Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie bekomme ich Stress, Unsicherheit und/oder Angstaggresivesverh. in den griff?

  
xxschmollhasexx schrieb am 20.05.2012   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo, ich bin Michael und habe eine 20 Monate alte Border Hündin (kastr.). Habe sie aus dritter Hand!!!!!! Als ich die Maus holte war sie bereits 6 Monate und hatte so gut wie nichts gelernt. Sie war mit einem "aggresiven" Border Rüden gemeinsam gehalten worden.



Vorweg: Ich komme mit ihr super zurecht und sie ist eine wirklich aussergewöhnliche Hündin mit der Arbeiten und Lernen Spass macht. Beschäftigt wird sie mit Obedience und Unterordnung (BGH). Auslauf und Abwechslung im Alltag sind vorhanden, jedoch haben wir auch unsere Probleme die ich nicht allein bewältigen kann.



Gegenüber anderen Hunden zeigt sie relativ schnell ihre Zähne und versucht auch nach ihnen zu schnappen. Meist ist es so das meine Kira einen Abstand von ca. einem Meter zu dem anderen Hund hat. In der Regel stehe ich auch näher zu dem anderen Hund als Kira. Anfangs versuchte ich es mit nem scharfen "NEIN" zu unterbinden .... ergebnislos. Auch ein "nicht beachten" brachte keinen Erfolg. Das Problem zeigt sich an der Leine wie auch ohne Leine. Bin da echt ratlos und will ihr diesen Stress ersparen bzw. aus der Situation raushelfen. Es ist auch so das wenn wir in der Auslaufzone auf unserem Hundeplatz sind das sie lieber mit mir arbeiten will als mit anderen Hunden zu spielen. Denke das sie das nie gelernt hat???!!!



Ähnliches Verhalten zeigt sie auch bei Pferden und Schafen. Bei Pferden ist es so das ich sie vor der Koppel ablegen kann, natürlich stehe ich neben ihr oder gehe neben ihr in die knie. Anfangs liegt sie und beobachtet alles ganz genau, jedoch für meinen Begriff nie wirklich entspannt. Wenn sich dann eines der Pferde nähert steigt die Spannung, bei Kira aber auch ich werde etwas unruhiger und beobachte Kira etwas mehr um rechtzeitig reagieren zu können. Mal lässt sie es zu das das Pferd mit dem Kopf näher kommen darf um an ihr zu riechen mal wieder nicht. Denke das das Unsicherheit ist. Reaktion von Kira: Zähne zeigen und offensiv nach vorne gehen. Sie lässt sich in jeder Situation gut abrufen, was ja schön ist .... aber will ihr und mir den Stress ersparen. Vorallem kann das auch mal gefährlich werden .....

Bei Schafen ist es auch ähnlich: Waren auf einem Hüteseminar für Anfänger ...... hatten vier Schafe in einem Pferch, Kira lief zuerst ausserhalb des Pferchs mehrere Runden und versuchte ab und an in den Pferch rein zu kommen indem sie ihren Kopf durchdrückte. Das ganze mit gefletschten Zähnen ..... da sie aber einen starken Hütetrieb zeigt würde ich gern wieder mit ihr an die Schafe ......



Sie lernt wirklich sehr schnell und will ihr da auch helfen mehr Lebensqualität zu bekommen, mir fehlen aber wirklich hilfreiche Tipps ..... denn mit so Aussagen wie " du musst deinen Hund unterdrücken" o.ä. fange ich nichts an, ist auch nicht die art wie ich meinen Hund behandeln oder erziehen werde.



So, ich denke das war mal alles was mir einfällt ....



Danke Euch für hilfreiche TIpps :)



LG Michael

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 21.05.2012
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Michael,


     


    ich glieder meine Antwort einmal in mehrere Punkte entsprechend der Probleme:


     


    1. Verhalten gegenüber anderen Hunden:


    Das Schnappen kann ein Anzeichen von Aggressionsverhalten oder von Jagdverhalten sein. Genau kann man das oftmals erst sagen, wenn wesentlich mehr Informationen zum Hund un seinen Lebensumständen bekannt sind und man das Verhalten einmal beobachtet hat. Beides - Aggressions- wie Jagdverhalten - kann gefährlich für Menschen, Hunde und andere Tiere werden. Ich würde Ihnen daher dringend raten, das Verhalten von einem verhaltenstherapeutisch tätigen Tierarzt beurteilen zu lassen und mit ihm / ihr geeignete Trainingsmaßnahmen besprechen. Bis dahin sollten Sie aus Gründen der Sicherheit Hundekontakte so gut wie möglich vermeiden. Es gibt im Übrigen eine ganze Reihe an Hunden, die wenige Hundefreunde haben und sich ansonsten nichts aus Kontakt zu Artgenossen machen.


     


    2. Verhalten gegenüber Pferden und Schafen:


    Es liegt nahe, dass das Verhalten Ihres Hundes gegenüber diesen Tieren aus dem Jagdverhalten kommt. Dennoch kommen auch hier andere Ursachen in Frage. Bei der Ausbildung an Schafen gebe ich folgendes zu bedenken: Sicherlich kann ein Hütehund enormen Spaß am Hüten von Schafen haben. Hüteverhalten kommt aus dem Jagdverhalten, welches im Gehirn selbstbelohnend wirkt. Es gibt beim Hüten jedoch immer auch eine Gegenseite, die gehütet/gejagt wird - die Schafe. Im Sinne des Tierschutzes sollte man sich daher immer fragen, ob man unbedingt mit seinem Hund andere Tiere hüten gehen muss (insbesondere, wenn man das nicht beruflich tut), oder ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, den eigenen Hund auszulasten.


     


    Viele Grüße,
    Stefanie Ott 

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