Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Unsauberkeit und Jaulen wenn alleine

  
liam r schrieb am 25.10.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Guten Tag.


Meine franz. Bulldoggen Hündin (2j.) macht in die Wohnung, wenn sie alleine ist. Sie pinkelt und kotet an mehreren Stellen im Wohnzimmer, die anderen Räume halte ich geschlossen.
Außerdem schreit - ja schreit, nicht bellt, nicht jault, sondern schreit - sie phasenweise als würde sie umgebracht. Bevor ich sie alleine lasse gehe ich immer mit ihr raus damit sie sich lösen kann. Ich verabschiede sie auch nicht und es gibt keine außerordentliche Begrüßung, wenn ich wieder komme.


Sie ist mittlerweile fast 1 1/2 Jahre bei mir und genauso lange haben wir auch dieses Problem. Sie ist unter der Woche ca. 5 Stunden alleine und müsste sich daran doch langsam gewöhnt haben? Trotzdem bessert es sich nicht. Jeden Tag begrüßt mich der Geruch von Kot und Urin und ich muss erst einmal den Boden komplett putzen. Die Nachbarn sprechen mich auch öfters auf ihr Schreien an. Leider weiß ich mir absolut keinen Rat mehr. Ich habe versucht es zu ignorieren, habe geschimpft, habe ihr einen zweiten Hund da gelassen ohne Erfolg.  Es spielt auch absolut keine Rolle wie lange ich weg bin. Auch nach nicht ein mal fünf Minuten kann es sein, das alles verschmutzt ist.


Das Komische ist, dass sie währenddessen frisst. Deswegen kann sie so großen Stress doch gar nicht haben? Wenn ich ihren Napf fülle bevor ich gehe, ist dieser leer, wenn ich wieder komme. Die Entspannung reicht also, um zu fressen, aber nicht um sauber zu bleiben und nicht zu schreien wie am Spieß. Ich habe den Verdacht, dass sie sich aus Trotz so benimmt, weil sie nicht mitkommen durfte.

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 26.10.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Liam,
    wenn die Hündin das aus Trotz machen sollte tut sie das nur, weil sie sonst immer überall dabei ist. Folgt sie Ihnen zuhause überall hin?
    Auch, wenn Hunde ihren Besitzer "trainieren" können und es nicht mehr können weil er die Wohnung verlassen hat können auch solche Probleme entstehen. Fordert die Hündin oft erfolgreich Streicheleinheiten spielen, Futter?

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • liam r
    liam r
    schrieb am 26.10.2020

    Ja sie ist wie ein Schatten und generell eher aufdringlich. Ich schicke sie zwischen durch immer mal wieder weg, wenn sie mir zum Beispiel ins Bad hinterher läuft oder verhindere, dass sie sich hinter mich einreihen kann um mir zu folgen. Im Bezug auf Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit ist sie sehr hartnäckig. Wenn man sie ließe, würde sie einem bis auf den Kopf krabbeln und stundenlang ablecken. Das unterbinde ich mittlerweile komplett. Als sie zu mir kam war das lecken und auf einem rumturnen eine regelrechte Sucht. Mittlerweile lässt sie sich aber davon abhalten mit einem strengem "Nein".

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 27.10.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Liam,
    wenn Ihre Hündin es schon nicht ertragen kann, dass Sie das Zimmer verlassen, hat sie natürlich eine Menge Stress, wenn Sie die Wohnung verlassen.
    Hunde als Rudeltiere haben sehr viel Stress, wenn sie nie gelernt haben, alleine zu bleiben. Man sollte ihnen das, möglichst im Welpenalter in ganz kleinen Schritten mit viel Geduld und Zeit beibringen.
    Hunde als Rudeltiere haben sehr viel Stress, wenn sie nie gelernt haben, alleine zu bleiben. Man sollte ihnen das, möglichst im Welpenalter in ganz kleinen Schritten mit viel Geduld und Zeit beibringen.
    Üben Sie mit ihr das alleine bleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, SOFORT wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte die Hündin dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Sie soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann sie entspannen. Wenn Sie merken, dass sie entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn sie sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt die Hündin, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.
    Das NEIN, wenn sie aufdringlich wird würde ich weg lassen. Viele Hunde sehen das schon als Aufmerksamkeit und Erfolg ihres Verhaltens an. Ignorieren Sie sie am besten kommentarlos. Überhaupt ist es immer besser bei aufdringlichen oder aufgeregten Hunden wortlos zu reagieren wie z. B.aufzustehen, aus dem Zimmer gehen, den Hund nicht anzuschauen. Er soll mit seinem Verhalten ganz einfach das Gegenteil erreichen von dem was er will.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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