Zieht an der Leine und bellt Autos an

Allgemeines
Mamamia schrieb am 18.10.2016
Hallo ich habe meine Hündin mit einem geschätzten alter von 11 monaten bekommen.Da sie der Familie einfach über war.Anfangs war sie sehr ängstlich (doch hat sie schnell vertrauen zu uns gefunden )allerding ist sie draußen sehr hasstig und zieht an der Leine.Egal ob ich sie kurz nehme oder lang lasse sie nutzt jeden millimeter aus,auch bellt sie Autos an.Am anfang war es jedes Auto u.Mülltonnen,mittlerweile sind es nur noch Autos die uns entgegen kommen oder schnell vorbei fahren.z.b wenn wir an der Ampel warten .
2 Antworten
Mamamia | Fragesteller/in
schrieb am 18.10.2016
Hab die Frage vergessen .Was kann oder muss sich ändern,damit sie sicherer bzw ruhiger auf der Straße wird ?
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Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 04.11.2016
Hallo,
damit die Hündin sicherer wird und nicht mehr alles anbellt, sollten Sie lernen, sie zu führen statt sich führen zu lassen. Wenn ein Hund an der Leine zieht, führt er das Rudel an und muss auch beschützen und regeln. Die meisten Hunde sind damit überfordert und haben sehr viel Stress.
Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
Deswegen hier mein Tipp: NIE der Hündin folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hündin richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

Viel Erfolg..
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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