Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Malinois Welpe Bellen und Leinenführigkeit

  
Kiavasch Akhlaghi schrieb am 17.05.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo, ich habe gestern eine 8 Wochen Alte Malinois(belgischer Schäferhund) abgeholt. Sie hat sich bis jetzt erstaunlich gut eingelebt und schon gleich an die Leine gewöhnt. Nur habe ich 3 Probleme. Ich weiß, dass ich nicht gleich zu viel von ihr erwarten darf, jedoch ist sie sehr laut(bellt viel) ich möchte ihr das abgewöhnen, da sie in der Wohnung nicht bellen soll. Auch wenn es nicht böse gemeint ist. Das zweite Problem ist die Ruhe. Sie kennt ihre Grenzen im Thema körperliche Bewegung nicht und rennt bis sie umfällt. Ich wollte sie noch fragen wie ich ihr die ruhe mit der Zeit beibringen kann. Die dritte Frage wäre das „sitz“. Ich wollte fragen wie ich ihr das am besten beibringe.
Vielen dank für ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen

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Antworten(5)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 18.05.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    das "Sitz" bringen Sie der Kleinen am besten bei, indem Sie ihr ein Leckerchen über den Kopf halten und dann nach hinten führen. Die Kleine wird dann der Hand mit dem Leckerchen folgen und wenn sie sich setzt, sagen Sie "Sitz" und geben das Leckerchen.
    Zu den anderen Problemen müsste ich noch einiges mehr wissen.
    Reden Sie viel mit der Kleinen? Wie z. B. "jetzt gib doch mal Ruhe" "leg dich doch mal hin" und Ähnliches?
    Wie reagieren Sie auf das Bellen?
    Lassen Sie sich oft zu Streicheleinheiten, zum Spielen oder sonstigem auffordern?

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Kiavasch Akhlaghi
    Kiavasch Akhlaghi
    schrieb am 18.05.2020

    Hallo, Danke erstmal für Ihre Antwort. Der Hund bellt oft fremde menschen an und zieht sich zurück. Sie können garnicht mehr zu uns nachhause kommen. Ich rede viel mit der kleinen und kuschel auch viel mit ihr. Ausgelastet ist sie auch nur verstehe ich nicht wieso sie fremde menschen anbellt. Ich reagier häufig in dem ich sie auf ihren platz schicke und manchmal auch anschreie. Aber das bellen ist zu 100% nicht nett gemeint. Auf spiele lasse ich mich ein, aber beende sie selbst.
    Danke für Ihre Unterstützung.
    Ich freue mich auf die antwort.
    Mit freundlichen Grüßen

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 18.05.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hunde der Rasse Malinois sind sehr intelligente, temperamentvolle, aber auch oft aufgedrehte Hunde. Hunde im Allgemeinen, aber besonders 8 Wochen junge Welpen, verstehen unsere Sprache nicht, werden sie auch nie lernen. Das hängt erstens damit zusammen, dass Hunde keine verbale Sprache benutzen und zweitens, dass sie mit einem Intelligenzquotienten von ca. einem 4-jährigen Kind nicht in der Lage sind, eine Sprache zu lernen. Es macht daher keinen Sinn, viel mit einem Hund zu reden. Es irritiert Hunde, viele drehen dabei auf und werden unruhig bis überdreht. Besonders, wenn es sich dabei um eine sowieso temperamentvolle Rasse handelt.
    Einen 8- Wochen alten Hund an seinen Platz zu schicken, was er wahrscheinlich noch gar nicht gelernt hat, macht auch wenig Sinn. Ihn dabei anzuschreien verstärkt nur seine, oder ihre Nervosität. Man sollte da beim Mali sehr aufpassen, sonst bekommt man ein Nervenbündel, das man nicht mehr in den Griff bekommt.
    Das Bellen kann Unsicherheit bedeuten, weil die kleine Maus ganz sicher nicht weiß, was Sie von ihr wollen. Hinzu kommt, dass schreiende Menschen ganz sicher weder eine beruhigende Wirkung auf Hunde haben noch jemand, der schreit, einem Hund die Sicherheit vermittelt, was gerade ein Welpe dringenst benötigt.
    Dass Sie die Spiele beenden ist schon mal gut. Allerdings sollten Sie sie auch beginnen und sich nicht von der Kleinen dazu trainieren lassen zu spielen, wenn sie es will.
    Wenn die Kleine zuhause Fremde anbellt, sollten Sie ihr beibringen, auf ihren Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn die Hündin den Platz verlassen will, bringen Sie ihr kommentarlos und ruhig wieder hin. Wenn sie dort bleibt, geben Sie ihr ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen. Bitte haben Sie dabei Geduld. Die Kleine ist noch ein Baby!
    Wenn das funktioniert, bitten Sie eingeweihte Personen dazu und üben das Gleiche.
    Damit sie überhaupt aufhört zu bellen, versuchen Sie es mal, indem Sie ihren Namen rufen und, wenn sie Sie anschaut und nicht mehr bellt, ein Leckerchen werfen. Steigern Sie die Zeit zwischen rufen und werfen. Aber achten Sie darauf, dass die Kleine wirklich nicht bellt, sonst sieht sie das Leckerchen als Belohnung für das Bellen an. Später, wenn sie auf das Rufen des Namens reagiert, reicht auch ein Lob.
    Ansonsten hilft bei der Erziehung eines Welpen, besonders dieser Rasse, Ruhe und Geduld.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Kiavasch Akhlaghi
    Kiavasch Akhlaghi
    schrieb am 19.05.2020

    Hallo, ok ich werde die tipps anwenden und bedanke mich herzlich für ihre Hilfe, nur ein problem habe ich noch: sie bellt auch bei plötzlichen bewegungen und es ist auch kein nettes bellen. Außerdem hat sie nicht damit aufgehört seitdem ich sie auf den platz schicke ich weiß nicht wieso. Meine tante und mein vater bellt sie noch an und jedes tier/mensch, den sie draußen sieht. Jetzt fängt sie auch an sich beim gassigang hinzusetzen und nichtmehr aufzustehen. Ich Ignoriere sie dann und lauf weiter aber sie macht sich mit jedem schritt schwerer.

    Danke für Ihre Antworten
    Mit freundlichen Grüßen

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 20.05.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    wenn die Kleine immer noch Leute anbellt, liegt es entweder an Ihrem Verhalten (reden, schimpfen, versuchen, zu beruhigen etc...) oder/und am Verhalten der Leute, die sie anbellt. Ignorieren Sie es. Richtiges Ignorieren heißt, den Hund auch nicht anzuschauen.
    Wenn sie sich hin setzt und nicht mehr weiter geht, versuchen Sie es mal, indem Sie so lange weiter gehen, bis die Leine leicht gespannt ist. Drehen Sie ihr den Rücken zu, schauen sie nicht an und locken auch nicht, lassen die Leine aber gespannt. Sie wird irgendwann nachgeben, möglicherweise brauchen Sie etwas Geduld.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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