Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Smarty, fixiert andere und zeigt ungehorsames & aggressives Verhalten

  Nordrhein-Westfalen
emmy schrieb am 20.12.2013   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Border Collie, männlich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Smarty ist ein 6 Jahre alter Border Collie. Eigentlich ist er ein gut sozialisierter Hund er ist von klein an immer mit anderen Hunden zusammen gewesen. Ich selber lebe nun mit Smarty seit zwei Jahren zusammen (mein Lebenspartner hat ihn mit in die Beziehung gebracht). Aus Erzählungen weiss ich das er als Junghund in der Hundeschule war, diese hat meinem Partner damal den Beitrag erlassen da der Hund ein härtefall wäre. Soweit klingt das alles noch ganz lustig. Rassebedingt läuft Smarty auf "Dauerstrom" er ist sehr agil und bekommt immer alles mit. Anfangs hatte ich mit Smarty so meine Probleme da er mich in seinem Rudel nicht akzeptieren wollte bzw. versucht hat sich mir über zu ordnen. Dies habe ich von Anfang an unterbunden und das hat soweit auch gut geklappt.
Nun so meinem Problem, seit ca einem halben Jahr hat Smarty sich stark verändert besonders wenn meine Mutter mit ihrem Hund (ein Alano weibchen) dabei ist. Er meint dann immer den "starken Mann" machen zu müssen. Sobald ein anderer Hund auch nur röchelt/ein bisschen vor sich hin knurrt (egal ob aggressiv oder nicht) flippt Smarty völlig aus, er schnellt auf den Hund zu und würde ihn (glaube ich, zum Glück ist es noch nie so weit gekommen) sogar beißen. Ich bekomme dann auch keinen Zugang zu ihm, er wirkt wie geistes abwesend. Anfang konnte ich problemlos mit beiden Hunden zusammen gehen, dies ist jetzt zwar auch noch möglich aber ich strahle halt nun mal keine Ruhige und Bestimmte Art aus wenn mir ein anderer Hund begegnet und das merkt er natürlich.
Es ist nicht so als ob ich nicht schon einiges versucht hätte.
- Smarty platz machen lassen
- zügig dran vorbei gehen
- anbrüllen/ an der Leine zerren
- dazwischen stellen
- versucht ihn abzulenken.........
Ich weiss nicht mehr weiter. Wenn ich mit ihm alleine spazieren gehe ist dieses Verhaten seltener als wenn der Hund meiner Mutter dabei ist. Ich denke, das er dann so ein Verhalten hat weil er sich als Rudelanführer sieht und meint er muss das Rudel beschützen. Jedoch weiss ich nicht, wie ich dieses Verhalten los werde. Er zeigt dieses Verhalten icht wenn eine Freundin mit ihrem Rüden mitgeht.
Ich Danke schonmal vorab für Ideen und Ratschläge!

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Antworten(4)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 31.12.2013
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo, Sie haben schon richtig erkannt, wo das Problem liegt: Sie strahlen keine Ruhe aus und sind unsicher. Auch ist anbrüllen und an der Leine zerren sicher falsch. Dazwischen stellen bringt nur was, wenn Sie Smarty dann auch zurückdrängen können. Zügig vorbeigehen hört sich gut an, funktioniert aber nur, wenn Sie es nicht nur versuchen sondern fest entschlossen sind, es auch zu tun. Das ist überhaupt das Problem mit den Problemen. Es wir immer nur dies und das oder jenes VERSUCHT.
    Sie schreiben, dass Smarty rassebedingt auch immer auf Dauerstrom läuft. Kann es sein, dass er nicht ausgelastet ist?
    Ich denke, dass zwei Sachen Ihr und Smartys Problem sind:
    1. Smarty kennt keine genauen Grenzen und entscheidet zuviel selbst. Ändern Sie das, indem Sie durchsetzen was Sie von ihm wollen, nicht zögerlich sondern bestimmt.
    2. Er ist nicht ausgelastet. Dazu gibt es so viele Möglichkeiten. Am besten informieren Sie sich in Ihrer Umgebung, was so alles angeboten wird. Diese Seite hier ist auch interessant:
    http://www.spass-mit-hund.de/

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer



  • sandra-t
    sandra-t
    schrieb am 22.01.2014

    Ich würde nur vom Lesen nicht darauf schließen wollen, aus welchem Grund Smarty das tut. Allerdings ist es oft das FAlscheste Hunden unterstellen zu wollen, sie wollten "sich über jemandem einordnen". Rangordnungstheorien sind lang überholt. Jeder Hund ist ein Individuum und hat seine Bedürfnisse, die wir oft einfach nciht sehen oder falsch einschätzen.
    Man darf an dieser STelle auch die Gruppendynamik nicht unterschätzen. Es ist tatsächlich so, dass Hunde beim Spaziergang mit anderen Hunden 90% ihrer Aufmerksamkeit auf die Körpersprache der anderen Hunde richten. Da kann tatsächlich ein Verharren oder Anspannen des anderen Hundes schon reichen, damit der Hund etwas als Gefahr einstuft. Das spricht aus meiner Sicht allerdings eher für einen unsicheren Hund, der Situationen selber nicht wirklich gut als gefährlich oder ungefährlich einschätzen kann.
    Suchen Sie sich einen guten, positiv arbeitenden Hundetrainer oder einen verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarzt.

    Auslastung ist mit SIcherheit auch richtig. Bei Rassen wie Jack Russel Terriern sollte man in der REgel Bällchenwerfen etc. komplett sein lassen, weil diese Hunde dazu neigen regelrechte Adrenalin-Junkies zu werden. Das trägt nicht gerade zu einem ausgeglichenen Wesen bei.

    Viel Erfolg!

  • sandra-t
    sandra-t
    schrieb am 22.01.2014

    Sorry, ich meinte Border Collie, Jack Russel und Co :-)

  • emmy
    emmy
    schrieb am 23.01.2014

    Vielen Dank für die Antworten.

    Ich habe zunächst gemeinsame spaziergänge gestrichen um mich mehr auf Smarty zu konzentireren. Dem nach versuche ich einfach ihm das Gefühl zu vermitteln "ich habe alles im Griff du brauchst dich nicht so aufregen" und das ziehe ich wie einen roten Faden durch alles. Vllt. hilft das ja.

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