Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Vroni der Nachbarsdackel

Chrishi_Impossible702 schrieb am 24.03.2016
Angaben zum Hund: Labrador, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
wir haben einen Nachbarsdackel namens Vroni. Jedes Mal wenn Meggie sie sieht, flippt sie förmlichst aus. Sie bellt (schreit fast), zieht hin und regt sie extrem auf. Ich kann sie weder durch Essen, noch durch Rufe, weggehen etc. ablenken.
Meggie hat auch einen besten Kumpel in der Nachbarschaft (Mikosch). Eines Tages musste Meggie zusehen, wie Mikosch mit Vroni spielte und durfte nicht hin. (Ihre Frustationsgrenze ist relativ niedrig) Seither flippt sie völlig aus wenn sie sie sieht. Heute sind wir raus gegangen und haben Vroni ca. 5 m entfernt gesehen. Meggie ist (natürlich) sofort auf 180 gewesen. Leider ist die Leine gerissen, weshalb sie hingerannt ist. Vroni hat sich sofort unterworfen aber Meggie stand bellend und grummelnd über ihr. Sie hat nicht gebissen, ich vermute es ist eine Art Dominanz, die sie ihr zeigt. Vroni war danach auch nicht traumatisiert oder so. Sie wedelte weiter mit dem Schwanz während sie auf dem Rücken lag und war wie immer sehr aufgedreht. Ich weiß nicht warum Meggie sie so hasst und ich habe Angst, dass mal was passieren könnte.

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Antworten(5)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 25.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    Sie schreiben, Meggies Frustrationsgrenze sei sehr niedrig. Das ist doch schon mal ein Ansatzpunkt. Fordert sie öfter etwas ein und bekommt es auch? Was passiert, wenn sie es nicht bekommt? Wie ist es, wenn sie an der Leine andere Hunde sieht, z. B. auch ihren Kumpel, und nicht hin darf?

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Chrishi_Impossible702
    Chrishi_Impossible702
    schrieb am 25.03.2016

    Hallo,
    also ich bin eher strikt und sie bekommt Sachen nicht wenn sie bettelt (z.B. essen, Aufmerksamkeit etc.).
    Wenn es um draußen geht ist es oft so, dass das Frauchchen von ihrem Kumpel es nicht so ernst nimmt was den Leinenkontakt betrifft. Wenn sie uns sieht, wechselt sie sogar die Straßenseite und kommt zu uns. Das finde ich nicht sonderlich gut. Wenn sie nicht zu ihrem Kumpel kann flippt sie auch total aus. Wenn wir mit Mikosch auf dem Feld sind und es zum Parkplatz zurück geht nehmen wir Meggie vorher an die Leine. Mikosch läuft dann noch ohne Leine rum und begegnet anderen Hunden mit denen er zum Teil auch noch eine Runde spielen möchte. Dann rastet sie auch aus und man erkennt Meggie nicht mehr wieder. Würden wir sie loslassen nachdem sie schon in diesem erregten Zustand ist, würde sie ihre Aufregung zum Teil in Aggression umwandeln und den Spielpartner von Mikosch anmachen.
    Und wie ist das mit Vroni? Was deuten Sie aus Meggies Handeln? Ist Vroni gefährdet oder sollte man sie (natürlich unter Aufsicht) zusammenbringen damit sie sich kennenlernen können?

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 25.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    aus der Entfernung ist das natürlich schwer zu sagen. Vom Gefühl her würde ich nicht meinen, dass Vroni gefährdet ist. Die beiden Hunde zusammen bringen wäre vielleicht eine Lösung. Es wäre nicht schlecht, wenn ein erfahrener Hundetrainer dabei wäre.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Chrishi_Impossible702
    Chrishi_Impossible702
    schrieb am 25.03.2016

    Vielen Dank für die Antwort!
    Wie gehe ich denn am besten um, wenn sie an der Leine bleiben soll und sieht wie ein Hund, mit dem sie vor kurzem gespielt hat, auf andere Hunde trifft und anfängt zu spielen? Da bekommt sie sich ja gar nicht mehr ein und ich bekomme immer entsetzte Blicke.
    Ich habe es mit Futter, Tricks, wortlos weggehen, ansprechen etc. versucht - nichts funktioniert.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 25.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hm, das ist alles immer schwer zu beurteilen. wenn man die Situation nicht gesehen hat. So, wie es aussieht, handeln Sie immer. Der Hund agiert, Sie reagieren, auch, wenn Sie wortlos weggehen. Haben Sie es schon mal mit gar nicht reagieren versucht? Einfach stehen bleiben und den Hund nicht beachten. Sie kann bellen, jaulen, Purzelbäume schlagen, das interessiert Sie nicht. Erst, wenn sie sich vollkommen beruhigt hat, bekommt sie ein Leckerchen, Spielzeug, Ansprache oder darf zu dem Hund hin. Das ist sicher schwer und Sie brauchen Geduld und vor allem Ruhe. Sicher ernten Sie auch verständnislose Blicke von den anderen Hundebesitzern, weshalb es immer besser ist, das Ganze mit eingeweihten Leuten gezielt zu üben. Im "richtigen Leben" ist so etwas fast unmöglich zu üben, weil man dann selbst auch ungeduldig wird und sicher nicht die nötige Ruhe ausstrahlt.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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