war eine besonders ueberfordernde situation.. Undzwar ging ich mit meinem ruede gassi, er bellte auf ein paerchen, ich blieb stehen um die leute vorbei zu lassen, die beiden blieben aber stehen, redeten lange auf meinen rueden ein, worauf hin er noch mehr bellte. Der mann hob sogar seine hand um zu streicheln( ich wurde nicht nach erlaubnis gefragt) und mein ruede schreckte veraengstigt zurueck... Ich war leider so ueberfordert mit der situation, dass ich nicht wusste was ich machen soll und mich auch nicht traute den leuten zu sagen, dass sie aufhoeren sollen... Ich weiss ich habe meinen rueden im stich gelassen.. Wie sollte ich mich beim naechsten mal am besten verhalten? Wie gebe/vermittel ich meinem rueden die noetige sicherheit? Ich habe ihn auch erst seit 12 tagen, muss ich da was bestimmtes in solchen situationen beachten?
Lieben dank und lg

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Antworten(7)

  • Salena Maue
    Salena Maue (Hundetrainer)
    schrieb am 26.12.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    sehr lobenswert, dass Sie sich bereits nach 12 Tagen melden und Ihrem Hund die nötige Hilfestellung geben möchten.

    Es ist absolut in Ordnung einem Passanten zu sagen, dass SIE nicht möchten, dass IHR Hund angefasst oder auf ihn eingeredet wird - bei unseren Kindern würden wir es auch nicht zulassen. Einfach ausweichen, zügig aber entspannt weitergehen und die Menschen stehen lassen - das wäre meine Aktion in solchen Fällen. Diskutieren hilft erfahrungsgemäß überhaupt nicht.

    Was ich persönlich für sehr wichtig halte, ist das Lesen der Körpersprache des Hundes. Oftmals übersehen wir viele subtile Zeichen und werden erst aufmerksam, wenn er bellt oder andere unerwünschte Verhaltensweisen zeigt. Hierzu gibt es ganz tolle Literatur, DVDs oder auch Vorträge. Nur, wenn wir unseren Hund verstehen, können wir entsprechend handeln.

    Es lohnt sich in Ihrem Fall eine Hundeschule aufzusuchen, die sich mit dem Thema „Aggression gegenüber Menschen“ auskennt und in gestellten Situationen ganz gezielt behandelt. Auf diese Weise lernen Sie das Handling, Ihr Hund fasst Vertrauen (denn er merkt, dass Sie eine Strategie haben) und Sie beide als Team lernen solche Situationen zu meistern. Mit dem richtigen Handwerkszeug geht das meist recht zügig.

    Achten Sie bei Ihrer Wahl darauf, dass nicht mit aversiven Mittel gearbeitet wird - also keine Schreckreize, keine Wasserflasche, kein Anschreien etc. Aber nach dem, was Sie so geschrieben haben, bin ich mir sicher, dass Sie eine gute Wahl für Ihren Rüden treffen werden.

    Bis dahin würde ich solchen Situationen - soweit machbar - ganz entspannt aus dem Weg gehen. Also einen größeren Bogen laufen, Straßenseite wechseln oder sonst wie ausweichen.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

    ______________________
    Salena Maue
    KIMBA - therapeutisches Hundetraining
    www.kimba-hund.de

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 27.12.2017

    Hallo!
    Lieben dank fuer Ihre antwort!
    Ich kann mir sein verhalten nur nicht erklaeren. Er ist eigentlich ein sehr vertraeglicher ruede, sagte die zuechterin. War frueher auch auf ausstellungen und laut der zuechterin bellte er nie menschen an... Kann es sein dass er sich das von meiner huendin (ersthund)abschaute? Ich ging viermal mit den beiden gemeinsam gassi( jetzt nur mehr seperat) und meine huendin ist die, die menschen gegenueber aengstlich ist und dann bellt. Kann er sich das abgeguckt haben ? Oder liegt es am neuen umfeld?
    Lieben dank und lg

  • Salena Maue
    Salena Maue (Hundetrainer)
    schrieb am 27.12.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    alle Möglichkeiten, die Sie aufgezählt haben, können die Ursache sein.

