Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Aggression nach chemischer Kastration

  Bayern
Janine_Kreis schrieb am 28.09.2015   Bayern
Angaben zum Hund: Mini aussie, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo mein 2 jährigen aussie ist seit 5 Wochen chemisch kastriert um zu sehen ob sich einige Verhaltensweisen verbessern ständiges Urinschlecken ständig abgelenkt von anderen Hunden, hundesport war so gut wie nicht mehr möglich durch die ganzen Düfte, jetzt wirkt der Chip und alles hat aufgehört ich kann wieder super mit ihm arbeiten! Jedoch kommt es jetzt bei hundebegegnungen des Öfteren zu einem Aggressionsverhalten er ist wenn es dazu kam 2-3 mal immer angeleint gewesen er springt dann nach vorne auf den anderen Hund zu bellt wie irre und zieht auch die Lefzen hoch, ich weiß nicht was passieren würde wäre er abgeleint? Er hat das vor dem chippen nie gemacht!!! Er war mit jedem verträglich! Wie soll ich mich in diesen Situationen verhalten? In diesem Zustand is er kaum ansprechbar:( ich möchte sofort richtig handeln, damit sich das nicht ritualisiert! Liegt das tatsächlich an der chemischen Kastration?

Vielen Dank für die Meldung dieses Beitrages. Wir werden Ihre Nachricht schnellst möglich prüfen!
Sie werden nun bei neuen Antworten benachrichtigt!
Sie werden nicht mehr bei neuen Antworten benachrichtigt!

Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 30.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    ja, das kann an der chemischen Kastration liegen. Durch die chemische Kastration wird das Testosteron unterdrückt. Das Testosteron ist ja im allgemeinen für Aggressionen bekannt. hat aber auch den Effekt, dass es mutig macht. Durch das Testosteron werden Hunde auch mutiger. Mit Wegfall des Testosterons kann es dadurch zu angstaggressiven Verhalten kommen.

    Außerdem ist bei Rüden mit Abbau der Muskulatur und Schwäche des Bindegewebes zu rechnen. (Zitat Dr. Gansloßer)

    Um weitere unschöne Begegnungen und damit die Ritualisierung zu vermeiden, sollten Sie auf das Ausdrucksverhalten Ihres Hundes achten. Wird seine Haltung angespannt, geht er ins Imponiergehabe oder gar ins Drohverhalten, sollten Sie Ihren Hund ansprechen und daraus holen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie dies nicht mit körperlicher Gewalt tun. Ein Wegziehen kann die Situation eskalieren lassen oder sogar zu Verletzungen führen. Halten Sie Ihren Hund an der Leine und sprechen Sie ihn an. Eventuell müssen Sie abwarten, wann er wieder ansprechbar ist. Fordern Sie ihn dann dazu auf, die Distanz zu erweitern. Bitten Sie den anderen Hundehalter ebenso zu verfahren.

    Achten Sie darauf, nur auf andere Hundezuzugehen, wenn Ihr Hund entspannt ist, bzw. solange er entspannt bleibt.

    Für weitere Anregungen stehe ich Ihnen gerne noch zur Verfügung. Unter http://www.stadthunde.com/magazin/gesundheit/hundegesundheit/hunde-kastration-interview-mit-dr-udo-ganslosser/hunde-kastration-interview-mit-dr-udo-ganslosser.html finden Sie das gesamte Interview von Prof. Dr. Gansloßer, der übrigens auch ein sehr schönes Buch über dieses Thema geschrieben hat.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

Möchtest Du auch einen Ratschlag zu Deinem Problem?
Dann stell jetzt eine eigene Frage!

Neue Frage stellen

Weitere Fragen zu diesem Thema:

Warum geht er auf fast jeden Hund los?

Mein Hund Spike ist drinnen ein echter Schatz und Couchpotato.Aber... mehr

Bellt alle Hunde an

Habe einen 9 monate alten Yorki-Chizu-Mix Rüde und er ist ein... mehr

Hund aggressiv gegenüber Artgenossen

Mein Hund war immer lieb und verspielt... Seit ca 5 Monaten jedoch... mehr

Show Pöbler ;)

Hallo, meine Hündin ist zwar sozial verträglich, neigt aber bei... mehr

Bitte hier einloggen, um auf die Frage zu antworten.