Was tun,gegen lautes geklaeffe

Allgemeines
Michaela K. schrieb am 05.10.2016
Meine huenrdin ist nun mittlerweile 6 Jahre.habe meine huenrdin als Welpe erhalten.mit 1nen Jahr begann der blanke Horror fuer mich.bei jeden meiner gassirunden muss ich mit argusaugen schauen,wo mir andere hunde entgegenkommen.nun habe ich nach einer letzten Deckung,einen Sohn von ihr behalten.4 Monate alt jetzt.natuerlich hat sich der Sohn ganz,ganz schnell,sich das laute klaeffen. von seiner Mutter abgeschaut.aber der Sohn klafft auch Menschen an,und die mutterhuendin natürlich jetzt auch.aber ich kann d och nicht getrennt laufen,sprich den Welpen alleine zu Hause lassen.aber trotzdem,es ist schon 6 Jahre lang,negativer Stress pur fuer mich,ich gehe schon voller angst behaftet ausser Haus,und atme jedesmal auf,wenn ich mit den Hunden,nicht mehr vor die haustuer.aber muss.gibt es UEBERHAUPT noch Abhilfe?Oder ist die mutterhuendin mit 6 Jahren schon zu alt.und was mache ich mit den Welpen?sprich,welche abhilfen gibt es?Bitte,wenn zeitlich moeglich,eine umgehende bestaetigungsemail zurueck.l.g.
1 Antwort
Ellen Mayer | Hundetrainer/in
schrieb am 05.10.2016
Hallo Michaela,
es ist normal, dass junge Hunde sich das Verhalten von älteren abschauen. Sicher gibt es Abhilfe, aber das liegt an Ihnen.
Dieses Verhalten haben oft kleine, niedliche Hunde, die nie Grenzen kennengelernt haben und die nicht geführt werden. Sie werden dadurch in die Rolle des "Rudelführers " gedrängt und sind damit vollkommen überfordert. Aus Unsicherheit bellen sie dann eben alles und jeden an, manchmal auch einfach nur, weil sie mit dem Stress nicht klar kommen.
Fangen Sie deshalb an, Ihre Hunde zu führen. Achten Sie darauf, dass Sie vorgehen und die Hunde Ihnen an lockerer Leine folgen. Dann führen Sie, die Kleinen können sich auf Sie verlassen und müssen nicht mehr selbst regeln.
Wenn die Hunde an der Leine ziehen, arbeiten Sie konsequent an der Leinenführigkeit.
Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
Deswegen hier mein Tipp: NIE den Hunden folgen, wenn sie ziehen, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten wollen. Wenn sie einmal Erfolg hatten, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hunde richtig feste ziehen, drehen Sie um und gehen zurück.
Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versuchen, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

Liebe Grüße
Ellen Mayer
www.lesloups.de
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