    Hunde lernen unter anderem durch Nachahmung - also kann es durchaus sein, dass Ihr Rüde das Verhalten von Ihrer Hündin kopiert hat.

    Möglich wäre auch, dass ihn die Situation bei den Ausstellungen doch etwas gestresst hat und er nun mehr als sonst auf Menschen reagiert. Manche Hunde sind bei solchen Ausstellungen derart „überwältigt“ dass sie nicht bellen - das bedeutet aber nicht, dass sie es toll finden und entspannt sind.

    Zu guter Letzt muss auch ein neues Umfeld immer verarbeitet werden - der eine verträgt eben etwas mehr, der andere weniger.

    Im Endeffekt ist es nicht möglich, das zu erörtern - das müsste Ihr Rüde Ihnen schon selbst mitteilen. Viel gewinnbringender ist es, das Problem entsprechend anzugehen, bevor es sich verschlimmert. Also in die Zukunft blicken und das Beste draus machen, denn den Ursprung wird man wohl nicht mehr ausfindig machen.

    Schönen Abend und freundliche Grüße.

    ______________________
    Salena Maue
    KIMBA - therapeutisches Hundetraining
    www.kimba-hund.de

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 28.12.2017

    Guten abend!
    Dankeschoen fuer Ihre hilfe!
    Wie sollte ich reagieren wenn ein ausweichen der situation nicht mehr moeglich ist und mein hund bereits zu bellen anfing?
    Lieben dank und lg!

  • Salena Maue
    Salena Maue (Hundetrainer)
    schrieb am 29.12.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Morgen

    Wenn Sie die Kurve nicht mehr kriegen, dann am besten gar nichts sagen, tief durchatmen und zügig - aber so entspannt wie möglich - weitergehen. Es kann ja nichts passieren, außer, dass Ihr Hund sich aufregt. Seien Sie in solchen Situationen ein „Vorbild“ für Ihren Hund.

    Versuchen Sie, an den anderen Passanten vorbeizuschauen. Sollten sich Ihre Blicke doch länger treffen... einfach nicken, lächeln, nach vorne blicken und weiterlaufen. So vermeiden Sie, dass jemand Sie oder Ihren Hund anspricht oder gar stehen bleibt und eine Diskussion startet.

    Nur nicht hektisch werden, schimpfen oder ähnliches. Summen Sie vielmehr ein lustiges Wanderlied (auch wenn nur in Gedanken)... so können Sie sich selbst ablenken und die Grundstimmung ist SOFORT positiv verändert. (Wenn Sie JETZT lächeln, ist das der Beweis!) ;-)

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und einen guten Start in 2018!

    Liebe Grüße,

    Salena Maue
    ______________________
    KIMBA - therapeutisches Hundetraining
    www.kimba-hund.de

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 29.12.2017

    dankeschoen! Ihnen auch einen guten rutsch!

  • Onceiwaselevenyearsold
    Onceiwaselevenyearsold
    schrieb am 31.12.2017

    guten abend!
    Seit drei tagen laeuft es mit meinem rueden schon besser. Er wufft zwar noch menschen an, aber eben wirklich nur leichtes und weniges wuffen, statt bellen viel. Ich schaue dass ich seine aufmerksamkeit bekomme, und er wird dann gelobt wenn er an menschen brav vorbei geht bzw mit dem wuffen aufhoert. Gehe dann immer zuegig mit einem "komm" kommando an menschen vorbei. Manchmal erwische ich den korrekten zeitpunkt, sodass er nichtmal anfaengt zu wuffen. Ist das ein gutes zeichen oder sollte ich mich nicht zu frueh freuen? Man soll hunde die aggressionen gegenuber mensxhen zeigen ja desensibilisieren. Das mache ich ja nicht. Ich versuche das ja auf die weise seine aufmerksamkeit zu erregen und viel zu loben dann. Kann es auf diesem wege irgendwann mal soweit sein, dass er nichtmal mehr wufft?
    Lieben dank und lg

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