Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Zusammenführung von Hund und Baby

Thema: Allgemeines
Jules876 schrieb am 03.11.2015
Angaben zum Hund: Deutsche Dogge, weiblich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Meine Hündin Else ist wenn mein Sohn geboren wird Ca. 8 Monate alt..
Wie sollte man das zusammen führen und zusammen leben am besten gestalten um Probleme zu vermeiden.

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Antworten(1)

  • Barbara Nehring
    Barbara Nehring (Hundetrainer)
    schrieb am 04.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Regeln für ein tierisch gutes Zusammenleben mit Hund und Baby
    • Schon vor dem Geburtstermin des Babys sollten Sie den Hund gründlich untersuchen lassen: impfen, entlausen, entwurmen.
    • Alle Familienmitglieder sollten gegen Tetanus geimpft sein. Beim Baby passiert das automatisch mit der Sechsfach-Impfung ab der neunten Woche.
    • Hygiene nicht vergessen: Hände waschen, wenn man den Hund gefüttert oder gestreichelt hat. Lassen Sie sich weder im Gesicht noch an kleinen Wunden ablecken.
    • Ein Hund kann (wie alles mit Fell) Allergien auslösen. Eltern, die selbst unter einer Allergie leiden, sollten sich auf jeden Fall ärztlich beraten lassen. Früher empfahlen Ärzte, den Hund wegzugeben. Heute rät man zum Abwarten: Erst wenn sich die Haut des Babys rötet, muss man herausfinden, ob Tierhaare schuld sind.
    • Gewöhnen Sie Ihren Hund schon während der Schwangerschaft an kleine Kinder: Nehmen Sie ihn mit zu Freunden, die ein Baby haben. So kann sich das Tier schon mal mit der Situation vertraut machen.
    • Üben Sie schon vorher mit Ihrem Tier: Wiege, Tragetasche oder Wickeltisch sind Tabu-Zone. Umgekehrt gilt: Der Hundekorb ist nicht zum Reinkrabbeln da - auch der Hund braucht seinen Rückzugsort.
    • Vor dem ersten Kontakt von Baby und Hund können Sie den Hund schon mal auf das neue Familienmitglied vorbereiten: Während Mama und Baby noch in der Klinik sind, nimmt Papa einen getragenen Strampelanzug mit nach Hause und gibt ihn dem Hund zum Schnüffeln. So kennt der Hund bereits den Geruch. Aber der Hund sollte sich nicht verantwortlich fühlen für das Baby, weil sonst die Gefahr besteht dass er das Baby erzieht oder beschützt.
    • Ähnlich wie bei einem älteren Kind, braucht auch Ihr Hund die Gewissheit, dass Sie ihn noch lieb haben. Beziehen Sie Ihren Hund deshalb in den Babyalltag mit ein: Geben Sie Ihm vor dem Füttern des Babys sein Fressen. Wenn das Baby auf Ihrem Arm schläft, hat sich der Hund ein paar Streicheleinheiten verdient.
    • Wichtig: Hund und Baby bitte niemals miteinander allein lassen.
    • Leider kann man Babys noch nicht erklären, dass Hunde eine Intimsphäre haben. Wenn das Kind dem Hund beispielsweise den Knochen wegnimmt, könnte das Tier vielleicht knurren. Deshalb gilt (wie bereits gesagt): Egal, wie sehr Sie Ihrem Hund vertrauen, lassen Sie ihn nicht mit dem Baby allein.
    Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft
    Hunde sind Kindern gegenüber zunächst neutral eingestellt. Die Rasse des Hundes ist egal. Der Hund muss erst herausfinden, ob der Knirps einen Spielgefährten oder eine unbeabsichtigte Bedrohung darstellt. Mit diesen Tipps wird das Zusammenleben von Hund und Kind für beide Seiten ein Erfolg.
    Kinder sollten Regeln lernen
    Auch ein noch so freundlicher Hund, kann Verletzungen verursachen, wenn er sich erschrickt oder das Kind ihm unabsichtlich Schmerzen zufügt. Hund und Kind sollten deshalb nie ohne Aufsicht miteinander spielen. Es ist wichtig, Hund und Kind gut aufeinander vorzubereiten.
    Kinder sollten deshalb lernen,
    • auf die Signale und die Körpersprache des Hundes zu achten
    • nur unter Aufsicht mit ihm zu schmusen
    • dem Hund nicht in die Augen zu starren
    • den Hund nicht anzuschreien oder zu bedrohen
    • dem Hund nichts wegzunehmen, den Hund nicht beim Fressen zu stören
    • den Hund nicht am Schwanz zu ziehen
    • vor einem Hund nicht davonzulaufen
    • zu akzeptieren, dass sich der Hund auch mal zurückziehen möchte
    • den Hund freundlich und mit Respekt zu behandeln
    • fremde Hunde im Beisein des Besitzers erst an der Hand schnuppern zu lassen und nicht wild oder von hinten darauf zuzustürmen, fremde Hunde, die alleine sind, nicht zu streicheln

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