Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Wohnungs verteidigung

Thema: Allgemeines
  Mecklenburg-Vorpommern
Blume86 schrieb am 16.02.2017   Mecklenburg-Vorpommern
Angaben zum Hund: Schäferhund mischling, männlich, kastriert, Alter 4-10 Jahre

Mein Hund Koda 5 Jahre alt knurrt sobald ein fremder in die Wohnung kommt egal ob wir ihn rein lassen (den besuch) wir haben schon soviel probiert dieses zu unterbinden.

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 16.02.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    da die Menschen bei Besuch meist auch sehr aufgeregt sind, ist es auch der Hund, da sich die Stimmung überträgt.
    Der Schäferhund ist außerdem genetisch mit einem bestimmten Wachverhalten ausgestattet.

    Es ist als Managementmaßnahme zunächst möglich, eine Hausleine (sehr dünne Leine, die NUR drinnen und NUR in Anwesenheit eines Menschen getragen wird) am Hund zu befestigen, um ihn daran zu hindern, zu dicht zum Besucher zu kommen.

    Trotzdem sollte parallel dazu ein gezieltes Besuchertraining stattfinden.

    Es empfiehlt sich, zunächst ohne konkrete Besuchssituation zu trainieren.
    Der Hund bekommt eine Sicherheitszone, in der er sich wohlfühlen soll. Dies kann eine Hundebox sein oder ein anderer Raum, der z.B. durch ein Kindergitter vom Zimmer, in dem der Besuch sich später aufhält, getrennt ist.
    Sie üben zunächst, den Hund in seine Sicherheitszone zu schicken, wo bereits Leckereien, am besten Kauartikel (Kauknochen, gefüllter Kong etc.) auf ihn warten.
    Nach einigen Tagen sollte der Hund diese Sicherheitszone gern betreten und sich darauf freuen.
    Im nächsten Schritt bitten Sie Bekannte/Freunde, an ihrer Tür zu klingeln. Ohne dass nun Besuch in die Wohnung kommt, wird der Hund nach jedem Klingeln in die Sicherheitszone geschickt, wo es wieder allerhand Leckereien gibt. Nach einigen Wiederholungen sollte der Hund mit dem Ertönen der Klingel verbunden haben, dass er in die Sicherheitszone "darf".
    Erst wenn das gut funktioniert, bestellen Sie richtigen Besuch. Ihr Hund hört also die Klingel, wartet bis er in die Sicherheitszone kann (z.B. in einen anderen Raum, der durch ein Kindergitter abgetrennt ist und Sie öffnen nach dem Klingeln dieses Gitter und lassen ihn mit einem Kauknochen rein) und öffnen dann die Tür.
    Der erste Besuch soll sich an dieser Stelle des Trainings noch ruhig verhalten und nur kurz bleiben.
    Und auch wenn dies gut funktioniert, steigern Sie die Aktivität des Besuchers.

    Für den Fall, dass Ihr Hund insgesamt unsicher mit fremden Menschen im Alltag ist, wenden Sie sich an einen qualifizierten Hundetrainer und/oder Verhaltensberater vor Ort. Qualifizierte Hundeschulen in Ihrer Nähe finden Sie unter http://www.hundeschulen.de/menschen-mit-hund/hundeschule-finden/hundeschulen-verzeichnis.html oder https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche .

    Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten

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