Deine Hundetrainer-Sprechstunde

nicht verträglich mit unkastrierten Männchen

  Hessen
AnnaKopenhagen schrieb am 31.05.2017   Hessen
Angaben zum Hund: Akita Inu, männlich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo! Mir ist schon lange aufgefallen, dass mein Hund hin und wieder ein Problem mit anderen Hunden hat. Das fing tatsächlich schon von klein auf an (mit 2 Monaten). Er hat jeden Hund angeknurrt den er traf und mochte ihn nicht. Erst nach langem rumgeknurre konnte er mit dem Hund spielen. Als er älter wurde wurde es schlimmer und er bagan oft einen Kampf mit anderen Hunden an und tritt herrausfordernd zu ihm. Mittlerweile ist er 2 Jahre alt und ich habe gemerkt, dass dieses Verhalten jetzt nur bei unkastrierten Männchen vorkommt. Mit Weibchen und kastrierten Männchen gibt es keine Probleme. Trotzdem kann ich ihn nie in die nähe eines Hundes lassen, da ich meist nicht weiß, ob es ein Männchen ist oder nicht und kann ihn deshalb nie ohne Leine frei laufen lassen (was ansonsten funktionieren würde).

An sich hat er ein unsicheres Verhalten gegenüber anderen Hunden und nimmt mich nicht mehr wahr wenn er einen vom weiten sieht und wird ganz aufgeregt. Bellt ihn ein Hund an kann es entweder sein, dass er nur aufgeregt ist und auf den Hund fixiert ist oder es kann auch sein, dass er auf den Hund zurennen möchte und anfängt zu knurren.

Gibt es eine Möglichkeit, dass zwei unkastrierte Rüden miteinander klarkommen bzw. mein Hund mit einem anderen unkastrierten Männchen klarkommen kann? Und wie nehme ich ihm die leichte Unsicherheit gegenüber Hunden?

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Antworten(2)

  • Martin Grandt
    Martin Grandt (Hundetrainer)
    schrieb am 01.06.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo AnnaKopenhagen;

    Ihre Erläuterungen zeigen doch schon, dass Ihr Hund von klein auf aus einer Unsicherheit heraus gehandelt hat. Zwischenzeitlich haben Sie ihm beigebracht, sich um seinen Stress selbst zu kümmern und genau das tut er augenscheinlich. Zudem sind erwachsene Akitas sehr oft schon aufgrund ihrer Veranlagung nicht wirklich an anderen Hunden interessiert. Faktisch werden Sie Ihrem Hund niemals die Unsicherheit nehmen, wenn Sie aus seiner Sicht nicht in der Lage sind entsprechende Situationen für ihn sicher zu gestalten und Ihr Hund immer wieder lernt seine Probleme selbst zu lösen.
    Ich persönlich glaube, dass Sie unter Umständen eine Vorstellung im Kopf haben, die Sie mit Ihrem Hund nicht erreichen werden. Ich halte es deshalb für entscheidender, dass Sie einen neuen Blick auf derartige Situationen bekommen und lernen Ihren Hund darin einzuschätzen. Ich empfehle Ihnen deshalb, sich an einen kompetenten Kollegen vor Ort zu wenden, der individuell mit Ihnen und Ihrem Hund arbeitet.
    Sollten Sie noch im Einzugsbereich der Rhein-Neckar-Region zuhause sein, stehe ich Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung.
    Ich hoffe meine Antwort konnte Ihnen einige neue Impulse geben und freue mich, wenn Sie mir eine entsprechende Bewertung hinterlassen.

    Liebe Grüße,

    Martin Grandt
    www.Dein-Hund-und-Du.com

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 01.06.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    das ist aus der Distanz sehr schwer zu beantworten. Eigentlich könnten zwei Gründe zu dem Verhalten führen. Einerseits die Unsicherheit, die Sie bei Ihrem Hund wahrnehmen, andererseits aber auch ein hoher Testosteronspiegel.
    Beim letzteren würde evtl. eine Kastration eine Erleichterung bringen. Dies ist jedoch immer mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Da durch eine Kastration der Testosteronspiegel abgesenkt wird, nimmt man den Hunden auch wieder ein bisschen Mut weg, was wiederum zu Abwehraggressionen führen kann.
    Beginnen Sie erst einmal an der Unsicherheit Ihres Hundes zu trainieren. Beginnen Sie, eine kontrollierte Annäherung an den anderen Hund an der Leine. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer ansprechbar bleibt. Dies steuern Sie über die Distanz. Lassen Sie Ihren Hund zu den anderen Hunden hinsehen und belohnen Sie ihn fürs „Ruhig bleiben“, indem Sie ihn bei sich füttern. Dies funktioniert am besten mittels einem Clicker oder Markerwort. Nebeneffekt ist, dass Ihr Hund den Blick abwenden muss und dadurch nicht ins „Fixieren“ kommt. Sobald Sie merken, dass Ihr Hund nicht mehr auf Sie reagieren kann, dann erweitern Sie die Distanz.
    Sobald Sie eine Distanz erreichen können, in der Sie sich mit den anderen Hundebesitzern unterhalten können, können Sie die Frage klären, ob Rüde oder nicht.
    Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Hundes, indem Sie mit ihm zusammen Aufgaben lösen. Dies können Schnüffelarbeiten oder Kopfarbeiten sein.
    Imponiergehabe ist ja an sich nichts Schlimmes. Unter kontrollierten Umständen können Sie Ihrem Hund dann beibringen, dass solche Konflikte auch anders als mit Kampf beendet werden können. Sie können dann Ihrem Hund ein Alternativverhalten beibringen, z.B. Weggehen. Dies können Sie erreichen, indem Sie Ihren Hund aus dem Imponiergehabe abrufen und ihm dann ein tolles Spiel (alternativ ein Leckerchen) anbieten. Hier würde ich Ihnen jedoch anraten, sich professionelle Hilfe zur Unterstützung zu holen.
    Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    Hundeschule wolf-inside
    Amtlich genehmigte Hundetrainerin

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