Aggresive Shitsu-Chihuahua-Hündin - was tun?

Aggressivität ❯ Gegenüber anderen Hunden
Nicola H. schrieb am 19.02.2019
Hallo, wir haben 3 Hunde, eine 7-jährige sehr schüchterne und ängstliche Iberische Wolfshündin, eine 3-jährige Shitsu-Chihuahua-Hündin (beide sterilisiert) und einen 1,5 Jahre alten Australian Sheppard (Rüde). Anfänglich ging alles super, seit ein paar Wochen jedoch wird die Shitsu-Mischlings-Dame immer aggressiver und geht mehrmals täglich unserer Wolfshündin an den Hals, knurrt bösartig, fletscht die Zähne und flippt völlig aus, ohne dass es einen offensichtlichen Grund gibt. Unsere Wolfshündin hat mittlerweile panische Angst und versucht wegzurennen oder sich zu verstecken. Ich habe nur Angst, dass die Wofshündin sich irgendwann wehrt, und das für die Kleine nicht gut ausgeht. Vor allem weil die Shitsu-Dame nie aufgibt oder aufhört, selbst wenn sie auf dem Rücken liegt. Sie hat auch hin und wieder mal nach meinen Händen geschnappt, dass ist aber im Laufe der Zeit besser geworden, aber manchmal knurrt und fletscht sie die Zähne noch immer, wenn man sie anfasst. Was kann ich tun?
3 Antworten
Sabine Busch | Hundetrainer/in
schrieb am 22.02.2019
Hallo NIcola,
zunächst einige Fragen, die mir sehr helfen würden die Situation zu verstehen. Haben Sie alle Hunde von klein auf und in dieser Konstellation zusammen oder kam die Shitzu-Mix Hündin später dazu? Wenn ja, wie lange ist sie jetzt bei Ihnen? In welchen Situationen passiert das? Wenn die Hunde allein sind? Wenn Sie sie streicheln oder füttern? Oder wenn Spielzeuge oder Kauartikel im Spiel sind? Ist die Hündin gesund, oder könnte eine Erkrankung vorliegen? Wie reagieren Sie in einer solchen Situation?
Liebe Grüße
Sabine Busch
www.mobile-hunde.schule
www.tierpsychologin.vet
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Nicola H. | Fragesteller/in
schrieb am 22.02.2019
Hallo Sabine, danke für die Rückmeldung! Wir haben alle Hunde von klein auf, alle aus dem Tierheim. Zuerst war unsere große Wolfshündin da, da hatten wir noch eine etwas ältere kleine Mischlingshündin, die dann aber leider verstorben ist. Die Wolfshündin hat dann aber angefangen alles zu zerstören, da sie tagsüber alleine war, da kam die Shitsu-Dame mit 12 Wochen dazu, dann wurde es besser und die beiden haben sich gut verstanden. Vor knapp 1,5 Jahren kam dann unser Sheppard-Männchen auch als Welpe mit 12 Wochen dazu.
Die Situationen, in denen das passiert, sind vollkommen unterschiedlich, daher an nichts fest zu machen. Manchmal geht es um das Essen, aber eher selten, dann wieder kein ersichtlicher Grund, dann geht es darum, wer zuerst ins Körbchen darf, wer zuerst durch die Tür geht, dann aus heiterem Himmel beim Spazieren gehen, dann plötzlich beim Spielen im Garten (ohne menschliche Beteiligung), also komplett unterschiedlich. Die Hündin ist definitiv gesund, daran dachte ich zuerst auch, habe sie aber untersuchen lassen.
Meine Reaktion war zuerst Ignoranz, aber seit einigen Wochen, gibt es klare Ansagen und wenn nach ein paar Sekunden nicht Ruhe einkehrt und sie ablässt, dann bekommt sie einen Maulkorb. Dann ist sie zwar beleidigt, aber spätestens nach 3-5 Minuten hat sie sich abgeregt und benimmt sich wieder normal, dann nehme ich ihr das Ding wieder ab. In der Folge geht es dann meist 1/2 Tag lang ohne Attacke. Danke für die Hilfe!
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Sabine Busch | Hundetrainer/in
schrieb am 23.02.2019
Hallo Nicola,
offensichtlich geht es Ihrer Hündin um Ressourcen, egal welcher Art. Das kann Futter sein, der Mensch oder einfach nur, wer zuerst zur Tür hinaus geht. Bekommt sie nicht was sie will gibt es Ärger. Solche Situationen sind ohne es gesehen zu haben sehr schwer einschätzbar. Ich nehme an, das Ihre Hunde zuhause Regeln und Grenzen kennen. Wenn nicht, sollten Sie diese für alle, wichtig für ALLE einführen. Jeder geht auf seinen Platz wenn Sie es wollen und Sie streicheln zB nur den, den Sie gerufen haben, nicht den der sich gerade vordrängt. Am liebsten wäre mir allerdings, Sie würden sich einen professionellen Hundetrainer zu sich nach Hause bestellen. Dieser kann das Verhalten genau analysieren und Ihnen dann genau sagen warum wer in Ihrem Rudel was macht.
Bis dahin machen Sie ruhig Ihre Ansagen. Allerdings wird das auch nur etwas nützen, wenn Sie da sind. Nicht wenn die Hunde allein sind. Dann kann es jederzeit eskalieren wenn es um etwas geht was Ihre Hündin gerade für wichtig hält.
Viel Erfolg!
Bitte beachten Sie das das nur ein Therapieansatz aufgrund Ihrer Beschreibung ist, eine individuelle Beratung erfordert einen persönlichen Kontakt und Inaugenscheinnahme des Hundes.
Liebe Grüße
Sabine Busch
www.mobile-hunde.schule
www.tierpsychologin.vet
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