Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Was kann ich machen /trainieren?

Alexandra340 schrieb am 22.11.2015
Angaben zum Hund: Weißer Schweizer Schäferhund, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
meine Weiße Schäferhündin ist seitdem sie von einem Hund gebissen wurde, pöbelnder geworden.

Sie plüstert sich auf wenn sie einen Hund sieht und stürmt auf ihn los. Wenn Sie an der Leine ist und nicht hinstürmen kann, knurrt sie und bellt wenn der Hund nicht Abstand hält. Das hat sie von einem bekannten Hund gezeigt bekommen und hat demnach gelernt "Angriff ist die beste Verteidigung ". Angreifen tut sie aber nicht, es bleibt beim Einschüchtern.

Zur Zeit wird es immer schlimmer und es wird inzwischen jeder Hund als Bedrohung war genommen, obwohl es vorher nur die Rassen waren mit denen sie schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Wir halten sie entweder fest, nehmen sie an die Leine oder rufen sie ins Fuß und sagen nein. Helfen tut es aber nicht. Wir haben auch das Gefühl, dass sie denkt, sie müsse uns vor den "bösen" Hunden beschützen und ist demnach noch aufmerksamer gegenüber den Hunden. In der Hundeschule hat sie jedoch keine Probleme mit anderen Hunden. Auch neue Hunde sind ihr da egal, nur auf der Straße und im Auslaufgebiet zeigt sie dieses Verhalten.

Was können wir dagegen tun, bzw trainieren?

Ich hoffe auf eine hilfreiche Antworte und Tipps!

Mit freundlichen Grüßen
Alexandra Kuckuck

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 22.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    Ihr Hund braucht Ihren Schutz und Ihre Führung!
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen ohne etwas zu tun, reagieren Sie sofort, vor dem Hund, wenn es geht, das schafft Vertrauen.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viel Erfolg
    Inge Büttner-Vogt

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