Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angriff fremdre Hunde

  Sachsen-Anhalt
Orali schrieb am 26.01.2017   Sachsen-Anhalt
Angaben zum Hund: yORKSHIRE TERRIER, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-3 Jahre

Hallo, ich arbeite in einem Autohaus und mein yorki ist täglich mit dabei. Sie hat eine Welpenschule zur sozialisierung besucht und hört auch sehr gut. Sie hat auch sehr viele Fellnasen-Freunde mit denen sie spielt . ABER.... alle fremden Hunde, die egal, ob auf der Strasse oder zu Besuch, ob gross oder kleine Hunde, greift sie bösartig an. Ihre Rute krümmt sich über Ihren Rücken, sie fletscht Ihre Zähne und greift sie böse an... Ich habe es mit viel Ruhe versucht, sie korregiert, bin auch etwas zurückgegangen um vlt den Beschützerinstinkt etwas zu mildern ...aber vergebens. Überwiegend liebe, ruhige und Welpen greift sie extrem an. Bei dominanten Hunden funktioniert es dann nach kurzer Zeit. Würde mich riesig darüber freuen, wenn Sie einen Rat für mich haben. glg Angela und "klein" Cora ;-)

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 30.01.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    in diesem Fall ist eine systematische Desensibilisierung gepaart mit dem Aufbau eines Alternativverhaltens sinnvoll.

    Dazu stellen Sie sich eine Trainingssituation (befreundete Hundebesitzer kommen zu Ihnen ins Autohaus)
    Sie beginnen dann das Training in einer sehr großen Distanz zum Auslöser.
    Nimmt sie den Auslöser wahr, aber zeigt noch kein schlechtes Verhalten, markern Sie das Verhalten (Clicker, Lobwort) und belohnen Ihren Hund (Futter, falls er es gern nimmt, auch gern hochwertig oder Spielzeug etc.). GLEICHZEITIG bauen Sie NOCH MEHR Distanz zum Auslöser auf als zusätzliche Belohnung.
    Wenn Ihr Hund verstanden hat, dass es eine Belohnung gibt, wenn er den Auslöser anguckt, können Sie kleinschrittig die Distanz zum Auslöser verkleinern.
    Achten Sie dabei auf die Körpersprache Ihres Hundes. Zeigt er doch wieder unerwünschtes Verhalten oder ist nicht ansprechbar etc., war der Schritt zu groß und Sie müssen wieder auf größeren Abstand gehen.

    Für die Zwischenzeit, wenn Kunden mit Hunden kommen (so habe ich das zumindest verstanden) sollten Sie Managementmaßnahmen ergreifen und Ihrem Hund eine Box oder einen gesicherten Raum als Sicherheitszone geben, wo sie Abstand zu anderen Hunden hat.

    Ich empfehle Ihnen, das Training von einem Experten begleiten zu lassen. Unter http://www.hundeschulen.de/menschen-mit-hund/hundeschule-finden/hundeschulen-verzeichnis.html oder https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche finden Sie qualifizierte Hundetrainer und/oder Verhaltensberater, die mit Ihnen ein gezieltes Training durchführen können.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten

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